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Verfolgungsjagd: Tankbetrüger flüchtet vor der Polizei

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Von: Manuel Büchner

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Polizei-Symbolbild
Getankt und nicht bezahlt: Ein 47-Jähriger flüchtete vor der Polizei, die den Betrüger später stellen konnte. © dpa

Ein Pkw-Fahrer aus Bayern hatte nach einem Tankbetrug an der Raststätte Neustädter Bucht Ost Besseres zu tun, als sich von der Polizei ergreifen zu lassen und flüchtete Richtung Fehmarn.

Am Dienstag (14. Dezember) gegen 15.55 Uhr fahndete die Polizei nach einem vorherigen Tankbetrug auf der Tank- und Raststätte Neustädter Bucht Ost nach einem roten Opel Astra, an dem entwendete Kennzeichen angebracht waren. Der Fahrer, ein 47-Jähriger aus Bayern, sollte der zivilen Streife des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers (PABR) Scharbeutz auf den Autobahnrastplatz Hasselburger Mühle folgen. Der Mann hatte aber etwas anderes geplant.

Teilweise mit bis zu 120 km/h durchfuhr der Mann die Ortschaften Kabelhorst, Rüting sowie Cismarfelde und gefährdete durch die rücksichtslose Fahrweise den entgegenkommenden Verkehr.

Polizeipressesprecherin Claudia Struck

„Auf dem Verzögerungsstreifen beschleunigte der Opel-Fahrer und fuhr mit bis zu 160 km/h auf der A 1 weiter in Richtung Anschlussstelle Lensahn“, teilt Polizeipressesprecherin Claudia Struck mit. Hier verließ er die Autobahn und lenkte das Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit nach Cismar. „Teilweise mit bis zu 120 km/h durchfuhr der Mann die Ortschaften Kabelhorst, Rüting sowie Cismarfelde und gefährdete durch die rücksichtslose Fahrweise den entgegenkommenden Verkehr“, so Struck.

Zusammenstöße konnten nach Eindruck der Beamten nur durch starkes Abbremsen und Ausweichen der anderen Verkehrsteilnehmer verhindert werden. Auf der B 501 in Richtung Grönwohldshorst überholte der Flüchtige trotz Gegenverkehr und bog dann auf die K 50 nach Dahme ab. In der Ortschaft Dahme verloren die Beamten den Pkw kurzzeitig aus den Augen, konnten diesen dann aber in der Straße Am Knüll verlassen vorfinden.

Sechs Polizei-Einsatzfahrzeuge suchten den Mann

Im Zuge einer Nahbereichsfahndung mit insgesamt sechs Einsatzfahrzeugen wurde der Tatverdächtige schließlich um 16.20 Uhr unweit des abgestellten Pkw von Beamten der Polizeistation Grömitz geschnappt und festgenommen werden.

Falsches Nummernschild, keine Fahrerlaubnis und falsche Angaben zur eigenen Person gemacht

Die eigentlich zu einem Mazda gehörenden Kennzeichenschilder wurden kurz zuvor entwendet. Der 47-jährige Tatverdächtige aus Bayern war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und machte falsche Angaben zu seiner Person. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung konnte der Mann, der über einen festen Wohnsitz verfügt, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in Ermangelung von Haftgründen entlassen werden.

Polzei ermittelt und sucht Zeugen

Das PABR Scharbeutz ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs, wegen des Verdachts des Diebstahls und Betruges sowie wegen des Verdachts des Führens eines Kraftfahrzeuges ohne erforderliche Erlaubnis.

Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang Zeugen und Geschädigte, die am Dienstag in der Zeit zwischen 16 Uhr und 16:20 Uhr im Bereich der Anschlussstelle Lensahn oder in den Ortschaften Kabelhorst, Rüting, Cismarfelde, Cismar und Dahme unterwegs waren und Angaben zum Tatgeschehen machen können. Hinweise werden unter 04524 70770 oder per E-Mail an scharbeutz.pabr@polizei.landsh.de entgegengenommen.

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