Stadt Fehmarn startet Integrierte Sportentwicklungsplanung / Fragebögen flattern in 3000 Haushalte

Wie treiben die Fehmaraner Sport?

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Gaben den Startschuss zur Integrierten Sportentwicklungsplanung auf Fehmarn (v.l.n.r.): Bürgermeister Jörg Weber, Prof. Dr. Jürgen Rode, Hans-Jürgen Schimpf, Prof. Dr. Michael Barsuhn, Stefan Schäfer, Josef Meyer und Michaela Krohn.

FEHMARN -hö- Am Mittwoch gaben die Stadt Fehmarn und das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) den Startschuss für eine Sportentwicklungsplanung auf Fehmarn. Schon in acht Monaten will die INSPO laut Prof. Dr. Jürgen Rode den Abschlussbericht gefertigt haben. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen Politik und Stadtverwaltung in die Lage versetzen, zukünftige sport- und gesundheitspolitische Entscheidungen eng an den Bedürfnissen der Bürger auszurichten.

Deshalb geht es zunächst einmal darum, Kenntnis über diese Bedürfnisse zu erlangen. Hierzu werden heute und morgen bereits die ersten Fragebögen an insgesamt 3000 per Zufallsstichprobe ausgewählte Haushalte verschickt. Für den einzelnen Bürger sieht Prof. Dr. Michael Barsuhn von der INSPO „die große Chance“, sich mit seinen Wünschen einzubringen. „Zehn bis 15 Minuten, dann ist es geschafft“, ergänzt Rode zum zeitlichen Aufwand.

Rückgabe der Fragebögen bis zum 7. April

Zurückzusenden sind die Fragebögen bis zum 7. April. Die INSPO-Vertreter gehen von einer Rücklaufquote von 20 Prozent aus. Das sei völlig ausreichend, um gesicherte Aussagen treffen zu können, so Rode. „Wir schaffen mehr“, sind Fachbereichsleiter Hans-Jürgen Schimpf, Schulausschussvorsitzender Josef Meyer, Schulleiterin Michaela Krohn und der 2. stellvertretende Vorsitzende des SV Fehmarn, Stefan Schäfer, davon überzeugt, dass Fehmarn Großstädten wie Schweinfurt oder Schwerin, die ebenfalls solch ein Projekt durchführen, voraus sein wird. In Schweinfurt habe die Rückläuferquote bei 24 und in Schwerin bei 25 Prozent gelegen, teilte Rode mit. Die gesammelten Daten werden völlig anonym und streng vertraulich nur für den genannten Zweck erhoben und verwendet, versichert Bürgermeister Jörg Weber. Die Zahl der Kommunen, die sich einer Integrierten Sportentwicklungsplanung als Steuerungselement bedienen, nimmt nach Angaben von Dr. Rode laufend zu. In Schleswig-Holstein ist neben Fehmarn noch die Stadt Pinneberg dabei.

„Viele Menschen sind heutzutage sportlich aktiv, aber nicht mehr nur im Sportverein, sondern oftmals auch selbst organisiert beim Joggen oder Radfahren. Deshalb fragen wir im Bürgerfragebogen ganz konkret nach unterschiedlichen Sportformen, Anbietern und Sporträumen“, so Dr. Rode. Um ein umfassendes Ergebnis zu erhalten, wird parallel eine Onlinebefragung von Sportvereinen, Schulen und Kindertagesstätten durchgeführt. Nicht vernachlässigt werden soll zudem der touristische Bereich.

Nach der Auswertung der empirischen Daten und der parallel durchgeführten baufachlichen Begutachtung der Sportstätten sieht der Zeitplan vor, im Sommer öffentliche Workshops durchzuführen, in deren Rahmen die wissenschaftlichen Ergebnisse mit Vertretern aus Verwaltung, Sportvereinen, Schulen und Kitas sowie interessierten Bürgern vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt werden.

Am Ende steht dann der Abschlussbericht, der im November vorgelegt werden soll. Für die Integrierte Sportentwicklungsplanung gibt die Stadt Fehmarn 38000 Euro aus. Nach Abzug der Förderung sind es netto aber nur 14000 Euro. Aus Sicht von Jörg Weber gut angelegtes Geld, da anhand des Konzeptes effektive Entscheidungen getroffen und mögliche Fehlinvestitionen vermieden werden könnten.

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