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Verbindungsstraße zwischen Wulfen und Burg wird ohne Radweg ausgebaut

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Von: Andreas Höppner

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Fehmarn Gemeindestraße Burg Wulfen
Die sanierungsbedürftige Gemeindestraße zwischen Burg und Wulfen muss erneuert werden. Für einen separaten Radweg fehlt das Geld. © Andreas Höppner

Die Verbindungsstraße zwischen Wulfen und Burg wird ohne Radweg ausgebaut.

Fehmarn – Die Hoffnung auf den Bau eines Radweges an der Verbindungsstraße zwischen Wulfen und Burg währte nur fünf Wochen. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses teilte Benjamin May, Fachbereichsleiter Bauen und Häfen, mit, dass dieser Radweg „nicht unter einer Million Euro“ zu haben wäre und sich der zusätzliche Grunderwerb schwierig gestalten würde.

Der Ausschuss hatte sich Ende März einstimmig dafür ausgesprochen, neben dem angestrebten Ausbau der Strecke parallel auch noch einen Radweg anzulegen. Nun holte die kostspielige Realität die Ausschussmitglieder schneller ein, als sie es sich vorgestellt hatten.

Behelfslösung statt große Lösung

In den vergangenen Wochen war auch die AG Inselwege, in der Vertreter aller Fraktionen sitzen, mit dem Thema befasst. Vorherrschende Meinung in diesem Gremium ist es, auf die große Lösung mit zusätzlichem Radweg zu verzichten. Stattdessen sollte versucht werden, mit flankierenden Maßnahmen, wie beispielsweise die Herrichtung eines Feldweges im Bereich des Klärwerks, eine verbesserte Anbindung Wulfens über den bestehenden Radweg auf dem Deich zu erreichen. 

So ist es nicht, es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß.

Marco Eberle (Grüne)

Marianne Unger (SPD), die vor fünf Wochen sehr auf diesen Radweg gedrängt hatte, forderte, „die Gleichbehandlung von Fahrrad- und Autoverkehr“ nicht außer Acht zu lassen. Gunnar Gerth-Hansen (SPD) setzte noch einen drauf, indem er fragte, „interessiert hier keinen die Klimakatastrophe?“ Man habe sich doch dazu entschlossen, den Radverkehr zu stärken. „So ist es nicht, es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß“, wollte sich Marco Eberle (Grüne) Gerth-Hansens Extremposition nicht zu eigen machen.    

Im Ausschuss setzte sich schließlich die Meinung durch, bei der Maßnahme immer auch die Kosten im Blick zu behalten. Dass eine zügige Sanierung der Gemeindestraße, die sich durch marode Banketten und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h auszeichnet, geboten ist, steht außer Frage.

Verwaltung fertigt Beschlussvorlage zur nächsten Sitzung am 14. Juni an

Die angestrebte Fahrbahnbreite von 5,50 Metern sei dabei eine gute Größenordnung, machte Gunnar Mehnert (F³) deutlich, der auf die bereits auf gleiche Art und Weise sanierte Verbindungsstraße von Petersdorf nach Bojendorf verwies. Die Banketten hielten hier, sodass aufwendige Unterhaltungskosten entfielen, so Mehnert. Dirk Frohberg (FWV) erinnerte daran, dass eine umfangreiche Umplanung der Maßnahme Zeit in Anspruch nehmen und allein schon für die Planung zusätzliche Kosten verursacht würden. Und bei den rasant steigenden Baupreisen sollte „man nicht so lange warten“, empfahl er. So wird die Verwaltung nun eine Beschlussvorlage fertigen und diese dem Ausschuss zur nächsten Sitzung am 14. Juni vorlegen.

Heinz Jürgen Fendt (SPD) regte an, noch einmal mit der Fehmarn-Wege GmbH & Co. KG, die schon zahlreiche Radwege auf Fehmarn gebaut hat, in Kontakt zu treten.

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