Kommentar:

Schluss mit lustig

Unser Redaktionsleiter Heiko Witt kommentiert, dass die Insel ihre Top-Veranstaltungen verloren hat.

Von Heiko Witt

Es haben still und leise die gesiegt, die es schon immer am liebsten still und leise wollten.

Beachvolleyball-Party, Surf Festival, Fehmarn Open Air und Deutscher Windsurf Cup – es ist Schluss mit lustig.

Fehmarn ist mit seinen Yachthäfen und Surfschulen ein Wassersportparadies allererster Güte – und wird es natürlich auch bleiben.

Doch der Schaden, den der Verlust der Top-Wassersportveranstaltungen anrichtet, dürfte für die Ferieninsel mit ganz leichten Schmerzen beginnen und dann doch ernste Eingriffe zur Folge haben.

Was will man es sich kosten lassen, dass die besten Surfer und Kitesurfer der Welt auf die Insel kommen? Was bedeutet ein „Race around Fehmarn“ mit dem 41-fachen Weltmeister Björn Dunkerbeck für das Marketing der Insel? Geld genug wird im Tourismus erwirtschaftet, um den Veranstaltungstopf zu füllen.

Es wird eine Menge mehr Geld kosten, den gleichen Effekt der Top-Veranstaltungen durch Anzeigenwerbung zu erzielen.

Und was nützt es, viel zu investieren, um Fehmarn bekannt zu machen, wenn die potenziellen Urlauber auf der Homepage feststellen, dass die Insel gar keine Events mehr zu bieten hat? Es kommt auf den Mix an.

War es Pech, hat sich die Marketingabteilung des Tourismus-Service nicht genug gekümmert, ist es gar Strategie hinter den Kulissen, das Geld zu sparen, um ein paar mehr Jazzkonzerte am Dorfteich präsentieren zu können?

Die Tourismusdirektorin Imke Bolle muss klar und eindeutig Position beziehen, wohin die Marketing-Reise gehen soll.

Will Fehmarn irgendwann wieder im Konzert der großen Wassersportregionen mitmischen oder reicht es, als graue Maus an der Küste Ruhe und Erholung anzubieten?

Im Moment scheint die Entscheidung für Letzteres gefallen.

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