„Pimp my Island“ macht ab heute wieder Lust auf Politik / Donnerstag „Stadtvertretung“

117 Schüler regieren Fehmarn

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Politik zum Anfassen: 117 Schüler aus vier siebten Klassen der Inselschule werden ab heute Politik satt auf dem Stundenplan haben. „Pimp my Island“ ist da, geht mit dem Planspiel auf Fehmarn in die achte Runde. Höhepunkt: die fiktive Stadtvertretersitzung am Donnerstag in der Mensa der Inselschule.

FEHMARN -nic- Ein müdes Gähnen. Zu mehr reicht es gemeinhin nicht. Allein das Wort „Kommunalpolitik“ wird von den Körpern der meisten Schüler schlicht und ergreifend abgestoßen. Nur wenige Mädchen und Jungen haben Lust, sich politisch zu betätigen. Dabei ist Politik alles andere als abstrakt und ein steter Begleiter auf dem Weg durchs Leben. Unter Politik versteht man alles, was das Zusammenleben der Menschen in einem Staat oder Bundesland oder einer Gemeinde gestaltet und regelt. Also: viel.

Wer an dieser Stelle trotzdem noch gähnt, ist mit Sicherheit nicht an der Inselschule Fehmarn. Dort wird Politik gemacht, zum Anfassen, mehr als ein spannendes Gedankenexperiment praktiziert, wenn „Pimp my Island“ ab heute wieder einmal Station macht. Das preisgekrönte Planspiel, das diesmal mit 117 Jugendlichen aus vier siebten Klassen der Inselschule Politik zum Anfassen praktizieren und damit Lust auf Demokratie machen möchte, geht auf dem Ostsee-Eiland in die achte Runde.

Schüler schlüpfen in die Rolle von Stadtvertretern

Schüler regieren Fehmarn, heißt es, wenn die Siebtklässler im Planspiel in die Rolle von Stadtvertretern schlüpfen werden. Sie machen sich Gedanken, fassen ihre Ideen in Anträge, beraten über Verbesserungsvorschläge und treffen Entscheidungen, die später in die wirkliche Arbeit der Stadtvertretung von Fehmarn eingehen könnten.

Und auch das ist Demokratie: sich vermutlich auch diesmal wieder über zum Teil weit voneinander entfernt liegende Überzeugungen auszutauschen. Dabei muss das Ergebnis am Ende des Tages keinesfalls ein Wunder an Weisheit, sondern nur für alle erträglich sein. Das dürfte auch am 20. Juli (Donnerstag) machbar sein, wenn die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Begrüßung durch Bürgermeister Jörg Weber in einer durch Bürgervorsteherin Brigitte Brill geleiteten imaginären Stadtvertretersitzung ihre erarbeiteten Anträge vorstellen werden. Entsprechend gecoacht vom „Politik zum Anfassen“-Team werden die Inselschüler in der Rolle von Kommunalpolitikern ihre Wünsche formulieren und teilhaben an politischen Prozessen.

Erstmals bei „Pimp my Island“ dabei: die Mitglieder des neu gegründeten Kinder- und Jugendparlaments, die als so genannte Backstage-Schüler teilnehmen und „Politik zum Anfassen“ hinter den Kulissen erleben. Sie packen für die drei Projekttage als Mitarbeiter mit an.

Heute Einführung in die Insel- und Kommunalpolitik

Bereits heute startet das Planspiel nach der Begrüßung mit einer Einführung in die Inselpolitik und Kommunalpolitik allgemein, bei der den Schülern der Rahmen erklärt wird und wichtige Begriffe erläutert werden. Anschließend sammeln die Klassen als Fraktionen Ideen, um daraus Anträge zu formulieren, die in die Ausschüsse gehen. Einen Tag später bekommen die Schüler Unterstützung von zahlreichen echten Stadtvertretern, die die drei Fraktionen darauf vorbereiten, ihre Anträge überzeugend zu vertreten, bevor dann unter der Leitung der „echten“ Ausschussvorsitzenden die drei fiktiven Ausschüsse „Soziales, Jugend und Tourismus“, „Schule, Kultur und Sport“ sowie „Bau, Verkehr und Umwelt“ tagen. Donnerstag (20. Juli) dann die große fiktive Stadtvertretersitzung.

Begleitet werden die Schüler-Fraktionen von einem Presse-Team, in das sich eine fünfte siebte Klasse verwandelt hat. Diese produziert einen Film und begleitet das ganze Planspiel aus Sicht der Journalisten in Text und Bild.

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