Eigeninitiative zahlte sich aus

Umweltpreis für hiesige Windparks

FEHMARN (st) • Die „Windpark Fehmarn Netz GmbH & Co OHG“ hat einen der drei mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Umweltpreise des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume gewonnen.

Das Preisgeld von 3 000 Euro in der Kategorie „kleine und mittelständische Unternehmen“ übergab Umweltminister Christian von Boetticher am Mittwoch im Rahmen einer Feierstunde an die Betreiber der fehmarnschen Windparks, die sich im Zuge des Repowerings, der Modernisierung der Windkraftanlagen, zur „Fehmarn Netz“ zusammengeschlossen haben.

Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes

Neben der Kategorie „kleine und mittelständische Unternehmen“ gab es Preise für „Kommunen“ und „Bürgerinitiativen, Vereine/Verbände, Einzelpersonen“, die mit bemerkenswerten Aktionen zur Verringerung des Kohlendioxidausstoßes beigetragen haben. Das Motto des Umweltpreises hieß in diesem Jahr „Klimaschutz in Schleswig-Holstein“.

Beworben haben sich in jeder der drei Kategorien fünf bis sechs Projekte, die allesamt auf die konkrete Kohlendioxid-Reduktion hin überprüft wurden. Ausschlaggebend für die Juroren war zudem in großem Maße die Eigeninitiative, mit der die Bewerber ihre Vorhaben durchsetzen konnten.

Da lagen die Fehmaraner ganz weit vorne. Um den Strom im Rahmen des Repowering-Projektes möglichst schnell auch in das Stromnetz auf dem Festland fließen lassen zu können, verlegte die „Fehmarn Netz“ bekanntlich durch private Initiative ein Erdkabel von Bisdorf, wo der Strom der Insel-Windparks zusammenläuft, durch den Fehmarnsund bis nach Göhl. Rund 17 Millionen Euro investierten die Betreiber in die Verlegung des ersten Kabels, das unterirdisch durch den Sund verläuft. Durch die Maßnahmen wurde die Anlagenanzahl auf der Insel ebenso deutlich verringert – bei vierfacher Leistung – wie die Einsparung von Kohlendioxid erhöht wurde (rund 6,2 Millionen Tonnen in 20 Jahren).

„Wir sehen die Ehrung durch den Umweltminister als hohe Anerkennung. Unter äußerst schwierigen Bedingungen war das nur mit der Unterstützung der Kommunen und der Landeigner möglich“, erklärte Matthias Witt von der „Fehmarn Netz“. Die Fehmaraner hätten mit unglaublichem Eigenengagement das erste große Repowering-Projekt Deutschlands durchgeführt, lobte das Ministerium.

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