Ein Toter aus Ostholstein wurde vom Innenministerium bestätigt

Vermutlich Heiligenhafener in Äthiopien getötet

OSTHOLSTEIN -joh - Ein Toter, der bei einem Überfall (in der Nacht zum 17. Januar) auf eine Reisegruppe in Äthiopien ums Leben kam, kommt nach NDR 1-Angaben sehr wahrscheinlich aus Heiligenhafen, eine offizielle Bestätigung gibt es indes nicht. Bei dem Überfall, bei dem es  bekanntlich fünf Tote gab, wurden auch zwei Deutsche getöten. Einer von ihnen stammt aus Schleswig-Holstein.  Innenminister Klaus Schlie bestätigte heute (20. Januar)nur, dass es sich um einen 74-jährigen Mann aus dem Kreis Ostholstein handelt. "Alle bisherigen Kenntnisse lassen daran keinen Zweifel", sagte der Minister.

Der in einem solchen Fall vorgesehene und noch ausstehende DNA-Abgleich durch das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein werde daran nichts ändern, es handele sich dabei um reine Routine. Weitere Angaben machte der Minister nicht. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen spricht den Hinterbliebenen des Opfers seine Anteilnahme aus und hofft, dass die Täter dieses hinterhältigen Überfalls bald ermittelt werden. Heiligenhafens Bürgermeister Müller gab noch keine Stellungnahme ab, weil auch er am Abend noch keine offizielle Bestätigung hatte, dass es sich um einen Heiligenhafener handelt.

Einer der beiden in Äthiopien getöteten deutschen Touristen stammt aus Schleswig-Holstein. Das bestätigte Innenminister Klaus Schlie am Freitag in Kiel. Es handele es sich um einen 74-jährigen Mann aus dem Kreis Ostholstein. „Alle bisherigen Erkenntnisse lassen daran keinen Zweifel“, sagte der Minister.

Nach unbestätigten Informationen der NDR Welle Nord stammt der Rentner aus Heiligenhafen an der Ostsee. Wann seine Leiche in die Heimat gebracht wird, war zunächst unklar. Das entschieden die Vertreter von Bundeskriminalamt und dem Auswärtigen Amt vor Ort, sagte ein Ministeriumssprecher aus Kiel.

Bei der Attacke in der Danakil-Wüste waren in der Nacht zum Dienstag fünf Urlauber erschossen worden, darunter zwei Deutsche. Das andere Opfer ist ein 58 Jahre alter Theatertechniker aus Cottbus.

Von zwei verschleppten Bundesbürgern gibt es noch immer keine Spur. „Der Aufenthalt der beiden vermissten Deutschen (...) ist weiter unbekannt“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes heute in Berlin. Nach Angaben der Regierung in Addis Abeba wurden die zwei vermissten Deutschen gemeinsam mit zwei Äthiopiern gekidnappt. Die äthiopischen Behörden vermuten, dass sie ins benachbarte Eritrea verschleppt wurden.

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