Klavierduo Christine und Stephan Rahn eröffnet die 31. Burger Kunsttage

Vier Hände auf 88 Tasten

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Mit dem Klavierduo Christine und Stephan Rahn sind die Burger Kunsttage in ihre 31. Auflage gestartet.

Fehmarn –ga– Mit Christine und Stephan Rahn hatten die Veranstalter der 31. Burger Kunsttage bei der Besetzung der Interpreten eine besonders gute Wahl getroffen. Das Klavierduo begeisterte das Publikum mit seinem vierhändigen Klavierkonzert von der ersten Minute an. Werke von Mozart, Schubert bis hin zu Rachmaninow standen auf dem Programm des erfolgreichen Künstlerehepaares. So wurde das Eröffnungskonzert zu einem musikalischen Highlight, das mit den beiden folgenden Konzerten an den nächsten beiden Freitagen im Senator-Thomsen-Haus seine Fortsetzung finden soll.

Dem Musikgenuss vorangestellt war eine Einführung der promovierten Musikwissenschaftlerin Dr. Andrea Susanne Opielka, die das großartige Klavierduo Rahn und später die Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Franz Schubert (1797-1828) und Sergej Rachmaninow (1873-1943) vorstellte, schließlich aber auch auf das vierhändige Klavierspiel, das als wichtiger Bestandteil der bürgerlichen Hausmusik im 19. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte, tiefer einging.

Die offizielle Eröffnung der 31. Burger Kunsttage, die dieses Jahr unter dem Motto „Faszination Osteuropa“ stehen, nahm Tourismusdirektor Oliver Behncke vor. Unter den Gästen konnte er neben Bürgervorsteherin Brigitte Brill, Bürgermeister Jörg Weber, der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur, Schule, Sport und Soziales Marianne Unger auch die Tourismusausschussvorsitzende Aileen Ehler sowie mehrere Sponsoren begrüßen. Oliver Behncke zeigte sich besonders darüber erfreut, dass die Zahl der Sponsoren, die diese Konzertreihe finanziell unterstützen, inzwischen höher denn je sei.

In seinen Begrüßungsworten brachte der Tourismuschef zum Ausdruck, dass die im Jahr 2003 durchgeführte Fusion der Stadt Burg mit den Landgemeinden zur Stadt Fehmarn erfolgte und daher der Begriff Burger Kunsttage vielleicht nicht mehr ganz so passend für Fehmarn sei. Kunsttage Fehmarn oder vielleicht auch Fehmarn-Kulturfestival – mit Veranstaltungsorten auf der gesamten Insel – wären vielleicht eine gute Alternative, so Behncke. Er regte an, darüber ins Gespräch zu kommen.

Das Konzert im Senator-Thomsen-Haus begann mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart (Sonate für Klavier zu vier Händen C-Dur KV 521), gefolgt von Werken von Franz Schubert (Fantasie für Klavier zu vier Händen F-Moll D 940). Nach einer kurzen Konzertpause folgten sechs Stücke für Klavier zu vier Händen Opus 11. Es waren „Barcarole G-Moll“, „Scherzo D-Dur“, ein russisches Lied in H-Moll, „Walzer A-Dur“, „Romanze C-Moll“ und schließlich „Slava C-Dur“.

Das Klavierduo Christine und Stephan Rahn feiert deutschlandweit große Erfolge und sie ernten regelmäßig gute Kritiken. Im Ergebnis erhalten sie viele Einladungen zu großen Konzerten in Deutschland sowie im Ausland. Auf unzähligen Musikfestivals stellen sie ihr Können glanzvoll unter Beweis. Dem Publikum im Senator-Thomsen-Haus erläuterte Stephan Rahn, dass Klavier zu vier Händen zwar enorme Möglichkeiten der Präsentation von Werken bieten würden, allerdings sei dieses mit Platznot verbunden, da die Tastatur von Piano und Flügel bekanntlich auf 88 Tasten beschränkt sei.

Nach dem Schlussakkord des Konzerts wurde das Künstlerehepaar mit reichlich Applaus bedacht, welcher in einem gleichmäßigen Beifalltakt mündete. Dieses bewegte die Künstler dazu, ein kleines Werk, eine Romanze von Sergej Rachmaninow, als Zugabe zu präsentieren. Im Anschluss waren die Besucher zu einem kleinen Empfang mit Snacks und Getränken geladen.

Das zweite Konzert im Rahmen der 31. Burger Kunsttage findet am kommenden Freitag wiederum im Senator-Thomsen-Haus statt und steht unter dem Motto „Faszinierende Klangwelten“. Das Duo Legno, bestehend aus den jungen Künstlerinnen Jutta Borowski und Eva Pankoke, präsentiert dann Meisterwerke für Oboe und Klavier.

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