Wulfen Fehmarn Straße Ausbau
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Wohnmobile, Pkw, Fahrradfahrer: Der Verbindungsweg zwischen Wulfen und Burg wird trotz einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h stark genutzt.

Verbindungsweg Wulfen-Burg auf Fehmarn wird ausgebaut mit Radweg

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Abenteuerlich und teilweise gefährlich ist die Straße von Burg nach Wulfen. Jetzt hat die Politik entschieden, den Streckenabschnitt auszubauen – und hat obendrein einen Radweg beschlossen.

  • Von 4,75 m auf 5,50 m: Bau- und Umweltausschuss stimmt einstimmig für Ausbau und einen zusätzlichen Radweg.
  • Ausbau nach Wulfen als „echter Hotspot der Insel“.
  • Wegen Radweg: Mit Landeigentümern muss wegen Grundstücken erneut verhandelt werden.

Fehmarn – Der Verbindungsweg von Wulfen nach Burg hat in den letzten Jahren unheimlich gelitten. Vor allem, als die Gemeindestraße im Zuge des Neubaus der Kreisstraße 43 als Umleitungsstrecke diente. Schon seit Längerem erfordert der desolate Straßenzustand die Ausweisung einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Doch nun soll der Verbindungsweg auf Beschluss des Bau- und Umweltausschusses nicht nur ausgebaut, sondern auch noch mit einem Radweg versehen werden.

Letzteres war in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung gar nicht vorgesehen. Die Planungen sprachen nur von einem Ausbau auf 5,5 Meter Asphaltbreite plus jeweils 0,5 Meter Banketten. Grundlage dieses verwaltungsseitigen Vorschlags waren positive Gespräche mit den Landeigentümern, die das Projekt unterstützten, zusätzlich aber auch die Erfahrungen, die mit dem Ausbau des Verbindungsweges von Petersdorf nach Bojendorf gemacht wurden. Denn Pflegearbeiten an den Banketten fallen hier kaum noch an.

Wir brauchen eine vernünftige Anbindung nach Wulfen.

Hinnerk Haltermann (CDU)

Marianne Unger (SPD) lenkte den Blick darauf, dass gerade auf der Strecke von Wulfen nach Burg „ganz viele Fahrräder unterwegs“ seien. Deshalb sollte die Fahrbahnbreite lieber auf 4,75 Meter belassen und zusätzlich ein Radweg gebaut werden. „Wir brauchen eine vernünftige Anbindung nach Wulfen, den Radweg sollten wir unabhängig davon sehen“, erinnerte Hinnerk Haltermann (CDU) daran, dass ein breiterer Ausbau der Strecke Avendorf nach Wulfen nicht möglich sei. Ähnlich argumentierte Dirk Frohberg (FWV), der auf die zahlreichen Wohnmobile verwies, die die Verbindung von Wulfen nach Burg nutzten und ein asphaltierter Ausbau unabdingbar sei. Dann müssten auch nicht immer wieder Gelder in die Befestigung der Banketten fließen, so Frohberg.

An einem Ausbau dieser Strecke führt auch für Gunnar Mehnert (F³) kein Weg vorbei, da sich Wulfen mit Campingplatz, Ferienwohnungen, Wakepark und Golfpark mittlerweile zu einem echten Hotspot der Insel entwickelt habe. Nichtsdestotrotz würde er sich auch über einen zusätzlichen Radweg freuen.

Nachverhandlung mit Grundeigentümern

Ein Problem: Mit den Landeigentümern müsste noch einmal neu verhandelt werden, wenn auch noch ein Radweg gebaut werden sollte. „Ich werde einer Straßenbreite von 5,50 Metern nur zustimmen, wenn auch ein Radweg kommt“, legte Marianne Unger die Messlatte hoch und warb gleichzeitig dafür, bei zukünftigen Planungen den Fahrradverkehr stärker in den Fokus zu rücken. Marco Eberle (Grüne) empfahl zusätzlich, mit den Radwegbauern von Fehmarn Wege Kontakt aufzunehmen.

Schließlich stellte Gunnar Mehnert den Antrag, den Verbindungsweg von Wulfen nach Burg in einer Asphaltbreite von 5,50 Metern auszubauen und entlang der Straße einen Radweg zu bauen. Das Abstimmungsergebnis mit elf Jastimmen hätte nicht eindeutiger ausfallen können.

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