Holzröhre wird über den bereits errichteten Aufzugsschacht gestülpt
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Die aus Holz gefertigte Röhre wird über den bereits errichteten Aufzugsschacht gestülpt.

Mehrstündige Aktion in Burgtiefe

Spektakuläre Aktion in Burgtiefe: Kräne hieven Holzröhre über Aufzugsschacht des neuen Aussichtsturmes

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Bisher war noch nicht viel vom neuen Aussichtsturm an der nordwestlichen Spitze des Burger Binnensees zu sehen. Heute wurde es schon mal spektakulär: Eine Holzröhre musste auf einen Schacht passen.

  • Ausmaße des 16 Meter hohen Aussichtsturmes in Burgtiefe auf Fehmarn werden erstmals sichtbar.
  • Maßarbeit war gefragt: Zwei Schwerlastkräne stülpten die aus Holz gefertigte Röhre über den bereits errichteten Aufzugsschacht.
  • Im Juli soll der Turm eröffnen: kosten- und barrierefrei.

Das neue Bauprojekt des Tourismus-Service Fehmarn schreitet voran: Mit dem Innengerüst, das der neue Aussichtsturm an der Jachthafenpromenade mithilfe einer spektakulären Kranung erhalten hat, lassen sich die Ausmaße des Turmes langsam erahnen. Über mehrere Stunden haben zwei Schwerlastkräne die aus Holz gefertigte Röhre über den bereits errichteten Aufzugsschacht gestülpt. Im Juli soll das neue, über eine Million Euro teure Vorhaben fertiggestellt sein.

Wir freuen uns, dass es mit dem Bauprozess so gut vorangeht und wir die Fortschritte fast täglich mitverfolgen können.

Tourismusdirektor Oliver Behncke

„Wir freuen uns, dass es mit dem Bauprozess so gut vorangeht und wir die Fortschritte fast täglich mitverfolgen können. Unser Ziel ist es, dass schon in wenigen Wochen die ersten Gäste den einmaligen Blick vom neuen Turm aus genießen können“, so Tourismusdirektor Oliver Behncke, der sich die Aktion vor Ort persönlich anschaute.

Nur fünf Zentimeter Spielraum: Bei dem mehrstündigen Prozess war Maßarbeit gefragt.

Bei der Kranung wurde die schmale Promenade am Donnerstag zu einem echten Schauplatz: Bei dem mehrstündigen Prozess war Maßarbeit gefragt, da die Bauarbeiter das 16 Meter lange Holzelement mit gerade einmal fünf Zentimeter Spielraum punktgenau über das bereits errichtete Metallgerüst des Aufzugsschachts bugsieren mussten. Die nötige Elektronik für den Aufzug wurde bereits vorab eingebaut und verlegt, als die Röhre, die die Innenwand des Aussichtsturms darstellt, noch waagerecht lag.

Nächster Schritt: Turm erhält Wendeltreppe zur Aussichtsplattform

Das acht Tonnen schwere Element wurde von der Fachfirma Holzbau Amann aus Weilheim im Schwarzwald gefertigt und als Schwerlasttransport nach Fehmarn gefahren. Während der nächsten Bauprozesse erhält der Turm eine Wendeltreppe, über die die Gäste auf die Aussichtsplattform gelangen. Abschließend verkleiden Holzschindeln aus sibirischer Lärche die Fassade des Turms.

Berliner Architekturbüro wird von ansässigem Architekten unterstützt

Ideengeber des Turms, der nach Fertigstellung das Highlight der neu gestalteten Jachthafenpromenade in Burgtiefe darstellen soll, ist das Architekturbüro Sophie & Hans aus Berlin, das 2017 den Ideenwettbewerb gewann. Vor Ort unterstützt sie der ansässige Architekt Volker Binding.

Ab Juli für Besucher geöffnet

Im Juli soll das knapp über eine Million Euro teure Bauwerk für jedermann barrierefrei und kostenfrei zugänglich sein. Finanziert wird der Turm zu 70 Prozent mit Fördergeldern. Anschließend werden noch vier Schutzpavillons an den bereits bestehenden Grillplätzen errichtet.

Behncke: Hochbauten an der Promenade sind Alleinstellungsmerkmal

„Diese Hochbaumaßnahmen bilden das i-Tüpfelchen der Gesamtmaßnahme des Um- und Neubaus der Binnensee- und Jachthafenpromenade. Mit diesen Bauten bilden wir gegenüber anderen Marinas ein absolutes Alleinstellungsmerkmal“, so Behncke.

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