Statt „Fairplay“ ins Krankenhaus

Seenotretter bringen erkrankten Seemann an Land

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Mit dem DGzRS-Seenotrettungsboot "Emil Zimmermann" gingen die freiwilligen Seenotretter der Station Puttgarden beim Bergungsschlepper "Fairplay-25" längsseits.

Fehmarn – nic – Ein akut erkranktes Besatzungsmitglied des Bergungsschleppers „Fairplay-25“ benötigte am Sonnabend umgehend medizinische Hilfe.

„Wir saßen gerade im Stationsgebäude bei unserer Weihnachtsfeier zusammen, die seit einigen Jahren im ruhigeren Januar stattfindet, als uns die Seenotleitung Bremen gegen 21.30 Uhr alarmierte“, berichtet der freiwillige Vormann Arne Fröse.

Sofort besetzten vier freiwillige Seenotretter, darunter ein Seenotarzt und ein ausgebildeter Rettungsassistent, die „Emil Zimmermann“, schmissen bereits wenige Minuten nach der Alarmierung die Leinen los und nahmen Kurs auf den Bergungsschlepper, der sich etwa rund zwei Seemeilen (vier Kilometer) östlich von Puttgarden befand. Der Bergungsschlepper lief dem ausgelaufenen Seenotrettungsboot bereits entgegen. Kurz vor der Einfahrt zum Hafen Puttgarden trafen die beiden Fahrzeuge aufeinander.

Die „Emil Zimmermann“ ging bei der rund 35 Meter langen „Fairplay-25“ mit Hei- mathafen Hamburg längs-seits; bei etwa einem halben Meter Seegang und südöstlichem Wind der Stärke 3, was bis zu 19 Stundenkilometer entspricht.

Der freiwillige Seenotarzt und der Rettungsassistent stiegen auf den Schlepper über und versorgten den Patienten medizinisch. Anschließend übernahmen die Seenotretter den stabilisierten Seemann und brachten ihn an Land. Dort übergaben sie den Erkrankten an den Landrettungsdienst, der ihn mit einem Rettungswagen ins nächstgelegene Krankenhaus brachte.

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