Feste Fehmarnbeltquerung soll für künftige Entwicklungen im Fahrzeugverkehr bereit sein

Ein Tunnel der Zukunft

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Für Femern A/S steht fest: Neueste Technologien wie autonomes Fahren sollen im Belttunnel nutzbar sein.

FEHMARN -hö- Die dänische Projektgesellschaft Femern A/S lässt in ihren Planungen für den Bau des Fehmarnbelttunnels auch Raum für zukünftige Entwicklungen im Fahrzeugverkehr. So soll der Tunnel auch den Verkehr der Zukunft aufnehmen können: autonom fahrende Autos, fahrerlose Busse oder automatisierte Lkw.

„Viele unserer Kunden werden in selbstfahrenden Autos und Lastwagen sitzen“, sagt Peter Henningsen, Designmanager für Installationen bei Femern A/S. „Daraus können wir Vorteile ziehen, weil die fahrerlose Technologie die Nutzung des Tunnels verbessern kann.“ So geht Henningsen davon aus, dass mithilfe der neuen Technologie Kapazitäten auf den Straßen besser genutzt und die Verkehrssicherheit im 18 Kilometer langen Tunnel optimiert wird. Letzteres sei für ihn das Wichtigste.

„Wir verfolgen besonders die Entwicklung in der modernen Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und der Infrastruktur“, erzählt Henningsen. „So können wir den Tunnel dazu bringen, mit den Fahrzeugen zu kommunizieren, wenn die Technologie dazu bereit ist.“ Die könnte es ermöglichen, wichtige Verkehrsinformationen aus dem Tunnel direkt an die fahrerlosen Autos zu senden.

Doch wo wird im Tunnel Raum geschaffen, um die Technologie zu steuern? Alle zwei Kilometer werden nach Angaben von Matthias Laubenstein, Chef für das deutsche Planfeststellungsverfahren bei Femern A/S, sogenannte Spezialelemente mit einem Versorgungsraum unterhalb der Fahrbahnen hergestellt, in denen die elektrischen Anlagen untergebracht werden. Die Energieversorgung wird von beiden Seiten des Tunnels sichergestellt. Hier gibt es an den Tunnelportalen Transformatorstationen, die an das öffentliche Netz angeschlossen sind.

„Während der langen Lebensdauer des Tunnels entwickeln sich ja ständig neue Technologien“, sagt Henningsen. „Deshalb richten wir den Tunnel so ein, dass er auch in ferner Zukunft noch neueste Technologien integrieren und nutzen kann.“ Die Lebensdauer des Fehmarnbelttunnels soll mindestens 120 Jahre betragen.

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