Verkehrszentrale in Travemünde
+
In der Verkehrszentrale in Travemünde überwachen deutsche und dänische Nautiker den Schiffsverkehr während der Tunnelarbeiten im Fehmarnbelt.

Nautiker überwachen Schiffsverkehr

Verkehrsüberwachung: Fehmarnbelt immer fest im Blick

  • Nicole Rochell
    VonNicole Rochell
    schließen

Für einen ungehinderten und sicheren Schiffsverkehr im Fehmarnbelt während der Bauarbeiten hat am 1. Juli die neue deutsch- dänische Verkehrszentrale in Travemünde ihren Dienst aufgenommen.  

  • Gemeinsame deutsch-dänische Verkehrszentrale in Travemünde überwacht rund um die Uhr.
  • Maritime Verkehrssicherung während des Baus der Festen Fehmarnbeltquerung.
  • Ein Novum in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Fehmarn/Travemünde – Noch im Juli sollen auf dänischer Seite die Aushubarbeiten für den Tunnelgraben erfolgen. Auf deutscher Seite wird das später starten, so Denise Juchem, Pressesprecherin von Femern A/S. Die Maßnahmen für einen „ungehinderten und sicheren Schiffsverkehr im Fehmarnbelt während der Offshore-Bauarbeiten“ sind bereits getroffen. Eine gemeinsame deutsch-dänische Verkehrszentrale in Travemünde (Vessel Traffic Service, VTS), von deutschen und dänischen Nautikern betrieben, hat am 1. Juli ihren Dienst aufgenommen. Rund um die Uhr werden alle Schiffe von hier aus überwacht, informiert und geleitet, so Juchem.

Für uns als Bauherrn hat die Verkehrssicherheit während der Bauarbeiten höchste Priorität.

Claus F. Baunkjær, Vorstandsvorsitzender Femern A/S

„Für uns als Bauherrn hat die Verkehrssicherheit während der Bauarbeiten höchste Priorität“, so Claus F. Baunkjær, Vorstandsvorsitzender der staatlichen dänischen Projektgesellschaft Femern A/S. „Dieses System wird dazu beitragen, dass alle Schiffe während der Tunnelbauarbeiten sicher durch den Fehmarnbelt geführt werden“, sagt er in aktueller Mitteilung von Femern A/S, die die Verkehrszentrale gemeinsam mit den dänischen und deutschen Seefahrtsbehörden eingerichtet und sich mit ihnen auf die konkreten Modalitäten der maritimen Verkehrssicherung während des Tunnelbaus geeinigt hat. 

Arbeitsplatz in Travemünde mit neuster Technologie ausgestattet

Die speziell für das VTS Fehmarnbelt ausgebildeten Nautiker haben von ihrem Arbeitsplatz aus, der mit der neuesten Technologie ausgestattet ist, das Geschehen im Fehmarnbelt zu jeder Zeit im Blick. So können sie die Verkehrslage entsprechend bewerten, die Schifffahrt informieren und sie sicher um die Baustellenbereiche leiten, heißt es. Zudem gebe es zwei Verkehrssicherungsschiffe, die während der Bauphase als verlängerter Arm der Behörden fungierten; sie sollen sich ständig in der Nähe der Baustellenbereiche befinden.

Nautisches Know-how kommt zusammen

„In der neuen Verkehrszentrale Fehmarnbelt bringen wir gemeinsam mit den dänischen Experten unser nautisches Know-how zusammen. Denn unser gemeinsames Ziel ist die Sicherheit des Fehmarnbelts während der gesamten Bauphase. Das ist ein Novum in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und ein Gewinn für die Schifffahrt und Umwelt im Fehmarnbelt“, sagt Professor Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS).

Die dänischen und deutschen Behörden haben beim Aufbau des VTS Fehmarnbelt sehr eng und sehr konstruktiv zusammengearbeitet.

Andreas Nordseth, Generaldirektor der dänischen Schifffahrtsbehörde

Auch die dänische Schifffahrtsbehörde ist mit der Zusammenarbeit zufrieden. „Die dänischen und deutschen Behörden haben beim Aufbau des VTS Fehmarnbelt sehr eng und sehr konstruktiv zusammengearbeitet. Es kann eine Herausforderung sein, zwei Regelwerke zu einer abgestimmten gemeinsamen Verordnung zusammenzuführen. Bei diesem Projekt hat das jedoch vorbildlich funktioniert“, sagt Andreas Nordseth, Generaldirektor der dänischen Schifffahrtsbehörde. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.