Zwei Mitarbeiter der Stadtwerke bauen ein neues Rückhalteventil im Hafen Burgstaaken ein.
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Durch Gummimembran-Rückschlagventile soll der Rückfluss von Ostseewasser in die Kanäle verhindert werden.

Jahresabschluss 2018 erst im März 2021

Stadtwerke Fehmarn: Gebühren bleiben stabil

  • Manuel Büchner
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Der Jahresabschluss 2018 der Stadtwerke Fehmarn kommt erst in 2021. Der Hafen Burgstaaken bekommt neue Auslaufbauwerke gegen Überschwemmungen im Hafengebiet.

  • Der Jahresabschluss der Stadtwerke Fehmarn kommt erst im März 2021 in den Ausschuss.
  • Die alten Rückstauklappen im Hafen Burgstaaken sind ersetzt durch neue Technik.
  • Reparaturen in den Ortslagen notwendig bevor die L 209 saniert wird.

Fehmarn – Von Manuel Büchner – Für die letzten Meter bis zur jüngsten Sitzung des Stadtwerke- und Hafenausschusses hat es dann doch nicht mehr gereicht. Der Jahresabschluss 2018 der Stadtwerke Fehmarn ist nicht mehr fertiggeworden. Die Prüfungsgesellschaft sei zwar Ende Oktober vor Ort gewesen, für den Prüfungsbericht habe es aber am Ende nicht gereicht, erklärte Stadtwerkeleiter Sascha Deisinger. „Wir sind zu 98 Prozent fertig.“

Die Zahlen seien seit einer Woche komplett fertig und würden beim Prüfer für den Abschlussbericht liegen, führte Sandra Steinhauer aus. Sie ist zuständig für Finanzen beim Eigenbetrieb der Stadt. „Die Verzögerung ist Corona geschuldet“, ergänzte die Ausschussvorsitzende Christiane Stodt-Kirchholtes (Grüne). Zur Sitzung im März 2021 soll der Abschluss dann aber vorliegen. Damit die Stadtwerke verlorenes Terrain wieder aufholen könne, werde parallel an den Zahlen für 2019 gearbeitet, so Steinhauer.

Der Abschlussbericht ist auch maßgeblich für die Gebührenkalkulation. Trotzdem konnte Deisinger die wichtigste Frage des Ausschusses beantworten: Nach derzeitigem Stand sei eine Gebührenerhöhung fürs Abwasser nicht vonnöten. „Die Gebühren bleiben stabil.“

Auslaufbauwerke in Burgstaaken erneuert

Aufgrund guter Wetterverhältnisse ging es fix. Die Auslaufbauwerke für das Regenwasser im Hafen Burgstaaken sind nach Absprache mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) im Zuge einer Ausschreibung erneuert worden. Ohne Wassersperren und in zwei bis drei Tagen sei die Umsetzung erfolgt, so Deisinger gestern gegenüber dem FT. Bereits im jüngsten Stadtwerke- und Hafenausschuss hatte er berichtet, dass die alten Rückstauklappen, die defekt waren, ausgetauscht werden mussten. 

Damit bei Hochwasser und ungünstigen Windverhältnissen der Hafen nicht mehr unter Wasser steht, sind statt der Rückstauklappen Gummimembran-Rückschlagventile zum Einsatz gekommen, die laut Werkleiter durch den hochbelastbaren Kunststoff weniger anfällig seien. Anders als die Klappen werden sie nicht außen aufgesetzt, sondern ins Rohr eingesetzt. Sie sind einseitig offen: Von der Ostsee kann kein Wasser rein, aber das Regenwasser kann, wenn ausreichend Wasserdruck hinter der Membran ansteht und sich das Rückschlagventil öffnet, abfließen. „Das Verfahren hat sich bewährt und ist etabliert“, so Deisinger.

LBV.SH soll sich bei Ortslagen beteiligen

Deutlich länger als ein paar Tage wird hingegen die Sanierung der Landesstraße 209 von Orth bis Staberdorf dauern. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH)plant die Maßnahme von Herbst 2021 an bis zum Herbst 2024. Daraufhin hätten die Stadtwerke in den Orten die Kanalisation mit einer Kamera untersucht, so Deisinger, und dabei festgestellt, dass in „einigen Ortslagen Mängel vorhanden sind“. Die müssten vor Beginn der Arbeiten beseitigt werden. Dazu sei eine zeitliche Abstimmung mit dem LBV.SH notwendig, um koordiniert vorzugehen – aber auch, um sich mit Blick auf die Kosten zu einigen. Denn der in den Ortslagen vorhandene Regenwasserkanal diene auch zur Straßenentwässerung der Landesstraße, erklärte der Werkleiter.

Dalbenprobleme in Burgstaaken gelöst

Linda Lafrenz, die bei der Stadt für Hafenangelegenheiten zuständig ist, gab im Ausschuss ein Update zur Dalben-Situation im Hafen Burgstaaken. Nachdem im August 2019 zwei der drei Dalben durch eine Kollision mit einem Frachtschiff beschädigt wurden, hatte die Hafenbehörde vom Ausschuss den Auftrag bekommen, einen Dalben zu entfernen und einen weiteren neu zu klammern (wir berichteten). Dies sei mittlerweile erfolgt, so Lafrenz. Zudem habe man zwei kleinere Pfähle im südlichen Hafenbecken gezogen. „Den gezogen Dalben bekommt die evangelische Kirchengemeinde Burg für eine Gedenkstätte der Menschen, die auf See bestattet wurden“, informierte Lafrenz über den neuen Verwendungszweck.

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