TSF ringt mit seinen Veranstaltungen / Banger Blick auf den 30. April

Vieles neu denken

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Ob die Bullis in diesem Jahr noch über die Insel rollen, steht nach der Absage des ersten Ausweichtermins (6. bis 9. August) wieder in den Sternen. Ein zweiter Ersatztermin im September wird derzeit durch den Tourismus-Service und die Organisatoren geprüft.

Fehmarn –mb– Während seit Monatag erstmals Lockerungen der Corona-Maßnahmen erfolgt sind, tappt der Tourismus noch im Dunkeln. Die Landesregierung Schleswig-Holstein verlängerte das Veranstaltungsverbot bis mindestens 3. Mai und untersagt Großveranstaltungen ab 1000 Teilnehmern bis 31. August.

Abgeschrieben oder verschoben sind daher bereits einige Events im Veranstaltungskalender des Tourismus-Service Fehmarn (TSF): Abgesagt sind Rapsblütenfest (15. bis 17. Mai), Fährkonzert (19. Mai), Stadtfest (3. bis 5 Juli), die beiden Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals (18. Juli und 10. August) und der Beachvolleyball-Tourstopp (7. bis 9. August). Das Surf-Festival (21. bis 24. Mai) wird auf den 17. bis 20. September verschoben. Möglichkeiten für die Durchführung sieht der TSF beim SUP- und Beachsportsfestival (17. bis 19. Juli), dem Weinfest (23. bis 26. Juli) sowie für die Open-Air-Oper „Nabucco“ (26. August). Eventuell im Herbst sollen die Burger Klassiktage stattfinden – entsprechend entfallen auch die drei Konzerte an den ersten drei Freitagen im Mai.

Ob es in diesem Jahr die siebte Auflage des Midsummer-Bulli-Festivals geben wird, soll sich bis Ende April entscheiden. Ein erster Ausweichtermin für die Großveranstaltung Anfang August ist bereits weggebrochen.

Insgesamt eine Herausforderung für den TSF, der auf den 30. April schielt, wenn es Informationen aus Kiel zu Lockerungen im Tourismus geben soll. Veranstaltungsleiterin Julia Behrend spricht von einem „Meilenstein“, denn ein sogenannter Phasenplan soll dann definieren, wie schrittweise wieder Veranstaltungen zugelassen werden können und welche Schutzmaßnahmen seitens der Veranstalter getroffen werden müssen.

Bis dahin will der TSF aber nicht in Schockstarre verfallen. „Wir prüfen jetzt, ob und unter welchen Voraussetzungen wir Veranstaltungen realisieren oder verschieben können und welche schweren Herzens ausfallen müssen“, so Behrend, die von einer „sehr turbulenten, ungewissen und dramatischen Zeit“ gegenüber dem FT spricht.

Nichtsdestotrotz sollen Fehmaraner und Gäste nicht ganz auf Veranstaltungen verzichten müssen. „Unsere Partner und wir sind bereit, Veranstaltungen neu zu denken, Konzepte anzupassen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen“, betont Behrend.

Während der TSF Tag für Tag im engen Dialog mit Veranstaltern, Kooperationspartnern und Behörden steht, ist für Fehmarns Tourismusdirektor klar, dass eine Rückkehr zur Normalität der Zeit vor Corona es in diesem Jahr nicht geben wird. „Schließlich steht die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste, Dienstleister, Kooperationspartner und Mitarbeiter an erster Stelle. Eine Mischung aus Akzeptanz, Kreativität und Rücksicht wird uns dieses Jahr begleiten“, ist sich Behncke sicher.

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