Montag geht es mit Einrüstung der Tragseilkästen los / Beeinträchtigung des Straßenverkehrs vorprogrammiert

Startschuss für Brückensanierung

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Noch ist alles schier. Kein Gerüst stört die Optik der Fehmarnsundbrücke. In den nächsten Jahren dürften Gerüststangen nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel sein, da der Kleiderbügel umfangreich saniert werden muss.

FEHMARN -hö- Alle Fotografen, die die Fehmarnsundbrücke mit ihrer ursprünglichen Silhouette noch einmal auf den Chip der Digitalkamera bannen wollen, müssen sich sputen. Nur noch bis zum Sonntag wird der Kleiderbügel, so wie ihn seine Erbauer schufen, den Fehmarnsund überspannen. Ab Montag (20. Februar) werden die Seilkästen der Tragseilbrücke eingerüstet.

Das ist praktisch der Startschuss für die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die die Deutsche Bahn AG in den kommenden Jahren an dem fast 54 Jahre alten Bauwerk durchführen will. Allein bis 2020 will die Deutsche Bahn elf Millionen Euro für die Sanierung bereitstellen, zusätzlich weitere Tragseile prüfen und diese austauschen, wenn es erforderlich sein sollte.

Halbseitige Sperrungen bis zu 30 Minuten

Mit der Einrüstung der Seilkästen beginnen die Vorarbeiten der eigentlichen Entwässerungs- und Korrosionsschutzmaßnahmen. Die Deutsche Bahn teilt mit, dass die Fehmarnsundbrücke für die Anlieferung der Gerüste und die Baustelleneinrichtung ab Montag tagsüber auf einer Länge von 20 bis 30 Metern halbseitig gesperrt werden muss. Die Sperrungen jeweils einer Fahrbahn würden sich auf 20 bis 30 Minuten belaufen. Die Verkehrsregelung erfolgt währenddessen über eine Ampelschaltung. Die Beeinträchtigung des Straßenverkehrs ist somit vorprogrammiert. Keine Einschränkungen soll es für Fußgänger und Radfahrer sowie den Zugverkehr geben.

Nach Angaben eines Bahnsprechers dauern diese Vorarbeiten gut vier Wochen. Eine Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein und der Stadt Fehmarn sei erfolgt. Diese Aussage wiederum kann Bürgermeister Jörg Weber nicht ganz nachvollziehen. Der Stadt sei im Vorwege zwar mitgeteilt worden, dass die Arbeiten stattfinden würden, nur nicht wann. Und nach einer Einschätzung der Stadt sei auch nicht gefragt worden. Am Donnerstagvormittag gegen 10 Uhr sei die Mitteilung der Deutschen Bahn über den Zeitpunkt der Maßnahme in seinem E-Mail-Postfach aufgeschlagen. Von einer großen Abstimmung könne da keine Rede sein, moniert Weber.

Nach der Einrüstung starten die eigentlichen Instandsetzungsmaßnahmen an den Seilkästen mit der Sanierung der Entwässerung der Seilkästen, dem Austausch der Schraubverbindungen sowie der Erneuerung des Korrosionsschutzes in den Kästen.

Mit einem Abschluss der witterungsabhängigen Sanierungsarbeiten an den Seilkästen wird von der Deutschen Bahn im Herbst des laufenden Jahres gerechnet.

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