Weber: SV Fehmarn ist eine Erfolgsgeschichte / Kontinuität im Vorstand / Verein wächst

Schwennen bleibt an der Spitze

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Der Vorstand des SV Fehmarn: Sigrid Zorn (v.l.), Ralph Schwennen, Ute Liesenberg, Stefan Schäfer, Petra Frecke, Kerrin Hansen und Meike Herbst. Drews Wilder und Martin Bak konnten nicht an der Versammlung teilnehmen.

FEHMARN – Von Manuel Büchner Die ersten Worte des 1. Vorsitzenden des SV Fehmarn (SVF), Ralph Schwennen, galten am Freitag auf der Jahreshauptversammlung seinen Mitstreitern im Vorstand. „Ein großes Dankeschön. Ihr habt ein weiteres Jahr ehrenamtlich den Verein an meiner Seite geführt. Ihr unterstützt mich großartig.“ Mehrmals im Laufe der Versammlung fand Schwennen ähnlich gelagerte Worte. Später spielte der Rest des Vorstandes den Ball bei der Wiederwahl ihres Vorsitzenden (einstimmig, bei zwei Enthaltungen) zurück, als der 1. stellvertretende Vorsitzende Stefan Schäfer sagte: „Wir sind ein großer Verein, es gibt immer viel zu tun. Und wir haben eine Person, die den ganzen Verein zusammenhält.“

Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurden Beisitzerin Ute Liesenberg, Beisitzer Martin Bak und Kassenwart Drews Wilder. Die Stelle des 2. stellvertretenden Vorsitzenden bleibt vakant. Fynn-Reimer Lafrenz wurde zum Kassenprüfer gewählt.

Stefan Schäfer konnte, stellvertretend für Drews Wilder, etwas zur finanziellen Lage des Vereins sagen. Schäfer beschrieb diese als erfreulich. Zwar würden die Personalkosten aufgrund von Mindestlohn und wachsenden Verwaltungsaufgaben steigen, aber das Ergebnis sei für den Verein mit circa 14000 Euro Gewinn sehr positiv. Einen bedeutenden Anteil daran hätten Sponsoreneinnahmen, Fördermittel vom Landessportverband und Preisgelder. Kurzum: „Wir sind finanziell gesund“, so Schäfer. Kassenprüferin Christine Köneke beantragte die Entlastung des Vorstandes, was einstimmig erfolgte.

„Großer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens“

Bürgermeister Jörg Weber wollte nach eigener Aussage eigentlich nicht in Lobeshymnen verfallen – dennoch: Die Stadt könne sich glücklich schätzen, einen so großen und gut geführten Verein auf der Insel zu wissen. „Der SVF ist ein großer Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Sie bieten unseren Bürgerinnen und Bürgern eine große Auswahl an Sportarten an. Machen sie bitte weiter so, damit die Erfolgsgeschichte des SVF weitergeschrieben wird.“

„Hilfe brauchen wir – keine Hindernisse“

Aussagen, die mit Blick auf die 1566 Vereinsmitglieder (+20 gegenüber 2017) zum Jahresende plausibel erscheinen. „Die Entwicklung geht gegen den Bundes- und Landestrend“, betonte Schwennen und machte noch eine andere Rechnung auf: Über zwölf Prozent der Bevölkerung Fehmarns seien Mitglied im SVF. Als Verein, so der 1. Vorsitzende, wolle man einen Beitrag leisten zum allgemeinen Wohlbefinden der Bürger. Das sei mit Blick auf die Vereinsgröße ein schwieriges Unterfangen und bedürfe der Hilfe von Verwaltung, Politik und Geschäftswelt. „Hilfe brauchen wir – keine Hindernisse“, mahnte Schwennen.

So habe man den Antrag an die Stadt Fehmarn in der Vorbereitung für dringend benötigte Ballfangzäune am Kunstrasenplatz. Schwennen forderte zudem ein öffentliches WC-Gebäude am Gahlendorfer Weg – das sei für das Kleinspielfeld, die Skateranlage und die Zuschauer bei Fußballspielen unabdingbar.

Schwennen blickte Monat für Monat auf ein ereignisreiches Jahr für den SVF zurück: Veranstaltungen wie Skat- und Knobelabend, Maifeuer, Dartturnier und erstmals Jugendbadminton-Vereinsmeisterschaften fanden statt. Der SVF war Kooperationspartner beim Fehmarn-Marathon, nahm am Stadtfest-Umzug teil, half beim Fehmarn-Triathlon und veranstaltete den Fehmarn-Lauf.

