Über 30000 Besucher beim Surf-Festival am Südstrand / Niclas Nebelung gewinnt Freestyle-Battle

Testen, Partys, super Stimmung

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Voller geht‘s kaum: Zahlreiche Besucher beobachteten das Geschehen auf dem Wasser und genossen dabei das traumhafte Sommerwetter.

Fehmarn – Von Reinhard Gamon und Nicole Rochell Das war ein Superwochenende am Burger Südstrand. Sonne satt und aus- reichend Wind, um das neueste Surf- und SUP-Material zu testen. Und jeden Abend Party ohne Ende mit Livemusic oder DJs an den Turntables, die für Festival-Charakter im Haus des Gastes oder auf der Spielwiese bei Open-Air-Konzerten sorgten – da passte wirklich alles. Die Stimmung war perfekt beim 17. Mercedes-Benz-Surf-Festival am Burger Südstrand.

Mehr als 30000 Wassersport-Fans trugen mit ihrem Besuch zu einer grandiosen Eröffnung der neuen Windsurf-Saison bei. Bundesweit und aus dem Ausland waren sie angereist, um an diesem Surf- und SUP-Spektakel am langen Himmelfahrts-Wochenende teilzunehmen: als Freizeitsportler, Zuschauer oder aktiv als Tester, die die Gelegenheit nutzten, das umfangreiche Material und die neuesten Produkte im Zusammenhang mit dem Surf- und SUP-Sport gleich auf der Ostsee kostenlos auszuprobieren. Mehr als 1300 Surfer und SUP-Sportler checkten das Equipment. Die große Testival-Arena direkt am Südstrand feierte an allen Tagen Hochkonjunktur.

„Die Stimmung war einfach super“, fasste es Carsten Hark vom Veranstalter „surf“-Magazin zusammen.

Auch das abwechslungsreiche Wetter entsprach durchaus den Vorstellungen und Wünschen der Wassersport-Szene. Am Eröffnungstag, an Himmelfahrt, herrschte ein recht frischer, teils starker Wind mit bis zu 29 Knoten. Da waren die Könner gefragt. Freitag dann relativ wenig Wind, genau richtig für all jene, die einmal die Neuheiten im Bereich Stand-up-Paddling (SUP) testen wollten. Sonnabend und Sonntag dann stetig ansteigende Temperaturen und ein recht beachtlicher westlicher Wind. Perfekte Bedingungen für die SUP- und Surf-Profis.

Beim spannenden SUP-Rennen im Rahmen der German-SUP-League dominierten die Sach-Geschwister. Das Geschwisterpaar konnte sich gegen eine starke Konkurrenz am Festival-Sonnabend durchsetzen.

Während viele Besucher den Tag auf dem Wasser und am Strand bei traumhaftem Wetter nutzten, sorgten die Stand-up-Paddler am Nachmittag am Südstrand für ein erstes sportliches Highlight des Surf-Festivals am vorletzten Veranstaltungstag. Bei den Herren hießen die Sieger auf dem Treppchen: Kimo Kersting (Platz 3), hinter Martin Teichmann (Platz 2). Den Sieg sicherte sich Maui Sach mit einer starken Leistung auf dem Wasser. Bei den Damen landete Miriam Behrens auf dem dritten Platz und Ariane Wittmann auf Platz 2. Den Sieg sicherte sich Noelani Sach.

Als zweiter sportlicher Höhepunkt folgte am Abend der Mercedes-Freestyle-Battle, bei dem die besten deutschen Freestyler ihre spek- takulären Tricks in einer Tow-in-Session demonstrierten. Bei dem Event ließen sich die Freestyler mit dem Jetski auf bis zu 50 Stundenkilometer beschleunigen, um ihre Moves zu zeigen.

Vor einer tollen Kulisse am Südstrand mit vielen Zuschauern setzte sich am Ende Niclas Nebelung durch. Der überzeugte nicht nur die fünf Punktrichter, sondern brachte auch das Publikum mit seinen drei Freestyle-Sessions zum Jubeln. Sein Trick-Repertoire war nicht zu toppen. Auf dem zweiten Platz landete der Vorjahressieger Foivos Tsoupras, gefolgt von dem jüngeren Bruder des Erstplatzierten, Lucas Nebelung

Niclas Nebelung gewann das Freestyle-Battle.

