14. Auflage des Fehmarn-Cups war die heißeste der Turniergeschichte

Schwitzen für den Titel

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Die E II-Junioren der JSG Fehmarn freuten sich über ihren elften Platz, den sie sich Sonntagmorgen im Entscheidungsschießen gegen Pilisi LK gesichert hatten.

Fehmarn -ra- Die Sonneninsel hat ein Wochenende lang ganz im Zeichen des Jugendfußballs gestanden. Mehr als 800 Sportler aus Deutschland, Ungarn und Dänemark hatten den Weg über die Brücke oder den Belt gefunden, um bei der 14. Auflage des Fehmarn-Cups teilzunehmen. In vier Altersklassen wurde der begehrte Titel in teilweise hart umkämpften Spielen vergeben. „Wir sind einmal mehr sehr zufrieden. Es war der wohl heißeste Fehmarn-Cup, den wir je hatten. Das hat ein wenig dazu geführt, dass die Besucherresonanz nicht ganz so groß war wie in den Vorjahren“, resümierte Organisator Ralf „Hänschen“ Albers.

Dennoch waren die Verantwortlichen mit der Austragung des 55 Mannschaften umfassenden Turniers zufrieden. „Allen Teams hat es großen Spaß gemacht, das Feedback war wieder einmal gut“, so Albers. Nahezu alle Vereine nutzten ihre Freizeit bei Temperaturen um die 30 Grad für einen Strandbesuch und kühlten sich in der Ostsee ab.

Dass das Organisationsteam des Fehmarn-Cups improvisieren kann, stellte es am Wochenende unter Beweis. Turnier-Organisator Heinz-Jürgen Fendt konnte aufgrund einer Erkrankung nicht mitwirken. Als Moderator sprang kurzfristig Sebastian Wagener, Vorsitzender der JSG Fehmarn, ein und führte unterhaltsam durch das Programm.

Und natürlich geht so eine Großveranstaltung nicht ohne viele helfende Hände. Rund 100 Freiwillige sorgten für einen reibungslosen Ablauf in Burg, Landkirchen und Dänschendorf. „Ein großes Lob für die Unterstützung, ohne die vielen Helfer wäre der Fehmarn-Cup nicht realisierbar“, sagte „Hänschen“ Albers. Insgesamt waren 21 Schiedsrichter im Einsatz, die fast alle ihre Gage gespendet haben. Darunter mit Peter Gradert und Stefan Bohnsack zwei Schiedsrichter, die bislang bei jeder der 14 Fehmarn-Cup-Turniere dabei waren. „Diesen Termin halte ich mir immer frei“, sagte Bohnsack, der aus Jever anreist.

Apropos Anreise: Den weitesten Rückweg hatten gestern Nachmittag die Teams aus Ungarn vor sich. Eine 16-stündige Busfahrt stand ihnen bevor.

Die Fehmaraner Teams waren allesamt schon ausgeschieden, als die Halbfinalspiele angepfiffen wurden. Im Viertelfinale war jeweils Endstation für die Gastgeber.

Einen Achtungserfolg verbuchten die E 1-Junioren der JSG, die gegen den späteren Turniersieger TSV Sasel „nur“ 1:6 verloren. Sasel gehört bei den E-Junioren zu den besten Teams Hamburgs, verlor erst vergangene Woche das Hamburger Pokalfinale gegen den FC St. Pauli. „Wir spielen leistungsorientierten Fußball. Der eine oder andere unserer Kicker ist bereits bei den großen Hamburger Vereinen auf dem Zettel“, sagte Trainer Olaf Schröder. Im Finale ließ der TSV Sasel dem TSV Bargteheide beim 9:1 nicht den Hauch einer Chance. Während die zweite Mannschaft der heimischen JSG den elften Platz holte, landete die dritte Mannschaft auf Platz 13.

Bei den D-Junioren siegte Iváncsa SE aus Ungarn. SV Steinhorst-Labenz war der Gegner in einem hart umkämpften Endspiel, das durch einen Kunstschuss kurz vor Schluss entschieden wurde. Die Gäste aus Ungarn brachten das Ergebnis im Anschluss über die Zeit. Die JSG Fehmarn hatte im Viertelfinale gegen den SV Steinhorst-Labenz mit 0:1 den Kürzeren gezogen.

Bei den C-Junioren holte Eintracht Groß Grönau den Cup gegen den TSV Sasel. Mit Paul Börke war auch ein ehemaliger Spieler der JSG in den Reihen des Turniersiegers. Die Grönauer waren in einem Finale, das ohne große Höhepunkte blieb, das bessere Team und gewannen verdient mit 1:0. Die Fehmaraner mussten sich im Viertelfinale der OSW Kassel-Waldau mit 3:1 geschlagen geben.

Bei den B-Juniorinnen sicherten sich die Gäste aus Ungarn den Cup. Szolnok Fanatic SE schlug den TSV Luthe 2:0.

Insgesamt 122 Spiele wurden beim diesjährigen Fehmarn-Cup angepfiffen, vier Rote Karten mussten verteilt werden. „Einigen Spielern und Betreuern ist die Hitze zu Kopf gestiegen. Es gab einige Entgleisungen, der Großteil der Spiele ist aber vollkommen friedlich verlaufen“, erklärte Schiedsrichter Rainer „Bonzo“ Kempe.

Wie Turnierorganisator „Hänschen“ Albers sagte, werde der Fehmarn-Cup auch 2020 ausgetragen werden – dann zum 15. Mal. Schon jetzt hätten sich einige Teams gerne wieder angemeldet, doch das sei erst wieder ab November möglich. „Ab jetzt ist erst mal einige Monate Fehmarn-Cup-Pause.“

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