Windsurflegende zu Gast am Südstrand

Talkrunde mit Robby Naish

Plauderten in einer lockeren Talkrunde am Südstrand: Windsurflegende Robby Naish (r.), Veranstaltungsleiterin Dr. Andrea Opielka und Tourismusdirekter Oliver Behncke.

FEHMARN -lb-  Im Rahmen eines Pressegesprächs kamen gestern Windsurflegende Robby Naish, die Veranstaltungsleiterin des Tourismus-Service Fehmarn, Dr. Andrea Opielka, und Tourismusdirektor Oliver Behncke zu einer lockeren Talkrunde am Südstrand zusammen.

Naish ist zurzeit im Rahmen einer Promotiontour für seinen langjährigen Sponsor Quiksilver unterwegs. Der Outdoorsport-Spezialist unterstützt die Surflegende schon seit über 35 Jahren. Der 54-jährige US-Amerikaner ist zum zweiten Mal auf Fehmarn. Im September 1980 hatte Naish am Smirnoff-Cup teilgenommen. „Es war sehr kalt und unangenehm“, erinnert sich der 24-fache Windsurf-Weltermeister.

Mit seinem jetzigen Besuch habe er erst einmal gesehen, was er in den letzten Jahren verpasst habe. „Der Kitesurf World Cup ist gut für Fehmarn“, sagt der Pionier des Windsurfens, der mit 13 Jahren seinen ersten Weltmeistertitel holte. Mit KWC-Organisator Matthias Neumann arbeitet Naish eng zusammen. „In Deutschland gibt es ein einzigartiges Publikum, dessen Interesse sehr hoch ist. Matthias macht hier einen guten Job“, so Naish weiter. Das Interesse in Frankreich, den Niederlanden und Japan habe stark abgenommen. Auch auf Hawaii, dort wo Naish aufgewachsen ist, sei es eine große Herausforderung, ein Surfevent an einem Badestrand auszurichten.

„Dort gibt es höchstens ein Zelt“, sagt der US-Amerikaner. Zurzeit ist der Windsurfprofi verletzt. Vor sechs Wochen ist er beim Kitesurfen gestürzt und zog sich dabei einen Mittelfußbruch zu.

In zwei bis drei Wochen möchte Robby Naish wieder auf dem Board stehen. Sponsor Red Bull hatte zweimal bezüglich des längsten Kitesurfrennens der Welt, dem „Coast to Coast“, angefragt. Es passte organisatorisch nicht, sonst wäre es jetzt der dritte Besuch auf der Insel gewesen.

Naish sieht keine Konkurrenz zwischen Kitesurfern und Windsurfern. „Es sind keine Gegner. Kein Mensch kommt mehr mit der Natur in Kontakt als ein Surfer“, betont die Windsurflegende.

„Wir müssen zurzeit ein Kitesurfkonzept für die Insel erstellen“, warf Tourismusdirektor Oliver Behncke ein. Das sei selbst auf Hawaii so. „Man braucht Regeln und du musst sofort Bescheid sagen, wenn ein Neuling dagegen verstößt, da sonst ein generelles Verbot droht. Es ist schwer in einer touristischen Region“, ergänzte Robby Naish.

„Zu Hause ist es immer am schönsten“, antwortete der Profisportler auf die Frage nach seinem Lieblingssurfspot. Begeistert ist der US-Amerikaner von den 16 Campingplätzen auf Fehmarn. „Für Kinder ist das so cool“, schwärmt er. Spielen am Strand, surfen gehen und den Sommer genießen. Auch von den sogenannten Blühstreifen auf Fehmarn ist Naish begeistert. „Meine zehnjährige Tochter würde es lieben.“

Die Insel Maui in Hawaii, wo er seit zwölf Jahren lebe, sei viel zu kommerziell geworden. „Es sind dort sehr viele Touristen und mittlerweile sehr viele Hotels“, berichtete Naish von seiner Heimatinsel. TSF-Veranstaltungsleiterin Dr. Andrea Opielka warf ein, dass viele Fehmaraner hingegen ein hochklassiges Hotel vermissen würden.

Heute gibt es Autogramme

Gäste und Fehmaraner erhalten heute die Gelegenheit, um Robby Naish zu treffen. Um 11 Uhr gibt er eine Autogrammstunde im Windsport Fehmarn Mode & Accessoires, Osterstraße 45, und um 15 Uhr ist er im Windsport Fehmarn Surfshop in der Gertrudenthaler Straße 1 anzutreffen.

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