Beate Burow stellt im Hauptausschuss zahlreiche Aktivitäten vor / Viel Bewegung bei Fairtrade und Schulwald

Umweltrat gibt Gas bei Projekten

FEHMARN -hö- Die für den 21. November vorgesehene Sitzung des Umweltrats fällt aus. Das heißt aber nicht, dass sich beim Umweltrat Fehmarn nichts tut. Ganz im Gegenteil, denn die zahlreichen Aktivitäten können sich sehen lassen. Beate Burow von der Geschäftsstelle des Umweltrats stellte diese jetzt in der Sitzung des Hauptausschusses vor.

Dabei standen den Ausschussmitgliedern fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Kekse oder Schokolade zur Verfügung. Fehmarn ist bekanntlich auf dem Weg zur Fairtrade-Insel, ebenfalls ein Projekt, das maßgeblich über den Umweltrat angestoßen wurde und durch Beschluss der Stadtvertretung Zustimmung aus der Politik erhalten hat. Die Arbeitsgruppe Fairtrade tagt laut Beate Burow am 14. November zum ersten Mal. Und es sei bereits Kontakt aufgenommen worden zur Kirchengemeinde Burg und zur Inselschule, zudem werbe der sich stark für das Projekt engagierende Peter Mester bei heimischen Betrieben um eine Beteiligung. Ziel sei es, teilte Beate Burow mit, zur Saison 2018 einen Fairtrade-Einkaufsführer herauszubringen.

Der ungebremste Tatendrang des Umweltrats spiegelt sich auch in anderen Projekten wider. Zu diesen zählt die Wiederbelebung der Aktivitäten rund um den Schulwald, der seit einigen Monaten nach seinem Gründer Günter Andersen benannt ist. Der Einsatz der AG Schulwald unter Leitung von Beate Burow trägt bereits erste Früchte, denn die in Burg ansässige Montessori-Schule möchte das Areal einmal in der Woche in den Unterricht einbinden. „Ich hoffe, dass andere Schulen nachziehen“, freut sich Beate Burow.

Angelaufen ist mittlerweile auch das Projekt „Fahrradfreunde Fehmarn“. 17 Teilnehmer gibt es bereits, die Fahrradfahrern auf der Insel bei Bedarf hilfreich zur Seite stehen mit Flickzeug und Luftpumpe oder sonstige Angebote, die in Verbindung mit dem Fahrrad stehen, bereithalten. Das Projekt, das noch erweitert werden kann, möchte Beate Burow auf jeden Fall für den Fahrradpreis 2018 bewerben. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) sei auch schon auf „Fahrradfreunde Fehmarn“ aufmerksam geworden, berichtete Burow.

In diesem Zusammenhang erwähnte sie auch das Ziel, die Fahrradinfrastruktur der Insel zu verbessern. Eine gute Entscheidungshilfe könnte ihrer Ansicht nach eine durch einen Studenten zu diesem Thema verfasste Bachelor-Arbeit sein. Zudem verspricht sie sich zusätzlich etwas von der Einberufung eines runden Tisches. Am Mittwoch weilte Beate Burow übrigens bei einem Radworkshop auf Lolland.

Bei der Verwirklichung der Projekte des Umweltrats spielen die dänischen Nachbarn keine unbedeutende Rolle, denn innerhalb des deutsch-dänischen Interreg-Projekts REACT sollen grenzübergreifend Projekte entwickelt werden, die den Küstenurlaub in der Region fördern. So ging es auch bei dem Radworkshop darum, touristische Produkte miteinander zu verweben. Beispielsweise soll eine Fahrradroute „Kunst“ entwickelt werden, die Ateliers in der Region verbindet.

An der Entwicklung eines Kite- und Surfkonzepts wird weiter mitgearbeitet. Als eine Maßnahme stellte Beate Burow das Surfleitsystem „Die gelbe Planke“ vor. „Das ist eine coole Form der Lenkung“, freut sich Burow. Gleichwohl stehe noch reichlich Arbeit an, bevor solch ein Konzept fertig sei, gab sie zu bedenken. Beate Burows Blick ist aber optimistisch nach vorne gerichtet.

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