Kreisbauernverband hat einen neuen Vorsitzenden / Landwirte in Ostholstein vor großen Herausforderungen

Schlünzen wird Blancks Nachfolger

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Klaus-Dieter Blanck (l.) gratuliert seinem Nachfolger Lutz Schlünzen zur Wahl zum neuen Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Ostholstein-Lübeck.

OSTHOLSTEIN -t- Der Kreisbauernverband Ostholstein-Lübeck hat einen neuen Vorsitzenden. Es ist Lutz Schlünzen, 60-jähriger Landwirt aus Nienrade, der bislang stellvertretender Vorsitzender war und die Nachfolge antritt von Klaus-Dieter Blanck (66) aus Bojendorf, der aus Altersgründen nicht mehr antreten durfte. Schlünzen pflegt ebenso das klare Wort, wie es Blanck während seiner fünfjährigen Amtszeit getan hat.

Gewählt wurde Schlünzen auf der Sitzung des Kreishauptausschusses, der am Dienstag im Hotel Stadt Kiel in Neustadt tagte. Sämtliche Wahlen zum Vorstand fanden geheim statt und fielen ohne Gegenstimme aus. Stellvertretende Vorsitzende sind Jens Alpers (Neuratjensdorf) und Friedrich von Ludowig (Gut Petersdorf). Als Beisitzer in ihrem Amt bestätigt wurden Klaus Pritschau (Stockelsdorf) und Heinrich Mougin (Lenste), neue Beisitzer im Vorstand sind Ulrich Sundermeyer (Koselau) und Cornelius Bockholt (Bockholt).

In Anbetracht der in Ostholstein in naher Zukunft anstehenden großen Infrastrukturprojekte sieht Lutz Schlunzen große Herausforderungen auf seinen Berufsstand zukommen. So würde die Errichtung der Stromtrasse von Göhl nach Lübeck und im Zuge der Festen Fehmarnbeltquerung die Schienenhinterlandanbindung von Lübeck nach Puttgarden zu einem großen Flächenverbrauch führen. Das wiederum würde die Ausweisung von Ausgleichsflächen bedingen und nicht ohne Auswirkungen auf die Landpreise bleiben, ist Schlünzen überzeugt.

Die vom bisherigen Kreisbauernchef Klaus-Dieter Blanck praktizierte gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Ostholstein wolle Lutz Schlünzen, der auf seinem Hof Ackerbau und Geflügelhaltung betreibt, fortsetzen. Wichtig aus seiner Sicht sei auch eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit, da die Landwirtschaft zu Unrecht viel zu häufig „zum Buhmann“ gemacht würde.

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