Burgtiefe Spielplätze Sanierung Fehmarn
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Die Ausschreibung für die ersten beiden Spielplätze in Burgtiefe kann jetzt starten.

Bauauftrag bis Ende des Jahres

Sanierungsgebiet Burgtiefe: Förderung von bis zu 800000 Euro für zwei Spielplätze freigegeben

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Das Land gibt bis zu 800000 Euro Förderung für die ersten Sanierungsmaßnahmen entlang der Südstrandpromenade in Burgtiefe auf Fehmarn frei. Für zwei Spielplätze kann ausgeschrieben werden.

  • Geld aus der Städtebauförderung von Bund und Land.
  • Erste Startermaßnahmen im Sanierugsgebiet Burgtiefe können ausgeschrieben werden.
  • Bauauftrag bis Ende des Jahres.

Kiel/Fehmarn – Im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Arne-Jacobsen-Siedlung Burgtiefe“ sollen entlang der Südstrandpromenade als sogenannte Startermaßnahmen Freiflächen und Spielplätze ins 21. Jahrhundert geholt werden. Für die barrierefreie Umgestaltung der beiden Spielplätze West („Auf hoher See“, etwa 1100 m2) und Mitte („De Fischer un sine Fru“, circa 124 m2) erteilte das Innenministerium gestern die Freigabe für bis zu 800000 Euro der Städtebauförderung. Die Kosten tragen wie üblich zu je einem Drittel Bund, Land und Kommune.

Mit dem Geld sollen zwei Spielplätze direkt an der viel besuchten Südstrandpromenade auf Fehmarn neu und auch barrierefrei gestaltet werden.

Innenstaatssekretärin Kristina Herbst

Entstehen sollen zwei verschiedene Themenspielplätze mit mehreren barrierefreien Spielgeräten, die von allen Altersgruppen und mobilitätseingeschränkten Personen genutzt werden können. „Mit dem Geld sollen zwei Spielplätze direkt an der viel besuchten Südstrandpromenade auf Fehmarn neu und auch barrierefrei gestaltet werden“, so Innenstaatssekretärin Kristina Herbst, die sich über die Möglichkeit der Unterstützung des Vorhabens freue.

„De Fischer un sine Fru“

Der kleinste Spielplatz an der Promenade soll den kleinsten Inselgästen ein altes plattdeutsches Märchen vermitteln. Im Zentrum steht eine Fsicherhütte in Form eines alten übergroßen Teepotts. Eine Infotafel erzählt illustriert die Geschichte vom Fischer und seiner Frau.

Für Abenteurer mit Entdeckungslust

Der Spielplatz im Westen lädt alle mit einem Hang zu Abenteuern und mit Entdeckungslust ein. Um den Eindruck zu erwecken, dass man auf hoher See ist, werden beide Spielbereiche in der Anmutung eines Schiffoberdecks gestaltet. Hier sind auf einem kunststoffgebundenen Fallschutzbelag spezielle Spiel- und Sportgeräte mit dem Grundsatz der Inklusion angeordnet und auch mit Rollstuhl erreich- und nutzbar. Bereits im Sommer 2019 hatte die BIG Städtebau aus Kiel, die von der Stadt Fehmarn als Sanierungsträger beauftragt wurde, erstes Feedback vor Ort von Kindern und Jugendlichen gesammelt.

Ausschreibung der Bauleistung kann erfolgen

Dass es Geld über die Städtebauförderung gibt, stand schon Ende des letzten Jahres fest. Was bedeutet die gestrige Freigabe durch das Land? „Damit haben wir die Freigabe für das Vorhaben“, sagte gestern Stadtplaner Thomas Berg von der BIG Städtebau aus Kiel, die von der Stadt Fehmarn als Sanierungsträger beauftragt wurde. Die öffentliche Ausschreibung der Bauleistung sei durch das Büro Siller vorbereitet. „Wenn alles planmäßig verläuft, wird die Baufirma bis Ende des Jahres beauftragt.“ Auch die anderen Flächen (Bouleplatz, Freizeitfläche Ost/Drachenwiese, Spielplatz Ost), die zu den sogenannten Startermaßnahmen gehören – seien in der Vorbereitung und würden nacheinander getaktet, um die Politik darüber zu informieren, so Berg.

Wir freuen uns, dass es endlich losgeht.

Bürgermeister Jörg Weber

„Es sind die ersten beiden Maßnahmen von vielen Projekten in Burgtiefe, das seit 2017 Sanierungsgebiet ist. Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagte Bürgermeister Jörg Weber auf Nachfrage.

Die Stadt Fehmarn wird seit 2014 mit Städtebauförderungsmitteln des Bund-Länder-Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und seit 2020 aus dem Programm „Lebendige Zentren“ unterstützt. Für die städtebauliche Gesamtmaßnahme wurden bislang Städtebauförderungsmittel in Höhe von fast 6,9 Millionen Euro bereitgestellt, aufgeteilt auf jeweils 2,3 Millionen Euro von Bund, Land und Stadt.

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