Thomas Weber, im Hintergrund das Burger Rathaus
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Thomas Weber (51) tritt als Einzelbewerber zur Bürgermeisterwahl am 7. März an.

Thomas Weber will im März ins Rathaus einziehen

Bürgermeisterwahl Fehmarn: Thomas Weber will Park & Ride für die Altstadt

  • Andreas Höppner
    vonAndreas Höppner
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Thomas Weber tritt als Einzelkandidat bei der Bürgermeisterwahl am 7. März auf Fehmarn an. Verkehrsleitung und Wohnraumschaffung sind unter anderem seine Themen.

  • Wohnraumproblematik steht an erster Stelle.
  • Dringenden Handlungsbedarf bei der Verkehrsleitung.
  • Thomas Weber: „Ich gehe Schwierigkeiten nicht aus dem Weg.“

Fehmarn – Die Themenfelder, die die jeweiligen Bewerber um das Bürgermeisteramt bedienen, ähneln sich stark: fehlender Wohnraum, touristische Entwicklung oder die angespannte Verkehrsinfrastruktur auf der Insel, um nur einige zu nennen. Für Thomas Weber (51), der seit 2016 mit seiner Familie in Gahlendorf wohnt und als Einzelbewerber kandidiert, steht die Lösung der Wohnraumproblematik an erster Stelle. Er spreche aus Erfahrung, denn er selbst habe große Schwierigkeiten gehabt, für zwei Erwachsene und zwei Kinder in der Größe geeigneten und auch bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Der gelernte Industriekaufmann stammt aus Koblenz und fand über Bonn den Weg nach Fehmarn, wo er als Rezeptionist in einem Hotel tätig ist. „Ich gehe Schwierigkeiten nicht aus dem Weg“, nennt er einen Charakterzug, der wichtig sei für die Befähigung, das Bürgermeisteramt auszuüben. Dass er heikle Situationen meistern kann, zeigte sich bei seiner Last-minute-Kandidatur. Den Entschluss zu kandidieren fasste er erst Mitte Dezember, die letzten Unterstützerunterschriften gingen erst im Schlussspurt ein.

Ich kann kämpfen, ich bin ausdauernd.

Bürgermeisterkandidat Thomas Weber

„Ich kann kämpfen, ich bin ausdauernd“, so Weber, der schon Marathon gelaufen ist, zuletzt 2016 in Bonn.  Am Mitternachtslauf in Heiligenhafen habe er in den vergangenen Jahren ebenfalls teilgenommen.

Weber ist Mitglied der ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) und deren Kreisvorsitzender. Er bewarb sich 2018 als sogenannter „Einzelkämpfer“ bereits um ein Mandat in der Stadtvertretung, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Dringenden Handlungsbedarf sieht Weber bei der Verkehrslenkung. „Burg erstickt in der Saison im Verkehr.“ Park & Ride mit einem von den Unternehmen der Innenstadt finanzierten Shuttle-Verkehr könnte für ihn eine Lösung darstellen. Zusätzlich müssten die ortsansässigen Händler natürlich erreichbar bleiben, so Weber.

Der 51-Jährige wünscht sich ferner eine „bessere Bürgerbeteiligung“. Es dürfe nicht an den Wünschen der Bürger vorbei entschieden werden, wie jüngst beim dm-Markt. „Das hätte man verhindern können, die Mehrheit der Bevölkerung ist für den dm-Markt“, ist er überzeugt. Besser machen hätte die Stadt seiner Meinung zudem das Begleiten der Bürger in der Corona-Pandemie. Weber: „Am Anfang wurde man gut informiert, dann hat es nachgelassen.“ Bei der Einhaltung der Corona-Regeln „hätte das Ordnungsamt einschreiten können und müssen“, findet Weber.

Die Entwicklung des Tourismus müsse genau beobachtet werden, dabei „sollte ein Mittelmaß gefunden werden“. Es sei Fakt, dass die Insel vom Tourismus lebe, doch die Entwicklung dürfe nicht ungebremst so weitergehen, fordert er.

Bis zur Bürgermeisterwahl am 7. März sind es noch fast fünf Wochen, in denen Thomas Weber seinen Wahlkampf durchziehen will. Persönlich und mit Flyern will er mittwochs auf dem Wochenmarkt präsent sein, für sich und sein Programm aber auch über Zoom-Meetings und soziale Medien werben. Von Haustür zu Haustür werde er aufgrund der Corona-Situation aber nicht ziehen, kündigt Weber an. Bezüglich seiner Wahlaussichten ist er Optimist: „Es wäre ein tolles Geschenk, wenn ich gewählt würde.“ Einen Tag nach der Wahl wird er 52.

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