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Landrat Reinhard Sager sieht für den Tourismus in Ostholstein einen "Aufbruch in die Moderne".

Landrat Reinhard Sager gab Pressekonferenz zu Kreis-Themen

Tourimus in Ostholstein: "Aufbruch in die Moderne"

FEHMARN - Von Heiko Witt - Einen „Aufbruch in die Moderne“ sagte gestern Landrat Reinhard Sager (CDU) dem Tourismus an der Ostseeküste voraus. Er zeigte in einer Pressekonferenz zum Jahresanfang Perspektiven für den Kreis Ostholstein auf. Außerdem sprach er die Investitionen in die Klinik-Standorte Fehmarn und Oldenburg, die „berechtigten Interessen“ der Bürger im Zuge des Baus der Festen Fehmarnbeltquerung und die Energiewende an.

Im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft mit der Laufzeit von 2007 bis 2013 seien in Ostholstein 21 touristische Projekte mit 23 Millionen Euro Fördermitteln umgesetzt worden. Diese hätten Gesamt-Investitionen von rund 36 Millionen ausgelöst. Es stünden hochwertige Hotelprojekte in Niendorf, Scharbeutz und Grömitz vor der Realisierung. Sager sprach davon, dass weitere Hotelprojekte, darunter das am Südstrand auf Fehmarn, in der „konkreten Planungsphase“ seien.

„Privatisierung richtiger Schritt“

Landrat Sager ging auch auf den Bau der neuen Inselklinik ein sowie die Investitionen der Sana Kliniken Ostholstein in das Oldenburger Krankenhaus. Die Privatisierung sei der richtige Schritt gewesen, „dieses Geld hätte der Kreis nie aufbringen können“. Die Gesamtbausumme der Inselklinik betrage neun Millionen Euro, davon seien 6,3 Millionen Fördermittel und 2,7 Millionen Eigenmittel der Sana Kliniken. In Oldenburg werde der Bau eines modernen und komfortablen neuen Bettenhauses mit drei Stationen noch im ersten Halbjahr begonnen. Die Fertigstellung sei für 2013 geplant. Am Standort Oldenburg würden damit inklusive der schon erfolgten Baumaßnahmen über 30 Millionen Euro investiert. Die Frage nach der Trasse für die Hinterlandanbindung im Zuge der Festen Fehmarnbeltquerung sei nach wie vor von außerordentlicher Bedeutung für die Region, betonte der Landrat. Sager: „Ostholstein muss daher unbedingt mit einer Stimme sprechen.“ Mit dem Raumordnungsverfahren und dem Dialogforum sei Ostholstein auf dem richtigen Wege. „Wir werden hier weiterhin mit großer Konsequenz versuchen, die berechtigten Interessen der Bevölkerung in die Planung einzubringen“, so Sager, der 2012 turnusmäßig wieder für ein Jahr den Vorsitz des Fehmarnbelt-Komitees übernimmt. Neue Perspektiven bringe auch die Mitgliedschaft in der Metropolregion Hamburg seit Anfang des Jahres. Im Zuge der Energiewende bekomme die verstärkte Nutzung von Windenergie und die Ableitung der gewonnenen Energie in die verbrauchsstärkeren Regionen Deutschlands in den nächsten Jahren eine besondere Bedeutung.

Sager möchte mehr Windenergie

Sager sprach von einem „Verfahren zur Änderung des Regionalplans Ostholstein-Lübeck“, in das der Kreis Ostholstein sich eingebracht habe. „Nun sehen wir der Ausweisung von neuen Vorrangflächen für Windenergie durch das Land im Frühjahr erwartungsvoll entgegen.“ Für die Ableitung des Stroms werde der Bau einer 380 kv Leitung quer durch den Kreis nach Lübeck und nach Kiel notwendig sein. Auch hier werde sich der Kreis einbringen, um das Verfahren zügig voranzutreiben und auch hier die Belange der Ostholsteiner zu berücksichtigen.

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