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Im Einsatz: Nikolaus Fechtrup und Hannah Thurm-Meyer an ihrem Arbeitsplatz, direkt an der E47, gut sichtbar für alle von der Fähre kommenden Fahrzeuge.

Corona-Testmobil noch bis Anfang November in Puttgarden auf Fehmarn / Nachfrage hält sich in Grenzen

 „Unkompliziert und schnell“: Corona-Testung in Puttgarden

Fehmarn –mb– Die Corona-Zahlen steigen, die zweite Welle der Pandemie ist längst da. Nicht nur in Deutschland, sondern beispielsweise auch in Dänemark. Die Hauptstadt Kopenhagen, die zur Region Hovedstaden gehört, ist Risikogebiet seit dem 23. September. Wer von dort kommt, muss sich testen lassen. Die erste Chance dazu bietet auf Fehmarn das Covid-19-Mobil der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein direkt nach dem Verlassen der Fähre – quasi per Drive-in. Aus dem Fahrzeug aussteigen muss niemand.

Als „unkompliziert und schnell“ titulierte es deshalb der Arzt Nikolaus Fechtrup am Mittwoch, der zusammen mit Medizinstudentin Hannah Thurm-Meyer bereitstand für Reiserückkehrer.

Viel los war allerdings nicht. 14 Abstriche zählte Thurm-Meyer, zuständig für die administrativen Aufgaben, am Mittwoch kurz vor 16 Uhr. „Es schwankt“, so die angehende Medizinerin. Es gebe auch Tage, an denen habe man nur zwei Abstriche. Ihr Kollege erinnert sich noch an den Hochsommer: „Es war zu diesem Zeitpunkt noch auf freiwilliger Basis. Da hatten wir an einem Tag auch gut und gerne mal über 200 Tests.“ Fünf bis zehn Prozent der Fahrzeuge pro Fähre seien es im August gewesen – jetzt schätzt der Arzt, sei es wohl eher ein Fahrzeug jede zweite Fähre, das zum Test anhält.

Die meisten Personen würden sowieso aus dem Umland kommen – Fehmarn, Heiligenhafen, Oldenburg, so Fechtrup, der mutmaßt, das nicht alle halten, die aus einem Risikogebiet einreisen. Das sei auch nicht verpflichtend, gibt er zu bedenken. „Man kann sich auch mit der Rückkehr nach Hause testen lassen.“

Die Testergebnisse gibt es entweder telefonisch 24 bis 48 Stunden später oder über die Corona-App. Bis zum Beginn der zweiten Novemberwoche wird die mobile Teststation ihr Angebot am Fährbahnhof noch vorhalten, dann ist das Reiserückkehrerprojekt zumindest für einige Monate ausgesetzt. Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) legt ihren Schwerpunkt dann nicht mehr auf Reiserückkehrer, sondern konzentriert sich strategisch auf die Wintersaison, um die niedergelassenen Ärzte mit weiteren Teststationen im Landesinneren zu entlasten.

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