Sportler des Jahres 2017: Sven Gero Hünicke, Nick Schmahl und B-Jugend-Handballerinnen des SV Fehmarn

Sportgala – Event für Jung und Alt

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Andalousi Elakel begeisterte das Publikum mit einer künstlerisch ausgefeilten Handstandakrobatiknummer.

FEHMARN -hö- Fehmarns Sportler des Jahres sind gekürt, die 22. Heiko-Witt-Sortgala ist heute schon wieder ein Stück Geschichte. Am Sonnabend sorgte die rund zweistündige Familienshow für Jung und Alt für kurzweilige und abwechslungsreiche Unterhaltung. Die vom Fehmarnschen Tageblatt und der Stadt Fehmarn ausgerichtete Veranstaltung hatte wieder einmal mehrere Hundert Besucher in die Großsporthalle der Inselschule gelockt.

Fehmarns Sportler des Jahres bei den Erwachsenen wurde Sven Gero Hünicke vom Fehmarnschen Ringreiterverein. Er wiederholte damit seinen Erfolg aus dem Vorjahr und konnte – anders als 2017 – seine Ehrung auch persönlich entgegennehmen, da er keinen Wettkampf hatte. Größte Erfolge Hünickes im letzten Jahr waren der Gewinn der Bronzemedaille bei den deutschen Meisterschaften im Springreiten in der Altersklasse der Jungen Reiter sowie die Verleihung des Goldenen Reitabzeichens.

Genau entgegengesetzt lief es bei den Jugendlichen, wo der Todendorfer Leichtathlet Nick Schmahl zum dritten Mal in Folge ganz nach oben aufs Treppchen kam. Er war aber nicht vor Ort, denn er nahm am Sonnabend an den U18-Landesmeisterschaften in Hamburg teil, sodass der stolze Opa Peter Krause Pokal, Urkunde und das Geldpräsent in Empfang nehmen durfte. Kurz zuvor war Moderator Heinz Jürgen Fendt per SMS über den nächsten Erfolg Schmahls benachrichtigt worden. Mit persönlicher Bestleistung von 7,20 m hatte er sich den Titel gesichert. Mit dieser Weite ist er aktuell die deutsche Nummer eins bei der Jugend U18. Da fiel der Applaus der Besucher noch ein wenig kräftiger aus, als Heinz Jürgen Fendt brandaktuell den neuerlichen Erfolg des Todendorfers verkündete.

Kaum Platz auf dem Podest gab es wieder einmal, als die Sieger bei den Mannschaften verkündet wurden. Und ein weiteres Mal setzten sich die Handballer durch. Hatten sich im letzten Jahr die Handballerinnen der weiblichen A-Jugend die Goldmedaille abgeholt, waren es jetzt die Jugendlichen der weiblichen B-Jugend, die die Meisterschaft in der Regionsklasse A und somit den Titel feiern konnten.

Abgestimmt hatten eine Fachjury aus Vertretern der Vereine sowie die Leser des Fehmarnschen Tagebeblattes. Bei den FT-Lesern war die Beteiligung in diesem Jahr mit 478 Teilnehmern, die 444 gültige Stimmen abgaben, sehr hoch. Auch ein Beleg dafür, dass sich die Heiko-Witt-Sportgala auch im 22. Jahr ihres Bestehens ungebrochener Beliebtheit erfreut.

Ebenfalls aufs Treppchen schafften es bei der Sportgala in der Kategorie der Erwachsenen auf Platz zwei Thomas Rau (RSV Landkirchen), der unter anderem deutscher Meister im Einzel und Doppel bei den Behindertensportlern wurde. Platz drei ging an Kai Rüder (Fehmarnscher Ringreiterverein), zu dessen größten Erfolgen des vergangenen Jahres der sechste Platz bei den Europameisterschaften der Vielseitigkeitsreiter zählt.

Bei den Nachwuchssportlern platzierte sich mit Moritz Haye (JFV Eutin/Malente) ein Jugendfußballer auf Rang zwei, der ausgesprochen erfolgreich in der Oberliga Schleswig-Holstein Fußball spielt. Bronze ging an Nachwuchsgolfer Fabius Wenzlawek (Golf Club Fehmarn), aufgrund seiner Erfolge bereits in den Spitzenkader „Hanseatic Eagles“ berufen.

Hinter den Handballerinnen platzierten sich zwei Fußballteams auf dem Podest. Zweite wurden die B-Junioren der SG JSG Fehmarn/SV Großenbrode, die den Kreismeistertitel geholt hatten, Rang drei ging an die Herren der SG Insel Fehmarn, die den Sprung in die Verbandsliga Ost schafften.

Mit Bernd Friedrichs (Reederei Scandlines) und Karsten Wittorf (Sparkasse Holstein) hatten die Vertreter der Hauptsponsoren Schwerstarbeit zu leisten bei der Übergabe der zahlreichen Medaillen an die prämierten Sportler.

Ehrenpreis an Udo Bettermann

Große Freude bei Udo Bettermann (l.), als ihm Heinz Jürgen Fendt und Bürgervorsteherin Brigitte Brill den Jürgen-Dopatka-Ehrenpreis überreichen.

