Zwei Scandlines-Mitarbeiter mit Mundschutz am Landgang
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Nur mit Mundschutz: Bernd Luka (l.) öffnet die Tür zum Landgang. Für Sandra Zehm (r.) beginnt gleich die Schicht auf der „Deutschland“.

Unterschiedliche Regelungen in Sachen Mundschutz auf den Fährschiffen

  • Andreas Höppner
    VonAndreas Höppner
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Das Thema Mundschutz wird auf den Scandlines-Fähren unterschiedlich behandelt. Auf dänischen Fähren muss kein Mundschutz getragen werden, auf deutschen Fähren ist der Mundschutz Pflicht.

  • Reederei reagiert flexibel auf die jeweiligen Corona-Verordnungen.
  • 3-G-Regelung wird auf deutscher Seite konsequent umgesetzt.
  • Hoher administrativer Aufwand.

Fehmarn – Die Sieben-Tage-Inzidenz in Dänemark liegt bei 5000, Deutschland kratzt an der 1500er-Marke. Während auf der anderen Seite des Fehmarnbelts seit Monatsbeginn sämtliche Coronabeschränkungen aufgehoben wurden, erfolgen Lockerungen auf deutscher Seite schrittweise. Das hat auch Konsequenzen für den Fährbetrieb der Reederei Scandlines: Maske tragen auf den deutschen Fähren,  auf den dänischen Fähren geht‘s ohne.

Bei Scandlines richten wir uns nach den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden, und deshalb sind ab dem 1. Februar der Mund-Nasen-Schutz und der Impfpass an Bord der dänischen Fähren weder für unser Personal noch für die Kunden verpflichtend

Scandlines-Sprecherin Anette Ustrup Svendsen

„Bei Scandlines richten wir uns nach den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden, und deshalb sind ab dem 1. Februar der Mund-Nasen-Schutz und der Impfpass an Bord der dänischen Fähren weder für unser Personal noch für die Kunden verpflichtend“, berichtet Scandlines-Sprecherin Anette Ustrup Svendsen gegenüber dem FT. Auf den deutschen Fähren müsse jedoch weiterhin von allen ein Mundschutz getragen werden. Nur auf dem Platz, auf den Sonnen- oder Fahrzeugdecks könne dieser abgenommen werden, ergänzt Ustrup Svendsen.

Coronaverordnungen variieren

Nach fast zwei Jahren Pandemie haben die Verantwortlichen der Reederei aber Übung darin, auf die jeweilig geltenden Coronaverordnungen flexibel zu reagieren. Schließlich gibt es nicht nur Unterschiede zwischen Dänemark und Deutschland, relevant sind ferner die Coronabestimmungen der einzelnen Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie Hamburg, in denen die Scandlines Deutschland GmbH ihre Standorte hat.

Noch keine Crews und Schichten ausgefallen

„Wir sind sehr aufmerksam und achten darauf, dass die Infektionszahl gering gehalten wird“, macht Scandlines-Geschäftsführer Heiko Kähler deutlich. „Bislang mit Erfolg.“ Und er geht davon aus, dass das auch so bleibt. Er verweist auf eine hohe Impfquote der Mitarbeiter, so habe die Reederei den Angestellten ein innerbetriebliches Impfangebot unterbreitet. Zudem würden die Anforderungen für die nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz zunächst noch bis zum 19. März 2022 geltende 3-G-Regelung am Arbeitsplatz konsequent umgesetzt. Zusätzliche Maßnahmen wie die Trennung der seemännischen Crew von der Retail- und Cateringmannschaft sowie ein größtmöglicher Anteil von Homeoffice im administrativen Bereich würden ebenfalls ihren Beitrag zur Risikominimierung leisten, so Kähler, der mit einer gewissen Erleichterung resümiert, dass es noch keinen coronabedingten Ausfall von Crews und Schichten gegeben habe.

Heiko Kähler, Scandlines-Geschäftsführer.

Grundsätzlich bedürfe es aber eines hohen administrativen Aufwands, „tagesaktuell zu wissen, welche Coronaverordnungen wo gelten“. Und dann müssten diese oft recht kurzfristig umgesetzt werden.

Haben nun dänische oder schwedische Kunden auf einem deutschen Schiff keine Maske dabei, sei das Personal vorbereitet und würde Masken zur Verfügung stellen, berichtet der Scandlines-Geschäftsführer. In der Regel hätten die Kunden aber welche griffbereit, da sie wüssten, dass sie hier benötigt werden.

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