Sankt-Johannis-Gemeinden erbitten Spenden für dringend erforderliche Restaurierungsarbeiten des Inventars

Schätze sollen erhalten bleiben

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Zu den Schätzen zählt auch ein altes Andachtsbuch aus dem 19. Jahrhundert

FEHMARN - Von Reinhard Gamon In den Kirchen der Insel Fehmarn befinden sich viele kostbare Schätze, die erhaltenswert sind. Sie allesamt – Abendmahlskelche, Leuchter bis hin zu Altären – sind schließlich ein Vermächtnis vergangener Zeiten und sollten auch der Nachwelt nicht vorenthalten werden. Allerdings müssten so manche guten Stücke, angefangen vom Abendmahlsgerät bis hin zur Taufschale, dringend restauriert werden, denn die Zeit ging an den Kirchenschätzen nicht spur- und schonungslos vorbei.

Pastor Dr. Martin Grahl lud am Montag Interessierte ins Petersdorfer Pastorat ein, um ihnen kostbare Schätze aus den beiden Sankt-JohannisKirchen der evangelischen Kirchengemeinden Petersdorf und Bannesdorf vorzustellen, die längst einer Restaurierung bedürfen. Schwerpunktmäßig zeigte er Abendmahlsgeräte aus vergangenen Zeiten, die inzwischen ihren Glanz verloren haben, zum Teil mit Beulen und Dellen behaftet oder durch fehlerhafte Reparatur in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Einzelne kleinere Stücke sind leider kaputt gegangen.

Vieles wurde der Kirche gestiftet

„Vorfahren haben uns diese Gegenstände hinterlassen und wir stehen in der Verantwortung, sie zu erhalten, auch für kommende Generationen“, so Pastor Dr. Martin Grahl, der jetzt dazu aufruft, für die Kosten der Restaurierungen zu spenden. Er rechne mit einem finanziellen Gesamtvolumen von rund 18000 bis 20000 Euro.

Diese Taufschale sollte unbedingt gereinigt und versiegelt werden.

Bei der Vorstellung der Kirchenschätze zeigte Pastor Dr. Martin Grahl auf, in welchem Umfang die einzelnen Stücke einer Überarbeitung bedürfen. Die Frage tauchte auf, wie denn überhaupt die ganzen Kostbarkeiten nach Fehmarn gelangt seien. Waren die Kirchen so reich, dass sie alles kaufen konnten? Im Gegenteil, vieles sei gestiftet worden, war sich der Pastor sicher.

Im Rahmen der angestrebten Restaurierung möchte Pastor Dr. Martin Grahl auf jeden Fall die Bevölkerung über den Fortschritt der Arbeiten auf dem Laufenden halten. Kontakt zu einer Silberschmiede in Lübeck hat er bereits aufgenommen. Er konnte auch darüber informieren, dass in den letzten 50 Jahren in beiden Kirchen in Sachen Pflege und Erhaltung vieles geleistet wurde. „Fertig wird man mit diesen Aufgaben nicht so bald und zusätzlich sind die aufzubringenden Kosten sehr hoch“, so Dr. Grahl.

Neben den Abendmahlsgeräten wurden den Interessenten weitere einmalige Schätze aus den Kirchenhäusern präsentiert. Unter anderem alte Bibeln und auch ein altes Andachtsbuch aus dem 19. Jahrhundert und eine Oblatenschachtel.

Dr. Martin Grahl, hat besonders großes Interesse an Inneneinrichtungen und Inventar der Gotteshäuser auf Fehmarn und hat sich vorgenommen, darüber ein Buch zu schreiben.

Spenden können auf die Konten der Kirchengemeinden unter dem Stichwort „Alte Dinge“ geleistet werden.

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