SV Fehmarn Corona
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Ralph Schwennen, 1. Vorsitzender des SV Fehmarn, mit den in diesen Tagen georderten Antigen-Schnelltests.

Pandemie bleibt für Vereine herausfordernd

Verschärfte Corona-Auflagen im Sport: Wie verhalten sich die Vereine auf Fehmarn?

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Die Pandemie bleibt für Sportvereine eine Herausforderung. Jetzt hat das Land infolge der gestiegenen Corona-Fallzahlen die Auflagen verschärft. Wie reagieren die Vereine auf Fehmarn?

  • Neue Coronaschutzverordnung verschärft Auflagen für Vereinssport.
  • SV Fehmarn: 500 Antigen-Schnelltests für die Sparten des Vereins.
  • FC Dänschendorf: Aktivitäten auf ein Minimum heruntergefahren.

Fehmarn – Die Sportvereine auf Fehmarn befinden sich seit fast zwei Jahren im Corona-Krisenmodus. Der durch die Virusvariante Omikron hervorgerufene rapide Anstieg der Fallzahlen hat die Situation noch einmal verschärft. Nachdem der Landtag am Montag die epidemische Lage festgestellt hat, greift ab heute (12. Januar) eine neue Coronaschutzverordnung.

Sport im Freien mit 2G, drinnen 2G plus

Für die Sportausübung im Freien gilt die 2G-Regel, im Innenbereich wird 2G plus zur Grundlage. Das heißt, dass nur immunisierte Personen (geimpft/genesen) teilnehmen dürfen, im Innenbereich muss zusätzlich ein negativer Antigen-Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) oder ein negativer PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) vorgelegt werden, hiervon ausgenommen sind Geboosterte.

500 Antigen-Schnelltests für die Sparten des SV Fehmarn

„Wir als Vorstand sind sehr vorsichtig“, macht Ralph Schwennen, 1. Vorsitzender des SV Fehmarn, deutlich. Im Umgang mit dem Coronavirus haben der 59-Jährige und sein Vorstandsteam in den zurückliegenden Wochen schon reichlich Erfahrung sammeln können. So leicht lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht von Omikron. Auf 2G plus hat der SV Fehmarn in einer ersten Reaktion mit dem Kauf von 500 Antigen-Schnelltests reagiert. „Die stellen wir unseren Sparten für den Hallensport zur Verfügung“, so Schwennen. Das gebe den Sportlern vielleicht ein wenig mehr Sicherheit, hofft der Vereinsvorsitzende, dass die Aktiven weiterhin ihren Sport ausüben und dem SV Fehmarn die Treue halten. Letzteres bereitet Schwennen noch die geringsten Sorgen, denn er sagt, dass es in den zurückliegenden Monaten eigentlich keine coronabedingten Austritte gegeben habe. Erste positive Rückmeldungen aus den Sparten hinsichtlich der Nutzung der Antigen-Schnelltests habe es bereits gegeben, berichtet Schwennen, der beispielhaft die Volleyballsparte um Drews Wilder erwähnt.

Zudem verzichtet der SV Fehmarn auf Veranstaltungen, die nicht unbedingt notwendig sind. So seien der Skat- und Knobelabend nicht ausgespielt worden, und auch auf das Schinkenbrotessen mit den Übungsleitern Ende Januar werde man verzichten, berichtet Ralph Schwennen.  

Florian Stolte, einer von zwei Vorstandssprechern des RSV Landkirchen.

Auf klare Risikominimierung setzt auch der RSV Landkirchen. So teilt Vorstandssprecher Florian Stolte (38) gegenüber dem FT mit, dass zum Beispiel Übungsleiterin Simone Stellmacher ihre Kurse Body- sowie Rückenfit auf Online umgestellt habe. Bei den Rasensportlern geht man gar so weit, dass die Fußballer der Alten Herren auch auf 2G plus setzen, wenn sie, wie übrigens schon vor zwei Tagen, im Freien mit der Lederkugel kicken.

Darter könnten ins Digitale ausweichen

Vorsicht walten lassen auch die Darter. Regulärer Ligastart sei zwar im Februar, doch noch sei völlig unklar, wann wirklich gestartet werden könne, so Florian Stolte, selbst ein begeisterter Darter. Nicht viel anders verhalte es sich mit dem Training, mit dem man Mitte Januar beginnen wollte. Angesichts der hochinfektiösen Omikron-Variante wird aber auch hier eher nach dem Motto gehandelt, lieber einmal mehr auf die Bremse treten, als einmal zu früh Gas zu geben. Und wenn nun doch noch längere Zeit gar nichts gehen sollte, dann können die Darter von ihren im vergangenen Jahr gemachten Erfahrungen mit dem Online-Darten profitieren.

Man kann nur hoffen, dass es im Frühjahr besser wird.

Timo Barkow, 1. Vorsitzender FC Dänschendorf
Timo Barkow, 1. Vorsitzender des FC Dänschendorf.

Beim FC Dänschendorf kochen die sportlichen Aktivitäten coronabedingt auf Sparflamme. So habe die Damenturnsparte zunächst einmal ihren Betrieb bis Mitte Februar eingestellt, teilt der 1. Vorsitzende Timo Barkow mit. Einige Sparten mit nur wenigen Aktiven versuchten unter Berücksichtigung der Vorschriften weiterzumachen, doch einigen Spartenleitern sei die Verantwortung einfach zu groß. Dafür habe er vollstes Verständnis, so der Vereinschef. „Man kann nur hoffen, dass es im Frühjahr besser wird“, wünscht sich der 35-Jährige ein baldiges Abflauen der Welle, sobald es wieder etwas wärmer wird. Die Fußballer hätten noch ein wenig Zeit, sie würden erst wieder Mitte Februar mit dem Training starten. Grundsätzlich sei es zurzeit nicht einfach für kleine Vereine wie den FC Dänschendorf, so Timo Barkow, der große Hoffnungen in den Aufbau einer Kinderturnsparte gesetzt hatte. Doch diese seien nun wieder ausgebremst worden, bedauert er.

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