Speedboot-Ausfahrten und ein Riesenrad sollen das maritime Event noch attraktiver machen

Spektakuläre Ideen fürs Hafenfest

Der Vorstand des Gewerbevereins Hafen Burgstaaken (v.l.): Schriftführer Jürgen Kölln, 2. Vorsitzende Angelika Lüdtke, 1. Vorsitzender Jörn Paustian und Kassenwartin Marita Berwanger.

Von Peter LöbenbrückBURGSTAAKEN • Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Aber die Ideen kamen gut an bei den Mitgliedern des Gewerbevereins Hafen Burgstaaken: Speedboot-Ausfahrten für die Gäste und ein Riesenrad sollen das Hafenfest 2007 (6. bis 8. Juli) bereichern. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

Jörn Paustian, 1. Vorsitzender des Gewerbevereins, der am Donnerstag durch die Jahreshauptversammlung moderierte, steht zurzeit in Kontakt mit dem Betreiber des Riesenrades. Dieser wird in den nächsten Tagen die Örtlichkeit in Burgstaaken begutachten. Denn mit einem Durchmesser von 50 Metern braucht die Attraktion eine Menge Platz. Der ehemalige Busparkplatz schwebt dem Vorstand als Aufstellungsort vor. „Das wäre wirklich ein echter Hingucker. Die Gäste könnten den ganzen Hafen überblicken“, schwärmte Paustian.

Schneller, lauter und wohl noch spektakulärer wären die Speedboot-Ausfahrten. Speedboote sind mit bis zu 1000 PS motorisierte Hightech-Flitzer, die man als „Formel 1 der Wasservehikel“ bezeichnen könnte. Angedacht ist eine abgesteckte Route, die durch den Hafen und ein Stückchen hinaus führt. Gäste könnten so nach ihrem Fischbrötchen den ultimativen Geschwindigkeitsrausch erleben – oder lieber vorher. Ob die Idee realisiert werden kann, hängt noch davon ab, ob sich genug Sponsoren finden, die dann in Form von Aufklebern auf dem Boot zur Geltung kommen würden.

Kunsthandwerk auf dem Hafenfest?

Weiter ist angedacht, Kunsthandwerker auf dem Hafenfest vor den Augen der Besucher werkeln zu lassen. Diese Idee wird allerdings etwas skeptisch beurteilt. Die etablierten Standbetreiber einerseits und die Kunsthandwerker andererseits könnten zu unterschiedliches Klientel locken, filigrane Handarbeit passe vielleicht nicht ins maritime Bild, ist die Sorge. „Da muss man abwarten, was die Händler dazu sagen“, so Paustian.

Die Vorbereitungen laufen also auf Hochtouren. Einige Bands und Gruppen sind schon engagiert. Die Bühne wird in diesem Jahr übrigens wieder bei der Bunkerstation aufgebaut. Selbstverständlich wird es auch eine Kutterregatta geben.

In seinem Jahresbericht übte Paustian Kritik an den Mitgliedern des Gewerbevereins. Es geht dabei um die so genannten „Hafenprospekte“, die ja bekanntlich die „Hafen-Rallye“ bewerben. Viel zu wenige seien unters Volk gebracht worden, einige Mitglie- der hätten die Flyer gar nicht erst ausgelegt, beschwerte sich der 1. Vorsitzende: „Dann können wir das mit der Rallye gleich ganz vergessen.“ Davon wollten die Mitglieder aber nichts hören, und nach einiger Diskussion gelobte man Besserung.

Ansonsten aber „alles roger“ im Gewerbeverein. Zufrieden zeigte sich Paustian mit den Fischmärkten, die in diesem Jahr übrigens am 13. Mai, 10. Juni und 9. September stattfinden. „Die Händler kommen einfach gerne wegen der entspannten und freundlichen Atmosphäre. Unsere Märkte unterscheiden sich in Ablauf und Organisation einfach deutlich von anderen. Beim Fischmarkt im Mai 2006 war jeder Standplatz vergeben, das hatten wir noch nie“, so Paustian.

Zweite Info-Tafel am Hafen

Gut bei den Gästen und „sogar den Fischern“ sei die neue „Info-Tafel Fischerei“ angekommen, so der Vorsitzende. Noch in diesem Jahr soll in Zusammenarbeit mit dem Wasservogelreservat Wallnau eine zweite Schautafel über Vögel im Burger Binnensee aufgestellt werden.

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