Scandlines-Neujahrsempfang: CO2-Reduzierung – Lob für die Bemühungen der Reederei

Über den Dächern Berlins

Die Fehmarn-Delegation beim Scandlines-Empfang mit Wirtschaftsförderin Steffi Breuer (3.v.r.) Bürgermeister Jörg Weber (l.), 1. Stadtrat Heinz Jürgen Fendt (r.) sowie Regionalmanager Jürgen Zuch (2.v.l.) zusammen mit Ostholsteins Bundestagsabgeordneter Bettina Hagedorn, Scandlineschef Søren Poulsgaard Jensen (2.v.r.) und seinem Deutschland-Chef Heiko Kähler (3.v.l.) sowie Malte Siegert vom NABU (4.v.r.).
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Die Fehmarn-Delegation beim Scandlines-Empfang mit Wirtschaftsförderin Steffi Breuer (3.v.r.) Bürgermeister Jörg Weber (l.), 1. Stadtrat Heinz Jürgen Fendt (r.) sowie Regionalmanager Jürgen Zuch (2.v.l.) zusammen mit Ostholsteins Bundestagsabgeordneter Bettina Hagedorn, Scandlineschef Søren Poulsgaard Jensen (2.v.r.) und seinem Deutschland-Chef Heiko Kähler (3.v.l.) sowie Malte Siegert vom NABU (4.v.r.).

Berlin/Fehmarn – mb – Es ist gelebte Tradition, dass die Reederei Scandlines im Januar zum Neujahrsempfang nach Berlin einlädt, um das Jahr Revue passieren zu lassen und um gleichzeitig nach vorne zu schauen. Am Donnerstag konnte Scandlines-Sprecherin Anette Ustrup Svendsen im Dachgarten-Restaurant im Deutschen Bundestag etliche Gäste aus Politik und Gesellschaft begrüßen – unter anderem den Europaabgeordneten Niclas Herbst (CDU), die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium und Bundestagsabgeordnete für Ostholstein, Bettina Hagedorn (SPD), sowie den Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann (CDU), Maritimer Koordinator der Bundesregierung und Schirmherr des Neujahrsempfangs.

Brackmann ergriff auch gleich das Wort, verwies darauf, dass etwa drei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus dem Schiffsverkehr resultieren würden. Die Schifffahrt – gemessen an den transportierten Mengen – sei damit der sauberste Verkehrsträger. „Klar ist aber, auch der Schiffsverkehr muss seinen Beitrag leisten, damit wir die weltweiten Klimaziele erreichen können“, so der gebürtige Lauenburger.

Darüber, was die Reederei bewegte und noch bewegen möchte, sprach Scandlineschef Søren Poulsgaard Jensen. 2019 seien die grünen Initiativen bestimmend gewesen, wie beispielsweise neue Antriebsgondeln für die Fähren oder auch das Projekt, ein Rotorsegel auf einer Fähre zu installieren. „Unser Ziel ist es, in Zukunft komplett emissionsfrei unterwegs zu sein, um damit eine grüne Alternative zu den festen Querungen darzustellen – zunächst auf der Strecke Puttgarden-Rødby über den Fehmarnbelt“, so Poulsgaard Jensen. In der Umsetzung sei geplant, so der Chef der Reederei, die Fähren während der 15-minütigen Hafenliegezeit an der Steckdose mit Landstrom aufladen. „Dafür sind ein enormer Energieaufwand und eine spezielle Infrastruktur nötig.“

An der Stelle kam Brackmann wieder ins Spiel: „Scandlines und mich verbindet die gleiche Vision: das emissionsfreie Schiff“, bekannte er passenderweise. Für diese Vision stünden im Haushalt des Bundeswirtschaftsministeriums umfangreiche finanzielle Mittel zur Verfügung, mit denen Forschung für alternative Antriebe und klimafreundliche Brennstoffe gefördert werden könnten, erklärte der Parlamentarier. „Hierzu braucht es so innovative Unternehmen wie Scandlines, die den Mut haben, auf neue Technologien zu setzen.“

Für Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (SPD), der zusammen mit Wirtschaftsförderin Steffi Breuer, Regionalmanager Jürgen Zuch und seinem Stellvertreter Heinz Jürgen Fendt vor Ort war, ging es vor allem darum, sich bei den Bundestagsabgeordneten Norddeutschlands wieder in Erinnerung zu bringen und sich auszutauschen. „Von Angesicht zu Angesicht ist einfach ergiebiger.“

Weber lobte gestern gegenüber dem FT das Hauptthema des Empfangs: die Bemühungen der Reederei, CO2-Emissionen zu reduzieren. „Das ist der richtige Weg.“ Gleichzeitig sieht der Verwaltungschef der Insel in Sachen Wirtschaftsförderung die Politik am Zug. Um ausreichend Strom für den Batteriebetrieb zu generieren, müsse man stärker auf erneuerbare Energien setzen. „Es kann nicht sein, dass beispielsweise die Windräder auf Fehmarn still stehen und die Windmüller den Strom nicht direkt verkaufen können“, so der Fehmaraner. Er wünschte sich, dass sich unter anderem Ostholsteins Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) und Ingo Gädechens (CDU) hinsichtlich zukünftiger Herausforderungen mit Scandlines an einen Tisch setzen.

Konkret thematisiert worden sei natürlich auch die Forderung nach übergesetzlichem Lärmschutz, ergänzte Regionalmanager Jürgen Zuch. Zurzeit bremse der Streit um die Troglösung in Bad Schwartau die Entscheidung in Berlin aus. „Die Gutachter von der Deutschen Bahn und der Stadt Bad Schwartau sitzen noch zusammen“ Zuch wünschte sich eine baldige Lösung im Sinne der Region – ausreichend Geld für die übergesetzlichen Forderungen seien bei Land und Bund schließlich da.

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