Großer Belastungstest mit zehn Loks und zwei Tiefladern:

Sundbrücke hielt 1500 Tonnen mühelos aus

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Der gigantische Belastungstest: Zehn Loks und zwei Tieflader, Gesamtgewicht: genau 1500 Tonnen.

FEHMARN - Von Heiko Witt. Die Fehmarnsundbrücke hat soeben einem gewaltigen Belastungstest mühelos standgehalten: Zehn Loks für Güterzüge und zwei Lkw mit speziellen Tiefladern fuhren in der Nacht zum 12. Juni zwischen 0.42 und 1.25 Uhr zweimal über das 47 Jahre alte Bauwerk. Die Brücke zeigte keinerlei Reaktion.

Jede Lok hatte ein Gewicht von 126 Tonnen, die beiden Lkw brachten es auf je 120 Tonnen. Das macht exakt 1500 Tonnen. Die Bahn AG führt derzeit Tests und Messerungen durch, um die Statik zu prüfen. Dies sei grundsätzlich erforderlich, wenn es bauliche Veränderungen gebe. Es soll im Zuge der Elektrifzierung der Bahn eine Oberleitungsanlage installiert werden.

Es werden insgesamt 51 Messfahrten durchgeführt. In der Brücke sind sage und schreibe 21 Kilometer Kabel verlegt, es gibt 251 Messfühler. Die Kosten für das Test-Wochenende belaufen sich auf 200000 Euro. Beteiligt ist der Messtrupp der Bahn mit rund 17 Mann sowie mehr als 30 weitere Arbeiter.

Bernd Homfeldt, Projektleiter für die Schinenenhinterlandanbindungen der Festen Fehmarnbeltquerung, erklärte, es gebe keine Überlegungen für einen Ausbau der Sundbrücke oder eine zweite Sundquerung. Die Sundbrücke bleibe nach den Vorgaben des Bundesministeriums für Verkehr zweispurig und eingleisig.

Insgesamt, so Homfeldt, ist die Sundbrücke in den sechsziger Jahren für eine Last von zehn Millionen Tonnen jährlich gerechnet worden. Das sei ungefähr auch die Last, von der die neuesten Prognosse für die geplante Feste Fehmarnbeltquerung ausgingen.

Das Fehmarnsche Tageblatt und Fehmarn 24 waren bei dem großen Belastungstest live dabei. Die Aufnahmen entstanden bei starkem Wind. Siehe Video.

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