Manfred und Jürgen Charchulla unterstützen Greenpeace-Vorhaben für weltweit größtes Meeresschutzgebiet

Surftwins sind Antarktis-Botschafter

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Wollen die Antarktis schützen: Marc Hackelbörger von Greenpeace zusammen mit Jürgen und Manfred Charchulla.

FEHMARN -mb- Die Auswirkungen des Klimawandels sind in der Antarktis deutlich erkennbar: Wo früher undurchdringliche Eisdecken waren, können an manchen Orten im Sommer Fischfangflotten kreuzen. Deshalb bräuchte es im Südpolarmeer Schutz vor der Fischfangindustrie, ist sich die Naturschutzorganisation Greenpeace sicher und unterstützt ein angestrebtes Schutzabkommen, über das die Antarktis-Kommission CCAMLR im Oktober entscheiden muss, mit einer Kampagne. Im Zen-trum steht das Weddellmeer, wo das größte Meeresschutzgebiet der Welt entstehen könnte.

Seit Dienstag unterstützen auch Fehmarns Windsurf-Pioniere Manfred und Jürgen Charchulla das Ansinnen der Umweltorganisation. Beide freuten sich, mit ihren Unterschriften unter eine schriftliche Vereinbarung, offiziell zu Botschaftern zu werden.

„Marc und ich sind selber Surfer und die Surftwins von Fehmarn waren für uns ein Begriff“, erklärte Diana Brzenczek von Greenpeace Hamburg, die am Dienstag zusammen mit ihrem Mitstreiter Marc Hackelbörger bei den Charchullas zu Besuch war. Nachdem sie den beiden Surfer-Ikonen zuvor die Kampagne am Telefon vorgestellt habe, seien beide schnell Feuer und Flamme gewesen.

Nun die Unterschrift unter einer Erklärung, die beide zu Greenpeace-Antarktis-Botschaftern macht – ein Schritt, den die Umweltschutzorganisation bewusst geht, um Personen des öffentlichen Lebens prominent für die Kampagne ins Boot zu holen. „Die Brüder sind bekannt und könnten für die Kampagne in der Öffentlichkeit werben, Menschen von Relevanz und Dringlichkeit des Schutzgebietes überzeugen“, führt Brzenczek aus.

Spannend wird es für die Kampagne im Oktober, denn dann will die internationale Antarktis-Kommission über die Einrichtung eines 1,8 Millionen km² großen Schutzgebietes im Weddellmeer entscheiden – eine Fläche fünfmal so groß wie Deutschland. Nach Angaben von Greenpeace könnte durch die Entscheidung eine industrielle Ausbeutung des hochempfindlichen Meeresökosystems verhindert werden. Zurzeit stünden nur etwa ein Prozent der internationalen Meere unter Schutz. Für eine Erholung der Meere durch Überfischung und Verschmutzung sollten es nach Ansicht der Umweltschützer mindestens 30 Prozent der Ozeane sein.

Wer das Vorhaben mit seiner Stimme unterstützen will, kann dies auf www.greenpeace.de/antarktis-schuetzen tun und eine entsprechende Petition unterschreiben.

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