Der Fehmaraner Matthias Jährig macht Musik / Wo die Reise hingeht? Mal schauen

Mit der Stimme berühren

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Zwei, die sich gefunden haben: Matthias Jährig (r.) und Chris Mayer. Zum finalen Trio gehört noch Michael Maaß.

Fehmarn –  Von Manuel Büchner „Eigentlich bin ich der klassische Unter-der-Dusche-Sänger“, schmunzelt Matthias Jährig und zählt abseits der Nasszelle noch Singstar und zweimal „Fehmarn sucht den Inselstar“ auf. Im Dezember 2017 änderte sich das schlagartig. Chris Mayer aka Chriscontrol wollte eigentlich nur einen Handyvertrag bei Jährig im Mobilfunk-Geschäft in Burg abschließen.

Für die Kategorisierung des Vertrages musste der Hamburger glücklicherweise seine Profession als Musikproduzent angeben. „Ich hab den Schritt gewagt, wollte wissen, wie die Chancen sind.“

Einen Tag später ist Jährig im Studio und singt vor. „Ich hab das erste Lied verhauen. Ich war richtig nervös“, erinnert er sich. Der zweite Song lief scheinbar besser – denn Chris Mayer sei daraufhin gleich zum Punkt gekommen: „Ab sofort arbeiten wir zusammen.“

2018: Der erste Song „Don´t Stop Believin´“ mit Video erscheint. Es folgen etliche Auftritte, unter anderem zur Eröffnung des Eutiner Stadtfestes, bei „La Casa“ in Bannesdorf, im Café „liebevoll“ oder beim Kussmann-Strandfest.

Wichtig ist dem Fehmaraner, hervorzuheben, dass die Musik nicht das Ergebnis einer One-Man-Show ist. „Ich weiß, dass immer viel Fokus auf den Sänger gelegt wird, aber wir sind ein Trio, zu dritt funktionieren wir richtig gut“ – das sei die Basis. „Chris ist ein absoluter Profi, seit 20 Jahren im Musikgeschäft und hat dabei alle Höhen und Tiefen mitgemacht.“ Mayer ist bereits seit sieben Jahren auf Fehmarn unterwegs und war als Videoproduzent auf der Insel schon mehrfach aktiv. Auch für den Dritten im Bunde, Michael Maaß, hat Jährig nur viel Lob und Respekt. „Er ist auch Musiker und hat ein unglaubliches Talent für Texte.“

Das wirklich etwas in Bewegung kommt, zeigt vielleicht auch das Interview bei Radio Lübeck in dieser Woche. „Obwohl es nicht geplant war, haben sie mir eine eigene Radio-Station-ID gegeben.“ (Eingesprochene Identifizierung eines Künstlers, die beispielsweise als Ankündigung vor dem Song abgespielt wird, Anm.d.Red.).

Der zweite Song „Leben“ ist vor ein paar Wochen erschienen und bei Spotify, Deezer, Amazon und iTunes verfügbar. „Alle zwei bis drei Monate wollen wir was Neues herausbringen“, sagt Jährig. Sonst sei er regelmäßig im Studio, momentan gehe es vor allem um Promotion – Youtube, Facebook, Instagram. „Täglich kommen 20 bis 50 neue Klicks dazu – alles aus dem Nichts heraus, ohne Werbekampagne“, betont er.

Matthias Jährig ist ein entspannter Typ, bodenständig, sagt Sätze wie: „Mal schauen, wo die Reise hingeht.“ Man nimmt es ihm ab. Blickt er in die Zukunft, will er möglichst viele Leute mit seiner Musik begeistern. „Mein Ziel ist es, Menschen mit meiner Stimme zu berühren.“ 

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