Die Familie Weber
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Glücklich über das klare Ergebnis: Jörg Weber mit seiner Frau Christine und seiner Tochter Annalena.

Amtsinhaber holt mit Abstand die meisten Stimmen

Stichwahl auf Fehmarn: Weber gegen Klemptner

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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  • Andreas Höppner
    Andreas Höppner
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Bei der Bürgemeisterwahl auf Fehman holte keiner der fünf Kandidaten die erforderliche Mehrheit von 50,1 Prozent. Somit gibt es am 21. März eine Stichwahl zwischen Amtsinhaber Jörg Weber und der Herausforderin Doris Klemptner.

  • Amtsinhaber Jörg Weber legt 3,2 Prozentpunkte zu.
  • Herausforderin Doris Klemptner geht in den Haustürwahlkampf.
  • Stichwahl am 21. März (Sonntag).

Fehmarn – In zwei Wochen müssen die Wählerinnen und Wähler ein weiteres Mal an die Wahlurne schreiten, denn bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag hat keiner der fünf Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. So müssen der amtierende Bürgermeister Jörg Weber (SPD) und die von der WUW unterstützte Herausforderin Doris Klemptner in die Stichwahl.  

Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Zahlen.

44,2 Prozent der abgegebenen Stimmen ist eine Ansage. Amtsinhaber Jörg Weber (SPD) holte bei der Bürgermeisterwahl auf Fehmarn am Sonntagabend nicht nur die meisten Stimmen mit deutlichem Abstand vor seinen Mitbewerbern, sondern legte im Vergleich zur letzten Wahl vor sechs Jahren nochmals 3,2 Prozent in der Wählergunst zu.

Mir ist schon ein Stein vom Herzen gefallen.

Jörg Weber

Weber zeigte sich am Sonntagabend sehr zufrieden mit dem Ergebnis. „Mir ist schon ein Stein vom Herzen gefallen.“ Das Ergebnis sei deutlich und gebe ihm Rückenwind für die Stichwahl, so Weber, wenngleich er sich die Strapazen eines verlängerten Wahlkampfes gerne erspart hätte. „Ich sehe das Ergebnis als Bestätigung für die Arbeit der letzten sechs Jahre“, so der 53-Jährige.

Enges Rennen um zweiten Platz hat Nerven gekostet

Doris Klemptner war kurz nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses ziemlich geschafft, das bis zum Schluss enge Rennen um den zweiten Platz hatte Nerven gekostet. Sie hatte sich sicherlich ein wenig mehr erhofft, doch „unter schwierigsten Voraussetzungen“ habe sie erreicht, „was man digital erreichen konnte“, bilanzierte sie nach einem Stimmenanteil von 24,3 Prozent gegenüber dem FT.

Erst mal 24 Stunden sammeln: Doris Klemptner will sich in den kommenden zwei Wochen verstärkt dem Haustürwahlkampf widmen.

„Jetzt geht es an den Haustürwahlkampf“, will sie nach den ab heute geltenden Corona-Lockerungen verstärkt das persönliche Gespräch suchen. Das wohl aber auch erst ab morgen, denn sie wolle sich „noch 24 Stunden sammeln“.

„Enttäuscht“, brachte Marco Eberle (Grüne) nach dem vorläufigen Endergebnis seine Gefühlslage mit nur einem Wort auf den Punkt. Als undankbarer Dritter liegt er nur 101 Stimmen hinter dem Einzug in die Stichwahl. Mit „Herz und Verstand“ alles zu geben, sei für ihn genau das Richtige gewesen. Auch für sein nahezu ehrenamtlich aufgestelltes Wahlkampfteam sei es natürlich enttäuschend. Das gleiche Adjektiv wählte der 51-Jährige auch mit Blick auf die Nichtwähler.

Manuel von Schalscha-Ehrenfeld (FDP) freute sich indes über sein Ergebnis, gab aber gegenüber dem FT auch zu, den klassischen Schnack am Zaun und die wöchentliche Präsenz auf dem Marktplatz unterschätzt zu haben. „Nicht alle sind bereits digital unterwegs.“

2780 Wähler sind noch nicht bereit für die Zukunft.

Manuel von Schalscha-Ehrenfeld (FDP)

Vom Ergebnis des Amtsinhabers zeigte er sich verwundert. „2780 Wähler sind noch nicht bereit für die Zukunft“, so der FDP-Kandidat unumwunden, der sich auf die kommenden zwei Wochen Wahlkampf freut. Seine Marschroute ist klar: „Doris Klemptner hat meine hundertprozentige Unterstützung. Das kriegen wir noch gekippt.“

Thomas Weber bezeichnete den Wahlausgang als „suboptimal“. Er hätte sich zwar etwas „mehr versprochen“, da er viele gute Gespräche geführt habe. Überrascht sei er vom guten Abschneiden des amtierenden Bürgermeisters Jörg Weber. Er selbst wolle sich in Zukunft verstärkt in die Kommunalpolitik einbringen, aber auch sein Engagement in der ÖDP vorantreiben. Am 21. März stelle er sich auf dem digitalen Landesparteitag zur Wahl des Landesvorsitzenden. Doch heute feiert er erst einmal seinen 52. Geburtstag.

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