Der Ausschuss und Zuschauer in der Mensa der Inselschule
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In der Mensa der Inselschule debattierte der Ausschuss für Kultur, Schule, Sport und Soziales den Schulneubau in Landkirchen. Es herrschte große Einigkeit.

Schulsozialarbeit wird ausgeweitet

Schulneubau in Landkirchen: Bedarf ermitteln

  • Lars Braesch
    VonLars Braesch
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Beim Ausschuss für Kultur, Schule, Sport und Soziales stand das Thema Schule hoch im Kurs.

Fehmarn – Das Thema Schule stand am Dienstagabend in der Mensa der Inselschule bei der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Schule, Sport und Soziales hoch im Kurs. Neben der Beschaffung mobiler Raumluftfilteranlagen für die Klassen 1 bis 6 der Grundschulen und der Inselschule stand ein möglicher Schulneubau in Landkirchen zur Diskussion. Unterm Strich geblieben ist ein Prüfauftrag an die Verwaltung, erst einmal den Bedarf zu ermitteln. 

Wenn wir in die Zukunft sehen wollen, müssen wir den Schulstandort Landkirchen erhalten

CDU-Fraktionsvorsitzender Werner Ehlers

Das Thema eines möglichen Schulneubaus war mithilfe eines CDU-Antrags forciert worden. „Wenn wir in die Zukunft sehen wollen, müssen wir den Schulstandort Landkirchen erhalten“, begründete CDU-Fraktionsvorsitzender Werner Ehlers den Antrag. 2023 würden in Landkirchen die ersten Häuser stehen, nicht erst dann könne die Politik anfangen zu planen. 

Hans-Peter Thomsen (FDP-WUW) regt Komplettlösung an

Hans-Peter Thomsen (FDP-WUW) regte eine Komplettlösung an, da auch die Kindertagesstätte „Kinderland“ in Landkirchen sehr stark ausgelastet sei.

„Man darf nicht nur Landkirchen mit den zwei Baugebieten betrachten“, merkte Doris Klemptner (F³) an. Auch die Baugebiete in Petersdorf, Gammendorf und Lemkenhafen müssten Berücksichtigung finden. Auch die Grünen könnten mit dem Schulneubau gut lebten. „Allerdings muss geprüft werden, ob eine Sanierung möglich ist und ob die mobilen Bauten in Bestandsbauten umgewandelt werden können“, führte Falko Siering für seine Fraktion aus.

Wir können nur mit Schülern rechnen, die auf der Insel sind.

Bürgermeister Jörg Weber

„Wir können nur mit Schülern rechnen, die auf der Insel sind“, entgegnete Bürgermeister Jörg Weber  (SPD) für die Verwaltung. Mit fiktiven Zahlen könne in Sachen Schulneubau nicht gerechnet werden. „Wir können nur das gegenüberstellen, was ist“, so der Verwaltungschef weiter.

„Die Infrastruktur muss mitwachsen“, pflichtete Margit Maaß (CDU) ihren Vorrednern bei. Als Doris Klemptner einen neuen Antrag für F³ einbrachte, wurde es Pilar Schwenn (FWV) zu bunt: „Das ist ein Antrag der CDU. Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Es kann bei diesem Thema nur Ja oder Nein geben. Ich möchte jetzt abstimmen“, drängte Schwenn Ausschussvorsitzende Marianne Unger (SPD), die Diskussion zu beenden und abzustimmen zu lassen. 

Werner Ehlers sauer

Während der F³-Antrag keine Berücksichtigung fand, warf Teamleiter Bildung und Sport, Björn Maier, ein, dass zunächst über die Beschlussempfehlung der Verwaltung abgestimmt werden müsse. Dies wiederum brachte Werner Ehlers auf die Palme, da in dem Beschlussvorschlag von keinem Neubau die Rede war, sondern nur von einer bedarfsgerechten baulichen Lösung. Außerdem solle die Verwaltung prüfen, ob die Schule ohne Neu- und Erweiterungsbau weitere Schüler aufnehmen könne.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde schließlich mit sechs Ja- und fünf Neinstimmen angenommen. Der Antrag der Christdemokraten war damit hinfällig. 

Ausführlich diskutierte der Ausschuss auch über die Anschaffung von Raumfilteranlagen. „Die Filteranlage ersetzt nicht das Lüften“, warnte Teamleiter Maier. Fehmarn müsse die Anlagen ohne Zuschüsse beschaffen. Die Beschlussvorlage der Verwaltung basiere auf Schätzungen. Rund 180000 Euro Kosten kämen auf die Verwaltung als Schulträger zu, wenn alle Klassenräume ausgestattet werden.

Doris Klemptner wollte diesen Tagungsordnungspunkt vertagen lassen. Bei Enthaltung Klemptners verwies der Ausschuss das Thema an die Stadtvertretung, da sich die Ausschussmitglieder mehr Fakten wünschten. 

Schulsozialarbeit an der Grundschule Burg wird von 18 auf 30 Stunden ausgeweitet

Im nichtöffentlichen Teil beschloss der Ausschuss einstimmig auf Antrag der Grundschule Burg die Schulsozialarbeit unter Trägerschaft des Deutschen Kinderschutzbundes von 18 auf 30 Stunden auszuweiten.

Ebenfalls einstimmig wurde einem Antrag auf Aufnahme von Betreuungsangeboten in den KiTa-Bedarfsplan stattgeben. Somit wird es im Kinderspielkreis „Wirbelwind“ in Burg ab dem 1. Januar 2022 eine Ü-3-Ergänzungsgruppe mit einer Betreuungszeit von 12,5 Stunden in der Woche geben.

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