Die St.-Petri-Kirche mit einem Gerüst
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Der Dachstuhl der St.-Petri-Kirche in Landkirchen wird zurzeit saniert.

Dachstuhl marode

St.-Petri-Kirche auf Fehmarn wird saniert

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Seit Anfang November wird der Dachstuhl der St.-Petri-Kirche auf Fehmarn aufwendig saniert. Es droht eine Finanzierungslücke.

  • Gotteshaus ist rund 790 Jahre alt.
  • Kosten könnten auf 900000 Euro steigen.
  • Finanzierungslücke von 300000 Euro droht.

Fehmarn – Seit Anfang November ist die St.-Petri-Kirche eingerüstet. Saniert wird der Dachstuhl des rund 790 Jahre alten Gotteshauses.

Es ist alles marode und kaputt. Viele Eichenbalken müssen ausgetauscht werden

Pastor Bertolt Kark-Carlson

„Es ist alles marode und kaputt. Viele Eichenbalken müssen ausgetauscht werden“, erklärt Pastor Bertolt Kark-Carlson. Im Prinzip würde die Kirche momentan in alle Richtungen auseinanderdriften. Gleichzeitig werden alle Dachpfannen abgenommen und durch rote statt anthrazitfarbene ersetzt.

Nach der Sanierung des Glockenturmes vor fünf Jahren, die 450000 Euro gekostet hatte, ist der Dachstuhl eine weitere finanziell aufwendige Maßnahme für die Kirchengemeinde Landkirchen. Für das Vorhaben sei man zunächst von Kosten in Höhe von rund 700000 Euro ausgegangen, jetzt könnten es bis zu 900000 Euro werden, vermutet der Pastor.

Die Maßnahme ist voll im Zeitplan

Pastor Bertolt Kark-Carlson

Gefördert wird das Vorhaben mit 350000 Euro vom Bund, mit 140000 Euro beteiligt sich der evangelische Kirchenkreis Ostholstein. Bisher per mündlicher Zusicherung unterstützt die Hermann-Reemtsma-Stiftung aus Hamburg mit mindestens 100000 Euro. Im schlimmsten Fall klafft also eine Finanzierungslücke von bis zu 300000 Euro, was die Kirchengemeinde aufbringen müsste. Geld, das aber nicht da ist. „Wir müssen schauen, wie teuer es am Ende wirklich wird“, so Kark-Carlson, der in Gesprächen mit der Reemtsma-Stiftung sei für eine eventuell höhere Fördersumme. „Alles, was nicht absolut nötig ist, wird auch nicht saniert“, betont der Pastor. Erfreulich ist: „Die Maßnahme ist voll im Zeitplan“, so Kark-Carlson. Wenn es sehr gut laufe, könnten die Arbeiten bereits im April abgeschlossen sein, wenngleich der Pastor eher vom Beginn der Sommerferien ausgeht.

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