Seenotrettungskreuzer „Arwed Emminghaus“ wird in Burgstaaken ausgestellt

Ein Seenotrettungsmuseum für die Insel Fehmarn

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Die „Arwed Emminghaus“ ist von Lars Carstensen ersteigert worden, um mit dem Rettungskreuzer in Burgstaaken ein Seenotrettungsmuseum zu errichten.

FEHMARN - Fehmarn bekommt am Standort Burgstaaken ein Seenotrettungsmuseum. Diese frohe Botschaft verkündete Lars Carstensen in der Sitzung des Tourismusausschusses. Gemeinsam mit seinem Bruder Björn und dem Heiligenhafener Oliver Leu hat er den außer Dienst gestellten und zuletzt in Rostock liegenden Seenotrettungskreuzer „Arwed Emminghaus“ erworben, der bereits am 19. Oktober nach Burgstaaken überführt werden soll.

Man könnte fast sagen: Die „Arwed Emminghaus“ kommt nach Hause, denn der 1965 erbaute Rettungskreuzer war ab 1985 in der Ostsee in den Gewässern südlich von Fehmarn im Einsatz und viele Jahre in Grömitz stationiert. Zuletzt war sie sogar für den isländischen Rettungsdienst ICESAR in den stürmischen Gewässern des Nordatlantiks im Einsatz.

„Arwed Emminghaus“ voll funktionstüchtig

Die „Arwed Emminghaus“ und das Tochterboot „Alte Liebe“ sind nach Angaben von Lars Carstensen noch voll funktionstüchtig. Es sei das letzte frei verfügbare Schiff seiner Generation, so Carstensen, der sich freut, den Seenotrettungskreuzer „für Fehmarn ersteigert“ zu haben. Carstensen ist überzeugt, eine einzigartige Attraktion an Land gezogen zu haben. Der 78-Tonnen-Koloss soll – wie die „John T. Essberger“ im Technikmuseum in Speyer – auch an Land stehen, denn läge er im Wasser, seien die jährlichen Unterhaltungskosten zu hoch, so Carstensen. Auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat bereits ihre Unterstützung signalisiert und will das noch in den Anfängen steckende Seenotrettungsmuseum Fehmarn GmbH mit weiteren Exponaten unterstützen. Da noch kein geeignetes Grundstück zur Verfügung steht, soll der Seenotrettungskreuzer über Winter erst einmal in Burgstaaken im Wasser liegen.

Bis zum Frühjahr möchten die Verantwortlichen die Schaffung der nötigen Infrastruktur sichergestellt haben. Man habe bereits Kontakt mit dem Bauamt und dem Bauausschussvorsitzenden aufgenommen, so Carstensen gegenüber der Heimatzeitung.

Eröffnung zur Saison 2014

Zur neuen Saison soll der Museumsbetrieb dann schon laufen, um Fehmaraner und Gästen eine neue Attraktion bieten zu können. „Das gibt es weit und breit nicht“, freut Carstensen sich schon jetzt auf die Eröffnung des Seenotrettungsmuseums Fehmarn. · hö

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