ZVO-Verbandsvorsteherin hört Ende 2020 auf / In Kürze Ausschreibung der Stelle

Strohmeyer macht Schluss

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Gesine Strohmeyer steht seit 2015 an der Spitze des Zweckverbandes Ostholstein. Eine zweite Amtszeit strebt sie nicht an

Neustadt – Von Andreas Höppner Die Mitglieder der Verbandsversammlung waren schon vorab informiert worden, gestern ging Gesine Strohmeyer, Verbandsvorsteherin des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO), mit der Nachricht an die Öffentlichkeit, dass sie über den 31. Dezember 2020 hinaus für eine weitere Amtszeit von sechs Jahren nicht zur Verfügung stehen wird.

„Der Entschluss ist mir nicht leicht gefallen, aber ich möchte mich einer neuen Herausforderung stellen und mehr Zeit für die Familie haben“, so Strohmeyer, die gleich hinterherschickt, mit unverminderter Energie die Weiterentwicklung des ZVO vorantreiben zu wollen. Ganz oben auf der Agenda für 2020 steht die Rückführung des Personals der ZVO Entsorgung GmbH unter das Dach der ZVO-Holding als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger. Dies betrifft rund 210 Mitarbeiter, die zukünftig nach TVöD entlohnt werden. Die Ausgliederung der Entsorgungssparte war 2005 erfolgt, nun also der Schritt zurück. Laut Strohmeyer würden sich die mit diesem Schritt verbundenen steuerlichen Effekte positiv auf die Gebührenstabilität auswirken.

Weiterhin privatwirtschaftlich strukturiert bleibt hingegen die Tochtergesellschaft ZVO Energie GmbH, die im Bereich Wasser- und Energieversorgung tätig ist. In diesem Wirtschaftsbereich komme es auf Flexibilität an, so Strohmeyer.

Mit Hochdruck werde zudem daran weitergearbeitet, im Unternehmen den Prozess der Digitalisierung voranzutreiben, verdeutlicht die Verbandsvorsteherin, die sich auch auf diesem Betätigungsfeld zum Ziel gesetzt hat, in 2020 entscheidend voranzukommen.

Nichtsdestotrotz blickt die ZVO-Verbandsvorsteherin mit einer Portion Zufriedenheit auf die mittlerweile fünf Jahre ihrer Amtszeit zurück. Der Rechtsstreit um die Müllgebühren sei beendet, die Rekommunalisierung der Energie- und Entsorgungssparte abgeschlossen, eine Breitbandsparte mit Millionenförderungen aufgebaut, die Digitalisierung von Dienstleistungen angeschoben und eine Zukunftswerkstatt, Stichwort Hackathon, eta- bliert worden.

Keller: Hätten gerne mit ihr weitergemacht

„Wir haben die Entscheidung der Verbandsvorsteherin mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, wir hätten gerne mit ihr weitergemacht“, teilt Thomas Keller, Vorsitzender des Hauptausschusses, auf Nachfrage des FT mit. Eine Ausschreibung der Stelle soll kurzfristig erfolgen. In der Junisitzung der ZVO-Verbandsversammlung ist dann bereits die Wahl eines Nachfolgers vorgesehen, „um möglichst sicherzustellen, dass die Stelle auch zum 1. Januar 2021 besetzt ist“, macht Keller den Wunsch nach einem nahtlosen Übergang an der ZVO-Spitze deutlich.

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