Kreistag beschließt: Feuerwehrtechnische Zentrale des Kreises wird erneuert

In die Sicherheit investiert

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Die Feuerwehrtechnische Zentrale in Lensahn wird erweitert und modernisiert.

Eutin – Der Kreistag hat am Dienstagnachmittag einstimmig in die Sicherheit der Bürger Ostholsteins investiert. Für die Erweiterung und Modernisierung der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Lensahn werden 4,5 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt zur Verfügung gestellt. „Wer sich für die Sicherheit anderer ehrenamtlich einsetzt, der verdient es, bestmöglich ausgebildet zu werden“, sagte Petra Kirner (CDU).

Während einer Besichtigung vor Ort hätten sich die Fraktionen ein Bild gemacht und seien schnell zu der Erkenntnis gelangt, dass die so wichtige Feuerwehrtechnische Zentrale, in der Kameraden aus 128 Feuerwehren im gesamten Kreisgebiet geschult werden, nicht mehr zeitgemäß sei, so die einstimmige Meinung aller Kreistagsabgeordneten. „Als wir die finanzielle Dimension gehört haben, waren wir zunächst etwas erschrocken. Dennoch ist das Projekt sehr wichtig – und zwar für jeden einzelnen Ostholsteiner“, erklärte die Grünen-Sprecherin Monika Obieray. Rund 2,5 Millionen Euro kommen im zweiten Bauabschnitt noch hinzu, um das Bestandsgebäude zu sanieren.

Verschuldung um die Hälfte reduziert

Ebenfalls einstimmig ist gestern Nachmittag der Haushalt des Kreises für 2020 verabschiedet worden. Erträgen von 300 Millionen Euro steht ein Überschuss in Höhe von 1,1 Millionen Euro gegenüber. „Der Kreis beabsichtigt, für Investitionen keine Kredite aufzunehmen. Hier steht die Null“, sagte Landrat Reinhard Sager (CDU). Der größte Posten bei den Ausgaben bildet der Bereich Soziales, Jugend, Bildung und Sport, für den im kommenden Jahr 85 Millionen Euro aufgewendet werden müssen. 2014 waren es nur 66 Millionen Euro gewesen. „Inklusion, Brandschutz und Digitalisierung sind die Hauptgründe“, so Sager. Gut sieht es bei der Verschuldung aus, die 2020 auf 35,8 Millionen Euro sinken wird. Zum Vergleich: 2009 betrug die Verschuldung des Kreises noch 72,5 Millionen Euro. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagte Landrat Sager.

Grund genug für den Kreistag, um den Städten und Gemeinden, die den Kreis in schweren Zeiten unterstützen mussten, etwas zurückzugeben. Die Senkung der Kreisumlage um 1,5 Prozentpunkte wurde beschlossen.

Darüber hinaus wird ein Strukturfonds über eine Million Euro eingerichtet, auf den Städte und Gemeinden zugreifen können, die nur über eine unterdurchschnittliche Steuer- und Finanzkraft verfügen.

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