Ramponierte Banketten ein Dauerthema

Viele Straßen Sorgenkinder

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Am Donnerstag war der Inselbauhof damit beschäftigt, die ausgefahrene Bankette am Ortseingang von Wulfen wieder zu befestigen.

FEHMARN -hö- Auf Fehmarn sind zahlreiche Straßen sanierungsbedürftig. Zu den großen Sorgenkindern gehört seit einiger Zeit die Verbindung von Avendorf nach Wulfen, die aber im nächsten Jahr angepackt werden soll. Nicht viel besser bestellt ist es mittlerweile um die Gemeindestraßen von Blieschendorf nach Wulfen und weiter nach Burg.

Einen wesentlichen Anteil am katastrophalen Zustand dieser Straßen hat die Sperrung der Kreisstraße 43 zwischen Blieschendorf und Burg und die daraus resultierende Umleitung des Verkehrs über diese Gemeindestraßen. Der Inselbauhof ist fast täglich damit beschäftigt, ausgefahrene Banketten behelfsmäßig auszubessern. Am Donnerstag waren die Bauhofmitarbeiter bei Wulfen in Aktion. Doch gerade bei nasser Witterung, wie sie in den letzten Wochen häufig vorherrschte, tun sich schnell wieder neue Schlaglöcher auf.

„Warum lassen wir uns dass gefallen?“, trägt nach Auffassung von Hans-Peter Thomsen (WUW) der Kreis Ostholstein, der die K43 in drei Bauabschnitten erneuert, eine wesentliche Mitschuld am aktuellen Zustand dieser Straßen. „Die Straße ist gesperrt, aber dort wird nicht gearbeitet, unsere Straßen werden dafür aufgrund der Unfähigkeit des Kreises kaputtgefahren, und wir müssen zahlen“, zeterte Thomsen im Hauptausschuss.

„Die Dringlichkeit, hier etwas zu machen, hat sich erhöht“, befand auch Ausschussvorsitzende Margit Maaß (CDU). Wie dringlich es, das zeigte sich am Donnerstagabend in der Einwohnerfragestunde des Bau- und Umweltausschusses. Betroffene wie Malte Riechey vom Camping- und Ferienpark Wulfener Hals oder Hans Klingenberg vom Golf Club Fehmarn forderten ein umgehendes Handeln der Stadt.

Handlungsbedarf – nicht nur bei Wulfen, sondern grundsätzlich auf der gesamten Insel, sieht auch der Bau- und Umweltausschuss, der dem Vorschlag der CDU-Fraktion, das Budget der Straßenunterhaltung um 610000 Euro auf zwei Millionen Euro aufzustocken und im investiven Bereich zusätzlich zwei Millionen Euro lockerzumachen und den gesamten Ansatz auf 11,53 Millionen Euro zu erhöhen, zustimmte.

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