Dr. Jessen und Keller überzeugt, dass Forderungen des Dialogforums bei den Parteien in Kiel angekommen sind

„Sie wissen, was auf sie zukommt“

FEHMARN -hö- Vor fünf Wochen hatten Dr. Christoph Jessen, Sprecher des Dialogforums Feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ), und Thomas Keller für den Projektbeirat den Forderungskatalog des Dialogforums zu einer verträglicheren Schienenanbindung der FFBQ der Landesregierung übergeben.

Jetzt liegen ihnen auch die schriftlichen Stellungnahmen von fünf der im Landtag vertretenen Parteien vor. Aus Sicht von Jessen und Keller ein Erfolg, schwarz auf weiß etwas vorliegen zu haben. „Es ist ganz wichtig, dass die Parteien sich damit befassen. Sie wissen nun, was auf sie zukommt und dass sie etwas tun müssen“, können nach Auffassung von Dr. Jessen die an den Runden Tischen und im Projektbeirat erarbeiteten acht Kernforderungen nicht mehr unberücksichtigt gelassen werden.

Zu den Forderungen gehören beispielsweise ein umfassender aktiver Lärmschutz an der Trasse, der Vorrang für Trog- und Tunnellösungen, die Beseitigung höhengleicher Bahnübergänge und die Kostenbefreiung der Kommunen oder auch während der Baumaßnahme eine optimale Abstimmung zwischen Bahn, Schiene und Straße.

„Ich hätte mir einige Antworten konkreter gewünscht“, gesteht Thomas Keller in einer ersten Reaktion. Da man sich aber in einem Prozess befinde, sehe er die Anliegen des Dialogforums auf einem guten Weg. Ein gelungener Auftakt, dem weitere Schritte folgen sollen. Ganz gleich, wie eine nächste Landesregierung sich zusammensetzen wird, hält es Dr. Jessen nun für geboten, dass das Dialogforum mit seinen Forderungen in zukünftigen Koalitionsgesprächen Eingang finden muss. Die Aktion vor der Landtagswahl war aber nur der Anfang. Auch vor der Bundestagswahl werde man auf die im Bundestag vertretenen Parteien zugehen, berichtet Keller, der sich diesbezüglich vor allem beim Lärmschutz für die Region Zusicherungen erhofft, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen.

Aus den einzelnen Antworten der Parteien wird ersichtlich, dass das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung als eine anerkannte und zusätzliche Form der Bürgerbeteiligung wahrgenommen wird. „Wir sind auf einem guten Weg“, ist Keller guten Mutes, dass den aufgestellten Forderungen weitgehend nachgekommen wird. Er wisse aber auch, dass man dafür weiter kämpfen müsse.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.