Eingelagertes Stroh fängt bei Dachdeckerarbeiten Feuer / Kein Personenschaden / Höhe des Sachschadens unklar

Scheunenbrand löst Großeinsatz aus

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Die Drehleiter kommt zum Einsatz, um Löschwasser direkt unters Dach einbringen zu können, um das in Brand geratene Stroh auf dem Dachboden zu löschen.

FEHMARN - hö - Am Dienstag gegen 11.50 Uhr mussten fünf Inselwehren nach Orth zu einem Großeinsatz ausrücken. Unter dem Dach einer alten Scheune war Stroh in Brand geraten, nach ersten Erkenntnissen ausgelöst durch Dachdeckerarbeiten. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Zwei Handwerker, die in einer ersten Meldung als vermisst galten, hatten sich nach Angaben von Gemeindewehrführer Volker Delfskamp, der den Einsatz leitete, eigenständig in Sicherheit bringen können.

Neben den drei Ortswehren aus dem Inselwesten – Dän-schendorf, Petersdorf und Sulsdorf – waren auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Landkirchen und Burg an den Ort des Geschehens gerufen worden. Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst, der mit Rettungswagen vor Ort war, brauchte nicht einzugreifen.

Während der Löscharbeiten an der am Ortseingang in der Seestraße gelegenen Scheune war die Zufahrt nach Orth von der Polizei komplett gesperrt worden.

Der Löschangriff wurde von zwei Seiten geführt. An der Stirnseite des Gebäudes wurde die Drehleiter der Burger Wehr platziert, um mit dem Wasser das Dach zu kühlen direkt unter das Dach zum brennenden Stroh gelangen. An der Rückseite der Scheune kamen zwei B-Rohre zum Einsatz, um auch hier das Dach sowie die Gebäudewand zu kühlen. Die Sicherstellung der Wasserversorgung erfolgte über Hydranten und den nahe gelegenen Löschteich an den Bootshallen.

Volker Delfskamp: Wir haben Glück gehabt

Die Löscharbeiten gestalteten sich zunächst schwierig. Durch eine starke Rauchentwicklung war der Brandherd nicht eindeutig zu lokalisieren. Da das Wasser aber schnell zugeführt werden konnte, seien die Flammen schnell erstickt worden, berichtet Volker Delfskamp. So seien auch keine Flammen nach außen getreten. „Wir haben Glück gehabt“, bilanzierte der Gemeindewehrführer auch hinsichtlich des steifen Ostwindes, der während des Einsatzes herrschte, aber keinen Einfluss auf das Brandgeschehen nehmen konnte.

Die in der Scheune gelagerte geringe Menge Stroh konnten die Einsatzkräfte aus eigenen Kraft vom Dachboden bekommen. Zuerst sei noch überlegt worden, einen Bagger einzusetzen, so Delfskamp, „das war aber nicht erforderlich“. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte der Einsatzleiter keine Angaben machen.

Gegen 14.30 Uhr war der Einsatz der fünf Inselwehren beendet. Und Volker Delfskap wiederholte: „Wir haben Glück gehabt.“

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