SPD stärkste Kraft mit sieben Sitzen

Sieben Stimmen mehr sind der Sieg

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Marianne Unger beglückwünscht Gunnar Gerth-Hansen, der für die SPD in Burgstaaken das Direktmandat holte und als „Neuling“ in die Stadtvertretung kommt.

FEHMARN -hö- Die SPD ist mit 28,0 Prozent der Stimmen die große Gewinnerin des Wahlabends (6. Mai). In der neuen Stadtvertretung stellt sie mit sieben Sitzen (plus 2) die stärkste Fraktion. Auch die CDU (27,8 Prozent) hatte sich zum Ziel gesetzt, stärkste Kraft zu werden, sie verfehlte diese Zielsetzung nur um sieben Stimmen denkbar knapp. Es reichte deshalb lediglich zu sechs Sitzen.

Federn lassen mussten die Freien Wähler (FWV), die lediglich auf 15,5 Prozent kamen und nur noch vier Mandate holten. Drei Sitze bekam die WUW, die 12,9 Prozent ergatterte, die Grünen mit 10,2 Prozent sind wieder mit zwei Sitzen in der Stadtvertretung dabei. Als sechste Kraft ist die FDP, die 5,4 Prozent holte, mit Einzelkämpfer Peter Meyer vertreten.

Der Jubel brandete am Sonntag oft auf im Sitzungssaal, wo die Stadt Fehmarn unter der Moderation von Bürgermeister Jörg Weber die Wahlergebnisse präsentierte. So sicherte sich die SPD fünf Direktmandate: Marianne Unger, Brigitte Brill, Heinz Jürgen Fendt, Bernd Remling und Gunnar-Gerth-Hansen. Über die Liste zogen Spitzenkandidat Andreas Herkommer sowie Britta Freiberg in die Stadtvertretung ein. „Das Wahlergebnis ist eine Verpflichtung, der wir nachkommen wollen“, strahlte SPD-Fraktionschef Heinz Jürgen Fendt.

Meyer und Struck nicht mehr in Stadtvertretung

Etwas eingefroren war hingegen das Lächeln bei Werner Ehlers (CDU), der für seine Partei mit 165 Stimmen das beste Wahlergebnis und ein Direktmandat in Puttgarden holte. Man müsse das Wahlergebnis akzeptieren, „wir sind aber enttäuscht“, so Ehlers, der als Fraktionschef in Zukunft mit einer recht neuen Mannschaft die Politik der Christdemokraten fortsetzen muss. So sind neben ihm nur noch Margit Maaß und Hinnerk Haltermann als Etablierte dabei, neu hingegen in der Stadtvertretung sind Marret Muhl, Aileen Ehler und Christian Muus, die allesamt in ihrem Wahlkreis ein Direktmandat holten. Leidtragende sind die bisherigen Stadtvertreter Josef Meyer und Gitte Struck, die nicht mehr über die Liste nachrücken konnten. Ebenfalls den Einzug in die Stadtvertretung verpasst hat Ortsverbandsvorsitzender Raphael Ackermann auf Listenplatz vier. Sein Fazit: „Ziel war es, sieben Sitze zu bekommen, es reichte nur zu sechs. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis der Kommunalwahl auf Fehmarn eher unzufrieden.“ Positiv sei hingegen das Abschneiden auf Kreisebene, die CDU bleibe stärkste Fraktion.

Recht zufrieden zeigten sich die Grünen mit ihrem Ergebnis. Falko Siering freute sich sehr über einen Zuwachs der Stimmen von 7,3 auf 10,2 Prozent. Weniger glücklich war er darüber, dass es erneut nur zu zwei Sitzen reichte, gerne hätten die Grünen ein drittes Mandat wahrgenommen. Das wäre dann an ihn gegangen. „In fünf Jahren ist ja wieder eine Wahl“, nahm er es sportlich.

Andreas Hansen, Spitzenkandidat der Freien Wähler, atmete nach Bekanntgabe der Ergebnisse leicht durch, doch ganz zufrieden war er nicht, es hätte aber auch noch schlimmer kommen können. „Wir sind drittstärkste Kraft, das war unser Wahlziel“, so Hansen gegenüber dem FT. Allerdings gab es reichlich Verluste (– 8,0 Prozent), die nur noch zu vier Sitzen reichten, zwei weniger als zuletzt.

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