Fast zehn Prozent mehr Trucks auf der Vogelfluglinie zwischen Puttgarden und Rødby

Scandlines verzeichnet Lkw-Rekord

Weiter auf Erfolgskurs fahren die Fähren der Reederei Scandlines auf der Vogelfluglinie. Der Zuwachs bei den Lkw betrug satte zehn Prozent.

Weiter auf Erfolgskurs fahren die Fähren der Reederei Scandlines auf der Vogelfluglinie. Der Zuwachs bei den Lkw betrug satte zehn Prozent.

Von Heiko Witt

PUTTGARDEN • „2006 hat Scandlines erneut rund 20 Millionen Passagiere, 4,2 Millionen Pkw und wiederum über eine Million Lkw und Trailer befördert. Somit konnten wir das hervorragende Ergebnis von 2005 – über alle zwölf Linien betrachtet – beim Transport von Lkw und Trailern erneut um mehr als drei Prozent steigern und im Passagiersegment auf dem hohen Niveau der Vorjahre halten“, zieht Scandlines-Vorstand Uwe Bakosch Bilanz.

Die deutsch-dänische Reederei hat 2006 ihre führende Position im Ostseefährverkehr behauptet und insbesondere im Frachtbereich ausgebaut, wobei auch im frachtdominierten Seeverkehr ins Baltikum deutliche Volumenzuwächse erzielt werden konnten.

Scandlines betreibt derzeit zwölf Linien im Dreieck zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden sowie in die baltischen Staaten. 2005 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 523 Millionen Euro und erzielte einen Gewinn von 70 Millionen Euro nach Steuern. „Für 2006 ist auch hier eine weitere Steigerung zu erwarten“, hießt es in dem Pressetext. Bei Scandlines sind derzeit rund 2600 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Passagierzahlen auf der Vogelfluglinie Puttgarden-Rødby sind 2006 noch einmal leicht gestiegen. Die Fähren der Reederei setzten nach ihrer Statistik 6789335 Passagiere über, das ist ein Plus von 0,4 Prozent. Bei den Pkw (1774270) war die Zahl leicht rückläufig (- 0,2 Prozent). Einen regelrechten Boom erlebte die Fährlinie bei den Lkw. Es wurden 346693 Lkw und Trailer trajektiert, ein Plus von 9,8 Prozent. Uwe Bakosch bezeichnet die Route Puttgarden-Rødby als die leistungsstärkste der Reederei.

Leistungsstärkste Scandlines-Linien

Auf den Linien zwischen Deutschland und Dänemark wurden 2006 insgesamt rund zwei Prozent mehr Passagiere, ein Prozent mehr Pkw sowie fast zwölf Prozent mehr Lkw und Trailer transportiert. Spitzenreiter bei den Zuwachsraten ist die Linie Rostock-Gedser. Mitte Dezember konnte das Unternehmen auf dieser Linie den 100000sten Lkw-Fahrer des Jahres begrüßen. So viele Trucks wie 2006 hat Scandlines bisher in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Linie noch nie in einem Jahr befördert. 

Auch für das kommende Jahr rechnet das Unternehmen, vor allem im Frachtbereich, mit weiteren Zuwachsraten im Kernmarkt der Reederei – den Linien im Dreieck zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden. „Besonders unsere drei Linien ab Rostock profitieren, dank der zentralen geografischen Lage im Ostseeraum, der A-20-Anbindung und der guten Infrastruktur des Hafens, vom starken wirtschaftlichen Wachstum der neuen EU-Mitgliedsländer“, so Uwe Bakosch weiter.

Auf den direkten Scandlines-Linien nach Schweden, Rostock-Trelleborg und Sassnitz-Trelleborg, transportierte die Reederei 2006 4,1 Prozent mehr Lkw und Trailer.

Im Passagierbereich fällt die Bilanz differenzierter aus. Auch wenn die Vorjahresergebnisse beim Transport von Passagieren erneut erreicht werden konnten, nutzten rund zwei Prozent weniger Pkw die Scandlines-Linien zwischen Deutschland und Schweden. Scandlines geht davon aus, dass die Fertigstellung der zweiten Rügenanbindung 2007 zu positiven Effekten sowohl im Fracht- als auch im Passagierverkehr zwischen Sassnitz und Trelleborg führen wird.

Etwas mehr als ein Jahr nach Umsetzung der neuen Baltikumstrategie zieht Scandlines auch hier eine positive Bilanz. „Unser Konzept ist aufgegangen. Dank der Konzentration von drei unserer insgesamt vier Fährverbindungen in die baltischen Staaten auf den lettischen Hafen Ventspils konnten wir erstmals seit 2004 die Transportergebnisse im Verkehr zwischen Skandinavien bzw. Kontinentaleuropa und den baltischen Ländern wieder steigern,“ bilanziert Bakosch.

Auch auf der Linie Helsingør-Helsingborg konnte Scandlines 2006 den Transport von Lkw weiter steigern (+ 3,3 Prozent). Die Zahl der beförderten Passagiere, Pkw und Busse sank um 1,9; 2,5; bzw. 4,3 Prozent.

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