Das Ende einer Ära auf Fehmarns Wochenmarkt

Nach 48 Jahren ist Schluss: Marktbesteller Gisbert Janzen geht in den Ruhestand. Bürgermeister Jörg Weber (l.) und Friedrich Rathjen (r.) aus dem Ordnungsamt verabschiedeten den 78-Jährigen, der von seinem Sohn Björn über die Jahre viel Unterstützung erfahren hat.
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Nach 48 Jahren ist Schluss: Marktbesteller Gisbert Janzen geht in den Ruhestand. Bürgermeister Jörg Weber (l.) und Friedrich Rathjen (r.) aus dem Ordnungsamt verabschiedeten den 78-Jährigen, der von seinem Sohn Björn über die Jahre viel Unterstützung erfahren hat.

Fehmarn –ga– Seit 48 Jahren, immer an der gleichen Stelle, seitlich des Burger Rathauses, hatte der heute 78-jährige Gisbert Janzen seinen festen Standplatz auf dem Burger Wochenmarkt und bot seine begehrten Topf- und Schnittblumen sowie Pflanzen an. Diese Ära endete gestern. Janzen will jetzt zu Hause in Eutin seinen Ruhestand genießen.

  • Blumenhändler hört nach 48 Jahren auf
  • Gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung
  • Auch weiterhin mit Pflanzen beschäftigen

Gärtnerei Janzen in Kasseedorf und verkaufte seine Produkte auf Wochenmärkten, neben Burg unter anderem auch in Heiligenhafen, Neustadt und Eutin. 2007 überschrieb Janzen die Gärtnerei an seinen Sohn Björn, und erst vor wenigen Wochen wurde der Gärtnereibetrieb in Kasseedorf an einen neuen Besitzer übergeben. Sein Sohn unterstützte viele Jahre zuverlässig seinen Vater, wenn es mit einem kleinen Lkw, vollgeladen mit frischen Produkten, zu den Wochenmärkten ging. Wichtig war für ihn immer, dass er qualitativ hochwertige Ware anbieten konnte und dazu einen guten Service vorhielt.

Sohn Björn griff dem Vater oft unter die Arme

Janzen führte Jahrzehnte die Gärtnerei Janzen in Kasseedorf und verkaufte seine Produkte auf Wochenmärkten, neben Burg unter anderem auch in Heiligenhafen, Neustadt und Eutin. 2007 überschrieb Janzen die Gärtnerei an seinen Sohn Björn, und erst vor wenigen Wochen wurde der Gärtnereibetrieb in Kasseedorf an einen neuen Besitzer übergeben. Sein Sohn unterstützte viele Jahre zuverlässig seinen Vater, wenn es mit einem kleinen Lkw, vollgeladen mit frischen Produkten, zu den Wochenmärkten ging. Wichtig war für ihn immer, dass er qualitativ hochwertige Ware anbieten konnte und dazu einen guten Service vorhielt.

An seinem letzten Markttag überraschten gestern Bürgermeister Jörg Weber und der stellvertretende Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, Friedrich Rathjen, den Mann mit dem grünen Daumen, überreichten ein Präsent und wünschten dem 78-Jährigen alles Gute für die Zukunft. Janzen blickte kurz auf die fast 50-jährige Zeit auf dem Burger Wochenmarkt zurück. „Ihr habt wirklich einen guten Marktleiter“, sagte Janzen zum Bürgermeister und meinte damit Friedrich Rathjen, mit dem der Marktbeschicker nur gute Erfahrungen gemacht habe. „Wenn ich einen Wunsch hatte, fand ich bei Friedrich Rathjen immer ein offenes Ohr. Man musste ihn einfach nur fragen und wir beiden haben uns immer im guten Sinne einigen können“, wusste der Eutiner dies zu schätzen.

Tradition der roten Rose brach nicht ab

Erinnern kann er sich auch an den ehemaligen Ortswehrführer der Burger Feuerwehr, Werner Rahlf, der früher direkt am Burger Marktplatz wohnte und immer auf dem Markt für seine Ehefrau Hilda eine rote Rose kaufte. Als Rahlf aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr so gut zu Fuß war, brachte ihm der Marktbesteller die rote Rose ungefragt in seine Wohnung. Diese Tradition riss auch nicht ab, als Rahlf ins Altersheim nach Kellinghusen bei Itzehoe zog.

Zwar ist jetzt für den Blumen- und Pflanzenhändlerendgültig Schluss mit Wochenmärkten, doch weiterhin wird er, der ein gutes Händchen für Pflanzen hat, sich im großen Garten auf seinem Grundstück in Eutin akribisch und mit viel Liebe beschäftigen können.

Übrigens: Auf das Angebot am bekannten Standort, seitlich des Burger Rathauses, müssen Besucher dennoch nicht verzichten. Der benachbarte Obst- und Gemüsehändler wird seinen Stand verbreitern und ebenfalls Blumen und Pflanzen anbieten.

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