Nach der vormittäglichen Qualifikationsrunde, für die sich Nebelungs, Foivos Tsoupras, Event Organisator Valentin Böckler und Marco Lufen für die groß Show am Abend qualifiziert hatten, ging es gleich überraschend mit der Einzelausscheidung weiter, denn der Wind legte plötzlich ordentlich zu und Segelgrößen von 4.4 bis 4.8 waren die Waffen der Wahl. Anton Munz fuhr sich den Frust über die verpatzte Tow-in-Qualifikation aus der Seele, kickte seinen Ex-Mitbewohner Jannes Thomsen aus dem Event und musste sich erst dem stark fahrenden Quirin Kraus geschlagen geben. Niclas Nebelung sah sich im Finale der Single-Elimination schließlich Valentin Böckler gegenüber, beide schenkten sich mit hohen beidseitigen Powermoves nichts, und es gab keinen klaren Favoriten für den Sieg. Am Ende: Punktegleichstand. Die Judges entschieden sich diplomatisch für einen geteilten ersten Platz der beiden Freestyler.

Im kleinen Finale konnte Lucas Nebelung der Siegesserie von Quirin Kraus ein Ende setzen und sicherte sich somit den dritten Platz. Auch das Freestyle-Battle Damen konnte die Single- Elimination erfolgreich zu Ende fahren. Lisa Kloster schaffte es mit starken Manövern auf beiden Seiten, die angehende Medizinerin Johanna Rümenapp von ihrem inzwischen vertrauten Platz oben auf dem Treppchen zu verdrängen.

Das große Mercedes-Benz Tow-in-Finale fand schließlich bei strahlendem Sonnenschein und vor jubelnder Menge statt. Der Vorjahressieger Foivos Tsoupras legte auch 2019 mit seinem Trademark-Move ordentlich vor, und die Zuschauer durften den ersten „fast Air-Skopu“ der deutschen Tow-in-Geschichte bewundern.

Niclas Nebelung zeigte wie gewohnt doppelte Powermoves und schaffte es mit einem knochentrockenen „Skopu“ auch beim Tow-in- Event den Sieg einzufahren. Foivos Tsoupras landete mit nur 0.5 Punkten weniger auf dem zweiten Platz, und Lucas Nebelung konnte sich, beflügelt von seinem Einser-Abitur, auch hier den dritten Platz sichern.

Marco Lufen und Valentin Böckler fanden nicht den richtigen Absprung und landeten auf Platz 4 und 5. Dem Gewinner winkt nun eine nagelneue Mercedes-Benz V-Klasse für einen Monat, um noch öfter der schönsten Nebensache der Welt nachzugehen.

Das Wochenende ließ für Wassersport-Freunde keine Wünsche offen. Und dass es nicht nur am Südstrand entspannt zugehen konnte, machten Abstecher zum Beachcamp deutlich.

536 Fahrer hatten sich rechtzeitig ein Beachcamp-Ticket gelöst, um mit ihren Wohnmobilen, Kleinbussen oder Wohnwagen nahe des Eventgeländes stehen und auch zelten zu können. Während des Festivals stieg hier die ein oder andere Party, bevor es zum Feiern weiter an den Südstrand ging.

Das Klassenzimmer am Südstrand, die Riders-Academy, konnte sich über zu wenig „Schüler“ wahrlich nicht beklagen. Kein Wunder, denn neben Surfgrößen wie Bernd Flessner, der mit seinen Lehrgangsteilnehmern auch ins Wasser ging, gehörte zu den Vortragenden auch niemand anders als die mehrmalige SUP-Weltmeisterin Sonni Hönscheid, die auf Sylt groß geworden ist und auf Fuerteventura lebt.

Die Sicherheit der Wassersportler wurde durch Teams der DLRG Fehmarn garantiert. Sie waren an allen Tagen mit zahlreichen Rettungskräften und insgesamt drei Schlauchbooten mit Außenborder im Einsatz. Erstmals stellte die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft den vor Kurzem neu erworbenen roten Pavillon auf.

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