Ein dritter Vereinsbus wurde angeschafft. „Alle bar bezahlt“, lächelte der 1. Vorsitzende. Bedauerlich hingegen die Zustände in der Halle West. So würden die Duschen nicht richtig funktionieren, außerdem seien die Temperaturen im Sommer wie im Winter kaum zumutbar. „Wir wissen, dass die Halle Defekte hat. Wir wollten mal wieder darauf hinweisen“, so Schwennen.

Förderungen vom Landessportverband (3300 Euro) und vom Kreissportverband (1700 Euro) sorgten 2018 für Entlastung – Letzteres als zusätzliche Jugendförderung für Vereine mit lizenzierten Übungsleitern.

24 Sparten sorgen für umfangreiches Angebot

Einen Einblick in das abwechslungsreiche Angebot des SVF gaben wieder einige Sparten, die die Gunst der Stunden nutzten und von ihren Sportarten berichteten. So erzählte Peter F. Butenschön einiges vom Altherrenturnen. 15 Personen haben 2018 48-mal trainiert. Stephan Ernst von der Schwimmsparte sprach von einer Vergrößerung der Gruppe. Zweimal in der Woche ist Training. Geplant sei, Kinderschwimmen ins Angebot aufzunehmen.

Weniger erfreulich: Marthe Tacken gab die Auflösung der Leichtathletiksparte zum Ende des Monats bekannt. „Wir sind sehr klein geworden.“ Fünf bis sieben Jugendliche und eine Frau trainieren – die waren 2018 sehr erfolgreich. „Wir haben uns im Vorstand dazu durchgerungen“, ergänzte Schwennen.

Ein anderes Bild beim Handball: neun Jugendmannschaften – davon eine in der Schleswig-Holstein-Liga–, jeweils eine Männer- und Frauenmannschaft. „In der kommenden Saison werden wir elf Jugendmannschaften melden“, sagte die Spartenverantwortliche Petra Frecke. Allerdings würden wie in jeden Jahr Schiedsrichter und Trainer, insbesondere mit Bereitschaft, eine Lizenz zu machen, fehlen. Für fehlende Schiedsrichter habe der Verein eine Strafe von 500 Euro zahlen müssen, ergänzte Schwennen. Frecke bedauerte den Verzicht auf Trainingszeiten für die Männer im Winter. Schwennen: „Wir geben Zeiten an die JSG Fehmarn ab. Das werden wir zukünftig besser koordinieren.“ Man sei in Gesprächen, sagte der 1. Vorsitzende und lobte die Handballsparte: „Wir laufen als SV Fehmarn auf. Fast überall sind es sonst Spielgemeinschaften.“

Für Volleyball erhob sich Susann Schönemeyer. Die Damenmannschaft spielt in der Bezirksliga. „Die Klasse werden wir nach dem Aufstieg nicht halten können.“ Die Mixed-Mannschaft sei hingegen sehr erfolgreich – zuletzt habe man die Stadtmeisterschaft in Oldenburg zum dritten Mal in Folge gewonnen.

Alle Sparten im Überblick mit Ansprechpartnern sind unter www.svfehmarn.de zu finden.

Ehrungen

Sportliche Erfolge Daniela Thiele und Joona Maxe (beide Leichtathletik); Handball-Mini-Mix (Meister Staffel B); Volleyball-Damen (Meister Bezirksklasse); Tischtennis: TTSG mit dem RSV Landkirchen (Meister 1. Bezirksklasse) und SV Fehmarn (Meister 2. Kreisklasse). 

Langjährige Treue zum SV Fehmarn 15 Jahre: Anneke Hegerfeld, Sabine Hönemann, Madita Kühlsen, Mara Marie Mackeprang, Ayenne Meislahn, Jolanda Schmidt, Jule Sophie Spohr, Inke Wessel, Tyge Elia Beneken, Tjark Bolley, Henning Bruhn, Stefan Hönemann, Jan Landschof, Tizian-Julius Meislahn, Peter Schmidt, Tim Luca Spohr, Lasse-Mika Strohbehn, Kurt Suchard. 

25 Jahre: Yvonne Hopp, Anja Kenzler, Angelika Lüdtke, Michael Ickes, Thomas Rühmann, Uwe Wulf. 40 Jahre: Sibille Barnasch, Annemarie Ehmann, Jutta Kaalberg, Ute Maas, Uwe Kempe, Claus Rahmberg, Horst Woschkeit.

45 Jahre: Reinhardt Burmeister, Oliver Duhnke 

50 Jahre: Hiltrud Dührkop, Margrit Eckhardt, Heinz Franke 

60 Jahre: Ilse Sievert, Klaus Koehn, Harald Nilsson, Fehmarnsches Tageblatt

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