Das Straßenschild Gorch-Fock-Straße und das Grundstück sind zu sehen
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Hier soll es passieren: Auf dem Grundstück der Stadt will die Politik innovativen, zukunftsfähigen, nachhaltigen und sozialverträglichen Wohnungsbau realisieren lassen.

Wohnraum auf städtischem Grundstück realisieren

Bezahlbarer Wohnraum: SPD Fehmarn will ein Quartier der Vielfalt

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Ein 4,2 Hektar großes Grundstück gehört der Stadt Fehmarn an der Gorch-Fock-Straße. Dort soll möglichst schnell bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Erste Ideen zur Umsetzung werden momentan gsammelt.

  • Ideensammlung der Fraktionen für Grundstück an der Gorch-Fock-Straße.
  • Befassung im Bau- und Umweltausschuss der Stadt Fehmarn im März geplant.
  • Breites Angebot an bezahlbarem Wohnraum schaffen.

Fehmarn – Bezahlbarer Wohnraum wird auf Fehmarn dringend benötigt. Eine Wohnraumbedarfsanalyse hat dies im letzten Jahr schwarz auf weiß belegt. Wird über das Thema diskutiert, ist schnell die Gorch-Fock-Straße in aller Munde. 4,2 Hektar gehören der Stadt nördlich der Straße, eingegrenzt von Pamirweg und Niendorfer Weg.

Zurzeit sammelt die Verwaltung Vorschläge aus den Fraktionen, was auf der Fläche realisiert werden könnte. Man befinde sich auf der Zielgeraden des Meinungsbildungsprozesses in der Politik, sagte gestern Benjamin May, Fachbereichsleiter Bauen und Häfen bei der Stadt Fehmarn. Das Thema soll bereits im März in die Ausschussberatung, um das Ziel, auf dem Grundstück bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, möglichst schnell umzusetzen, so May.

Es darf kein Ghetto werden.

SPD-Fraktionsvorsitzender Heinz Jürgen Fendt

Die SPD-Fraktion hat ihre Ideensammlung bereits eingereicht und dem FT einen kleinen Einblick gewährt. Im Kern sollen Bürger mit unterschiedlichen Einkommen, Herkünften, Alters- und Lebenssituationen ein Wohnangebot finden. „Es darf kein Ghetto werden, sondern muss viele Bevölkerungsgruppen ansprechen, damit ein vielfältiges, soziales Miteinader entstehen kann“, schwebt dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Heinz Jürgen Fendt vor. Er sagt gegenüber dem FT: „Die Menschen sollen dort gerne wohnen.“

Bezahlbar, architektonisch vielfältig und vor allem Erbpacht

Um dies umzusetzen, sollen nicht nur verschiedene Bebauungsformen und Wohnformen Einzug finden, die eine Sprache der architektonischen Vielfalt sprechen, sondern auch ein breites Angebot an bezahlbarem Wohnraum geschaffen werden – vom sozialen Wohnungsbau (bis sechs Euro/m2), über bezahlbaren Wohnraum (bis circa acht Euro) bis zum freien Wohnungsbau (Eigentum und Miete) mit langen Nutzungsbindungszeiten (mindestens 25 Jahre) – auch um einer Veräußerung oder Umnutzung in Ferienwohnungen entgegenzutreten. Ein wichtiger Baustein sei auch Erbpacht, so Fendt. Ein möglichst großer Teil des Grundstückes soll in den Händen der Stadt verbleiben, wenn es nach den Sozialdemokraten geht. Nicht zuletzt Baugemeinschaften bei Einfamilienhäusern könne man sich vorstellen. „Familien können sich zusammentun und mit einem Bauunternehmen arbeiten“, so Fendt.

Nachhaltig muss es sein

Auch nachhaltig soll es im neuen Quartier zugehen, schweben den Sozialdemokraten doch die Versorgung mit regenerativen Energieformen, die Installation von Technik, die geringe Energieverbräuche ermöglichen, ein Regenwassermanagement und eine intelligente Müllentsorgung vor.

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