Der Jürgen-Dopatka-Ehrenpreis, der alljährlich an verdiente Personen überreicht wird, die sich über Jahre hinweg um den Sport auf Fehmarn verdient gemacht haben, ging an den 77-jährigen Udo Bettermann vom SV Fehmarn. Heinz Jürgen Fendt zeigte in einer kurzen Laudatio die Stationen Bettermanns auf: 1955 Eintritt in den SV Fehmarn, 1958 mit sieben Weggefährten Gründer der Tischtennissparte, langjährig im SVF-Vorstand tätig und Ehrenmitglied, Träger sämtlicher Ehrenzeichen des Vereins sowie übergeordneter Auszeichnungen. Mit fast 78 Jahren sei er noch sportlich aktiv in der 3. Herrenmannschaft – und immer noch gefürchtet seine Rückhand, so Fendt. „Er hat sich in hohem Maße für den Sport auf Fehmarn eingesetzt. Herausragend seine 34-jährige ehrenamtliche Tätigkeit. Dabei hat ihn besonders ausgezeichnet die Loyalität in und die Loyalität zu seinem Verein – und das seit 62 Jahren. Er hat diesen Preis verdient wie kein anderer.“

Überreicht wurde die Auszeichnung an einen gänzlich überraschten Udo Bettermann von Bürgervorsteherin Brigitte Brill, die als Vertreterin der Stadt Fehmarn, in ihrer Begrüßungsrede auf den hohen Stellenwert der Veranstaltung für alle Fehmaraner hingewiesen hatte.

Gospelgesang, Turnen, Sitztanz und Kardio-Power

Und ganz viele Fehmaraner tragen mit ihrer Teilnahme zum Erfolg der Sportgala bei. Immer wieder beleben sie mit ihren Auftritten das abwechslungsreiche Showprogramm, in das die jeweiligen Sportlerehrungen eingebettet sind. So legte der Gospelchor „fire & soul“ unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Johannes Schlage gleich mächtig los. Anschließend gab es neben einem großen Beifall nach der Darbietung immer wieder Szenenapplaus für die Kinder und Jugendlichen der Turnsparte des SV Fehmarn, die am Boden ihr in eine ansprechende Choreografie eingebundenes Können auf die Turnmatten zauberten. Große Bachtung wurde auch einer zehnköpfigen Seniorengruppe aus dem Alten- und Pflegeheim Tabea geschenkt. Mit Tanzen im Sitzen zeigten sie, was auch im hohen Alter körperlich noch möglich ist. So war der wohlverdiente Beifall aller Besucher für die beeindruckende Darbietung auch getragen von einem großen Stück Respekt und Bewunderung darüber, dass die Seniorinnen keine Mühen gescheut und Mut gefasst haben, die Sportgala mit ihrem Auftritt zu bereichern. Wie breit gefächert das Spektrum der Heiko-Witt-Sportgala alljährlich ist, präsentierte die Kapow-Gruppe des RSV Landkirchen. Zu kraftvollen Beats zeigten fünf Powerfrauen, was sich hinter Kardio-Power-Workout verbirgt.

Neben der Leichtathletiksparte des SV Fehmarn nutzte auch der Golf Club Fehmarn die Gelegenheit, sich und den Golfsport sowie die Golfschule von Professional David Stenson vorzustellen. Durch ihn wird eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit betrieben, was sich nicht nur in den Erfolgen von Fabius Wenzlawek widerspiegelt. Vielleicht zieht es den einen oder anderen Besucher der Sportgala demnächst auch auf die Anlage nach Wulfen, denn die Golfer schlugen im Rahmen der Sportgala zahlreiche Bälle, versehen mit Schnupperkursen und sonstigen Angeboten, ins Publikum.

Glück besaßen zusätzlich noch drei FT-Leser, die sich an der Sportlerwahl beteiligt hatten. Aus sämtlichen gültigen Stimmzetteln, die in eine große Lostrommel gewandert waren, fischte Glücksfee Meike Herbst drei Gewinner heraus. Der erste Preis, ein Reisegutschein im Wert von 300 Euro, ging an Carin Zäschke aus Ahrensburg. Den Restaurantgutschein im Wert von 200 Euro sicherte sich Bärbel Wenzlawek aus Berlin, während der dritte Preis, ein Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro, für Andrea Martini-Stehr aus Hamburg bestimmt war.

Handstandakrobat mit dem i-Tüpfelchen der Sportgala

Das i-Tüpfelchen einer jeden Heiko-Witt-Sportgala ist der Hauptact, der durch eine besondere künstlerisch-sportliche Darbietung der Veranstaltung die Krone aufsetzt. An Sonnabend gelang dies dem Handstandakrobaten Andalousi Elakel aus Berlin. Erst gegen Mittag angereist von einem Auftritt in Hannover, zeigte der gebürtige Bremer und jetzt in der Bundeshauptstadt lebende Varietékünstler eine beeindruckende Performance an einem Sessel. Verständlicherweise war der Applaus groß, und Andalousi durfte nicht ohne eine kleine Zugabe gehen, bevor zum großen Finale sämtliche Sportler noch einmal in die Halle einliefen und sich von ihrem Publikum verabschiedeten.

Im nächsten Jahr heißt es dann auf ein Neues, wenn das Fehmarnsche Tageblatt und die Stadt Fehmarn zur 23. Heiko-Witt-Sportgala am 19. Januar in die Großsporthalle der Inselschule einladen.

Die 22. Heiko-Witt-Sportgala in Bildern

Die 22. Heiko-Witt-Sportgala in Bildern

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