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Ralf Silberbach, Nathalie Schulze und Anke Schulze (v.li.) fanden das Wrackteil am Sonntag in Puttgarden.

Spaziergänger fanden das Wrackteil am Strand

Tragfläche von Drohne im Schlamm

FEHMARN - loj - Was sich beim sonntäglichen Spaziergang nicht alles so finden lässt: Anke Schulze war mit Tochter Nathalie und Freund Ralf Silberbach am Strand in Puttgarden unterwegs, als sie plötzlich etwas Gelbes im Schlamm liegen sah. Bei genauem Hinsehen erkannte die Gruppe, dass es sich um die Tragfläche eines Flugkörpers handelte. Die Aufschrift „Banshee“ und ein Zahlencode machten die beiden Erwachsenen stutzig. Sie nahmen das Teil mit und untersuchten es.

„Ich habe meinem Sohn ein Foto geschickt und er hat sich im Internet schlau gemacht“, erzählt Ralf Silberbach. Bei dem Objekt handelt es sich tatsächlich um die Tragfläche einer Drohne vom Typ „Banshee“, eine Zieldrohne, die von der britischen Armee für Aufklärungsflüge genutzt wird. Dieser Typ lässt sich allerdings auch mit Waffen bestücken. Daher tragen die Teile Identifikationsnummern an verschiedenen Stellen. Gibt man diese auf der Such-Seite der Armee ein, kann nachgeforscht werden, wann und wo die Drohne gestartet ist. Unter Umständen ist sogar ein Finderlohn drin, denn die Drohnen sind nicht billig. Sie können mehrere Tausend Meter hoch und etwa 200 Stundenkilometer schnell fliegen. Mit 2,85 Meter Länge, 2,50 Meter Breite und knapp einem Meter Höhe ist die „Banshee“ ein ganz schöner Brocken.

„Man weiß ja auch gar nicht, warum sie abgestürzt ist“, wirft Anke Schulze ein. Das Trio nimmt jetzt erst einmal Kontakt mit der britischen Armee auf und ist gespannt, was dabei herauskommt.

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