Scandlines zieht Bilanz: 352 Millionen Euro auf den beiden Fährstrecken

Umsatz unverändert

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Die Reederei Scandlines legte ihre Bilanz vor. Der Umsatz von 325 Millionen Euro blieb auf den Fährstrecken Puttgarden-Rødby und Rostock-Gedser unverändert.

Fehmarn/Hamburg – lb – Die Reederei Scandlines legte gestern ihre Bilanz für 2019 vor. Trotz anspruchsvoller Marktverhältnisse, die das Verkehrsvolumen beeinflussten, habe die Reederei eine stabile und solide wirtschaftliche Leistung an den Tag legen können. Die Betriebseffizienz sei hoch gewesen.

Die Abfahrten auf den beiden Fährrouten Puttgarden-Rødby und Rostock-Gedser gingen mit über 41500 und 7,2 Millionen Passagieren leicht zurück. 2018 hatte Scandlines noch über 43000 Abfahrten und 7,4 Millionen Passagiere zwischen Deutschland und Dänemark registriert. Der Umsatz der beiden Fähr- strecken blieb mit 352 Millionen Euro trotz moderat niedriger Verkehrszahlen in den verschiedenen Segmenten unverändert. Scandlines führe dies auf mehrere Jahre Wachstum inbesondere im Frachtbereich zurück. Zudem habe Scandlines durch Investitionen in grüne Initiativen sowie durch weitere Konsolidierung der Finanzierung des Konzerns seine Wettbewerbsfähigkeit steigern können.

Mit 475 Millionen Euro sank der Konzernumsatz gegenüber 2018 um zwei Millionen Euro. Dieses stabile Ergebnis gehe auf den wirtschaftlichen Abschwung in Deutschland und Schweden zurück.

Die Bordershops seien relativ stabil aktiv gewesen. Der Umsatz ging leicht von 125 Millionen Euro auf 124 Millionen Euro zurück. Grund hierfür seien ein moderater Rückgang des Freizeitverkehrs sowie der schwache Kurs der schwedischen Krone gewesen, der den Anreiz für schwedische Kunden, die Bordershops des Konzerns zu besuchen, verringert habe.

Der Gewinn sank um drei Millionen Euro von 191 Millionen Euro auf 188 Millionen Euro.

„Wir haben die Stärkung und Entwicklung unseres Geschäfts fortgesetzt, sodass wir 2019 einen stabilen Ertrag erzielen und Scandlines‘ nachhaltige Perspektiven als einen besonders konkurrenzfähigen, zuverlässigen und immer grüner werdenden Teil der europäischen Infrastruktur hervorheben konnten“, bilanzierte Scandlineschef Søren Poulsgaard Jensen. Bereits seit vielen Jahren betrachte Scandlines grüne Investitionen und Maßnahmen als integrierten Teil der Strategie sowie als klare Voraussetzung dafür, um langfristige Wettbewerbskraft auf dem Markt sicherzustellen. Hierzu hätten die Hybridfähren Akzente gesetzt.

Die grünen Investitionen würden Scandlines‘ Geschäft und Umgebungen zugutekommen. Dieser Einsatz werde 2020 fortgesetzt mit dem Ziel, die Route Puttgarden-Rødby innerhalb überschaubarer Zukunft zu einer emissionsfreien Überfahrt zu machen und einen starken Betrieb sowie eine starke Konkurrenzfähigkeit zu gewährleisten.

„In den ersten Monaten des Jahres 2020 war unser Geschäft relativ stabil, aber der Ausbruch von COVID-19 innerhalb Europas und die anschließenden Reisebeschränkungen führen einen hohen Grad an Unsicherheit für den Rest des Jahres mit sich. Während erwartet wird, dass der private Passagierverkehr und die Bordershop-Aktivitäten ernsthaft von der Situation beeinträchtigt werden, haben wir den Betrieb aufrechterhalten, um unsere Frachtkunden zu bedienen und kritische Lieferungen von Lebensmitteln, Medikamenten und anderen notwendigen Waren zu gewährleisten. Wir ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um unsere Mitarbeiter und unsere Kunden zu schützen, während wir weiterhin unsere Aufgabe als maßgeb- licher Teil der Infrastruktur ausführen, die das europäische Festland mit Skandinavien in einer schwierigen Phase verbindet“, so der Scandlines-Chef weiter.

Die Reederei erwartet für 2020, dass der Ausbruch von COVID-19 erheblich negative Auswirkungen auf die Verkehrszahlen und das wirtschaftliche Ergebnis haben werde.

Scandlines arbeite zielgerichtet daran, die Auswirkungen dieser negativen externen Verhältnisse durch Kostenkontrolle und Effizienzsteigerungen zu vermindern, aber aufgrund des hohen Grades an Unsicherheit und der niedrigen Sichtweite sei es dem Führungsteam nicht möglich, präzise wirtschaftliche Erwartungen für 2020 zu äußern.

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